Hamburger Revierförstereien zukunftsfest aufstellen
Mittwoch, 20.05.2026
Mit dem Haushalt 2023/2024 haben SPD und GRÜNE bereits zusätzliche Mittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro für den Waldumbau sowie für die Sanierung von Forstgebäuden bereitgestellt. Damit wurde ein erster wichtiger Schritt zur Stärkung der Hamburger Wälder und ihrer forstlichen Infrastruktur eingeleitet.
Ein aktuelles Gutachten der zuständigen Fachbehörde macht jedoch deutlich, dass die Auswirkungen des Klimawandels, zunehmende Extremwetterereignisse sowie Baumkrankheiten den Hamburger Wald weiterhin erheblich belasten. Gleichzeitig zeigt das Gutachten, dass bei den Hamburger Revierförstereien nach wie vor ein erheblicher Handlungs- und Sanierungsbedarf besteht (vergleiche Drs. 23/1467). Für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden und Anlagen der Revierförstereien werden Kosten von insgesamt über zehn Millionen Euro ermittelt. Betroffen sind sämtliche Standorte, insbesondere die Revierförsterei Volksdorf sowie mehrere denkmalgeschützte Gebäude, bei denen ein erhöhter Sanierungsaufwand besteht.
Die Revierförstereien sind zentrale Akteure für den klimaangepassten Waldumbau, für Umweltbildung sowie für den Schutz und die Pflege der Hamburger Natur- und Waldflächen. Um diese Aufgaben dauerhaft erfüllen zu können, ist eine weitere politische und finanzielle Unterstützung erforderlich. Das vorliegende Gutachten stellt eine verlässliche fachliche Grundlage für die Planung und Umsetzung weiterer Maßnahmen dar. Gemeinsam mit den Bezirken sind nun tragfähige Lösungen zu entwickeln. Zudem sind die Möglichkeiten der Inanspruchnahme geeigneter Bundes- und EU-Förderprogramme systematisch zu prüfen.
Ziel muss es sein, die Revierförstereien nachhaltig zu stärken und damit die Zukunftsfähigkeit der Hamburger Wälder langfristig zu sichern.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. auf Grundlage des Gutachtens „Sanierungsgutachten - Ermittlung der Sanierungsbedarfe der Hamburger Revierförstereien“ tragfähige Lösungen zur Bewältigung der erheblichen Handlungs- und Sanierungsbedarfe der Hamburger Revierförstereien zu entwickeln,
2. die Inanspruchnahme geeigneter Bundes- und EU-Fördermittel zu prüfen,
3. die jeweiligen Bezirke in die Entscheidungsprozesse einzubinden,
4. der Bürgerschaft bis zum 31.12.2026 zu berichten.
- Cem Berk
- Dirk Kienscherf
- Martina Koeppen
- Gulfam Malik
- Alexander Mohrenberg (Fachsprecher:in Umwelt, Klima und Energie)
- Sören Platten
- Marc Schemmel
- Philine Sturzenbecher
- Annika Urbanski
sowie
- Lisa Maria Otte
- Leon Alam
- Miriam Block
- Eva Botzenhart
- Rosa Domm
- Simone Dornia
- Dominik Lorenzen
- Melanie Nerlich (GRÜNE) und Fraktion