Sanierungsfonds Hamburg 2030: Sanierung des Kunstrasenplatzes des Hamburger Fußballverbands (HFV)
Mittwoch, 10.09.2025
Die Sportinfrastruktur ist das Rückgrat des Sports. Das aktuelle KfW-Kommunalpanel schätzt den wahrgenommenen Investitionsrückstand im Bereich Sport bundesweit allein in den Kommunen auf etwa 12,9 Milliarden Euro. SPD und Grüne gehen daher den erkannten Sanierungsbedarf systematisch und verlässlich an. Hamburg investiert in diesem Jahrzehnt über 1,1 Milliarden in die Sportinfrastruktur. Damit wird die Sportinfrastruktur sukzessive modernisiert und ertüchtigt. Einem Investitionsstau im Sport wird damit in Hamburg erfolgreich entgegengewirkt. Zudem soll der Sport auch von dem zwischen Bund und Ländern vereinbarten Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität profitieren.
Sowohl öffentliche als auch vereinseigene Anlagen und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum werden mit diesen Mitteln fit für die Zukunft gemacht. Die Investitionen in Hamburgs Sportinfrastruktur ermöglichen es allen Hamburger:innen – insbesondere auch den Vereinssportler:innen –, an guten, hochwertigen Sportstätten aktiv zu sein. So ist zum Beispiel im Rahmen der Modernisierung bezirklicher Sportanlagen der Bestand von Kunstrasenplätzen auf 120 gestiegen (Stand Juli 2025). Dies führt zu einem konstanten Niveau der Nutzungsstunden auf Großspielfeldern von 316.500 Stunden im Jahr. Von diesen Investitionen in die Plätze profitiert insbesondere der Fußball.
Der Hamburger Fußball-Verband e. V. (HFV) vertritt rund 400 Vereine mit über 230.000 Mitgliedern – davon rund 73.000 Kinder und Jugendliche – in der Metropolregion Hamburg. Der HFV organisiert den Spielbetrieb in allen Altersklassen und fördert Fußball in allen Formen – inklusive Futsal, eFootball und Walking Football. Jährlich nehmen über 2.000 Personen an über 100 Lehrgängen bis zur B-Lizenz teil. Elf Auswahlmannschaften für Junioren und Mädchen spielen beim HFV und der Fußballverband kooperiert im Rahmen von 50 Fußball-AGs mit Schulen in Hamburg. Etwa 38.000 Ehrenamtliche – davon allein rund 2.900 Schiedsrichter:innen – engagieren sich insbesondere in der Jugendarbeit. Der Verbandssitz ist seit 2001 in Hamburg-Jenfeld mit Sportanlagen, Geschäftsstelle und Sportschule. Rund 150 Ehrenamtliche und 30 Hauptamtliche arbeiten für den Verband. Das Gelände wurde dem HFV im Rahmen eines Sportrahmenvertrages zur Nutzung überlassen. Das Außengelände umfasst einen Kunst- und einen Rasenplatz sowie eine Sporthalle.
Der Belag des Kunstrasenplatzes der HFV-Sportschule besteht seit 2011 und ist sanierungsbedürftig. Der Kunstrasenplatz ist einer der letzten in Hamburg, der mit potenziell umweltschädlichem Infill gefüllt ist. Er wird durch Auswahlmannschaften des HFV, Teilnehmende an Lizenzlehrgängen des HFV/DFB, Auswahlschiedsrichter des HFV, die Otto-Hahn-Schule sowie Gäste der HFV-Sportschule (z. B. andere Teams) und durch Menschen aus dem Quartier genutzt.
Laut Kostenschätzung wird die Sanierung des Platzes im Rahmen eines Modellverfahrens inklusive notwendiger baulicher Anpassungen auf rund 350.000 Euro geschätzt. Der HFV beteiligt sich mit Eigenmitteln in Höhe von 50.000 Euro an der Maßnahme. Zudem werden weitere 100.000 Euro aus dem Quartiersfonds zur Verfügung gestellt. Der Hamburger Sportbund hat eine Förderung zur Sanierung der vereinseigenen Anlage in Höhe von 35.558 Euro zugesagt. Der Fehlbetrag in Höhe von rund 165.000 Euro soll über den Sanierungsfonds Hamburg 2030 zur Verfügung gestellt werden.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. dem Bezirksamt Wandsbek für die Maßnahme ‚Sanierung des Kunstrasenplatzes des Hamburger Fußballverbands‘ in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 eine Ermächtigung, Auszahlungen zu leisten, in Höhe von insgesamt bis zu 165.000 Euro im Einzelplan 1.6 im Aufgabenbereich 223 „Soziales, Jugend und Gesundheit“, „Sonstige Investitionen“ aus dem Einzelplan 9.2, Aufgabenbereich 283 „Zentrale Finanzen“, „Zentraler Sanierungsfonds Hamburg 2030“ bereitzustellen,
2. für die in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 1 genannten investiven Maßnahmen – die benötigten Ermächtigungen dem Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ im Einzelplan 1.6 Bezirksamt Wandsbek, 223.02 „Sozialraummanagement“ aus dem Einzelplan 9.2 (Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, „Sanierungsfonds Hamburg 2020“) zu übertragen,
3. der Bürgerschaft über die Umsetzung der Maßnahme bis zum 30.06.2026 zu berichten.
- Julia Barth-Dworzynski
- Cem Berk
- Ole Thorben Buschhüter
- Kemir Čolić
- Nils Hansen
- Dirk Kienscherf
- Martina Koeppen
- Oktay Özdemir
- Marc Schemmel
- Sören Schumacher
- Juliane Timmermann (Fachsprecher:in Sport)
- Isabella Vértes-Schütter
sowie
- Sina Imhof
- Jan Koriath
- Dennis Paustian-Döscher
- Miriam Block
- Rosa Domm
- Mareike Engels
- Alske Freter
- René Gögge
- Michael Gwosdz
- Jennifer Jasberg
- Parica Partoshoar
- Dr. Gudrun Schittek
- Dr. Selina Storm
- Kathrin Warnecke
- Lena Zagst (GRÜNE) und Fraktion