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Sanierungsfonds Hamburg 2030: Familienzentrum Fahrenort

Mittwoch, 10.09.2025

Das heutige Spielhaus Fahrenort im Stadtteil Lurup ist seit 1967 eine offene Kinder- und Jugendeinrichtung in kommunaler Trägerschaft. Über Jahrzehnte hat es sich zu einer zentralen Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien im Flüsseviertel entwickelt. Aufgrund des baulich desolaten Zustands des Gebäudes ist eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr möglich. Die vorhandenen Räume entsprechen weder den heutigen Anforderungen an eine moderne soziale Infrastruktur noch dem gestiegenen Bedarf im Quartier.

Vor diesem Hintergrund ist geplant, das bestehende Gebäude durch einen bedarfsgerechten Neubau zu ersetzen und die Einrichtung konzeptionell weiterzuentwickeln – zu einem multifunktionalen Familienzentrum Fahrenort. Damit soll die bisherige offene Kinder- und Jugendarbeit nicht nur erhalten, sondern um zusätzliche, zielgruppenspezifische Angebote für Familien erweitert werden. Dies umfasst unter anderem Räume für Beratung, Begegnung, frühkindliche Bildung, Gesundheitsförderung und niedrigschwellige Unterstützung im Alltag.

Das neue Familienzentrum wird eine wichtige Lücke im sozialen Angebot in Lurup schließen und gezielt zur Stabilisierung von Familien beitragen. Im Sinne einer quartiersbezogenen, integrierten Stadtentwicklung ist es darauf ausgerichtet, Kinder und Familien langfristig zu stärken, soziale Teilhabe zu fördern und Bildungsbenachteiligung entgegenzuwirken.

Das Projekt ist integraler Bestandteil des RISE-Fördergebiets Lurup und gilt dort als Schlüsselprojekt zur Erreichung der festgelegten Förderziele. Es trägt zur nachhaltigen Qualitätssteigerung im Stadtteil bei und fördert insbesondere die Verbesserung der sozialen Infrastruktur, die Unterstützung benachteiligter Zielgruppen sowie die Erhöhung der Lebensqualität im Quartier.

Eine im Frühjahr 2024 durch das Bezirksamt Altona beauftragte Realisierungsstudie (finanziert aus RISE-Mitteln) hat den Raumbedarf analysiert und ein bauliches Konzept mit einer Kostenschätzung erarbeitet. Diese beziffert die voraussichtlichen Investitionskosten für den Neubau auf rund 6,2 Millionen Euro. Dieser Gesamtbedarf soll durch 4,1 Millionen Euro aus den RISE-Mitteln sowie1,6 Millionen aus den Mitteln des Jugendamts abgedeckt werden. Dementsprechend fehlen noch 500.000 Euro, die durch diesen Antrag über den Sanierungsfonds finanziert werden sollen.

 

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. für das Vorhaben „Neubau des Familienzentrums Fahrenort“ die jeweilige Höhe des konsumtiven beziehungsweise investiven Anteils der Maßnahme zu ermitteln,

2. im Haushaltsjahr 2025 – abhängig von dem Ergebnis dieser Ermittlung – eine Ermächtigung, Kosten zu verursachen beziehungsweise Auszahlungen zu leisten, in Höhe von insgesamt bis zu 500.000 Euro

a. für konsumtive Maßnahmen im Einzelplan 1.3 BA Altona, Produktgruppe 211.02 „Sozialraummanagement (SR)“, aus dem Einzelplan 9.2 Allgemeine Finanzwirtschaft, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, „Sanierungsfonds Hamburg 2020“, Kontenbereich „Globale Mehrkosten“ und

b. für investive Maßnahmen im Einzelplan 1.3 BA Altona, Aufgabenbereich 211 „Soziales, Jugend und Gesundheit“, „Sonstige Investitionen" aus dem Einzelplan 9.2 Allgemeine Finanzwirtschaft, Aufgabenbereich 283, „Zentrale Finanzen“, „Zentraler Sanierungsfonds Hamburg 2030“ bereitzustellen,

3. für die in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 2. b. genannten investiven Maßnahmen – die benötigten Ermächtigungen aus dem Einzelplan 9.2 Allgemeine Finanzwirtschaft, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ in den Einzelplan 1.3 BA Altona, Produktgruppe 211.02 „Sozialraummanagement (SR)“, Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ zu übertragen,

4. der Bürgerschaft über die Umsetzung der Maßnahme bis zum 31.12.2027 zu berichten.

 

 

sowie
  • Filiz Demirel
  • Dennis Paustian-Döscher
  • Miriam Block
  • Rosa Domm
  • Mareike Engels
  • Alske Freter
  • Linus Görg
  • Michael Gwosdz
  • Sina Imhof
  • Jennifer Jasberg
  • Lisa Kern
  • Jan Koriath
  • Parica Partoshoar
  • Dr. Gudrun Schittek
  • Dr. Selina Storm
  • Kathrin Warnecke
  • Mechthild Weber
  • Lena Zagst (GRÜNE) und Fraktion