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Sanierungsfonds Hamburg 2030: Sanierung des MSV Hamburg Vereinshauses in Mümmelmannsberg

Mittwoch, 20.05.2026

Der Bau von Mümmelmannsberg begann 1972, dem Jahr der letzten Olympischen Sommerspiele in Deutschland. Mit dem Bau der Bezirkssportanlage im Stadtteil entstand der Entschluss, vor Ort einen Sportverein zu gründen. Am 4. Dezember 1974 wurde daraufhin von zwölf sportbegeisterten Bürgern der Mümmelmannsberger SV gegründet. Bereits in der Gründungssatzung wurde verbindlich festgelegt, dass der Jugendarbeit besonderes Interesse gilt. Dieser Grundsatz wird bis heute gelebt.

Der Mümmelmannsberger SV Hamburg (MSV Hamburg) hat derzeit 614 Mitglieder aus 20 Nationen und ist damit die größte Personenvereinigung im Stadtteil. Neben Fußball bietet der Verein die Sportarten Turnen, Judo, Badminton, Schach sowie Gymnastik und Gesundheitssport an. Seit über 50 Jahren ist der MSV Hamburg nunmehr unverzichtbarer Bestandteil der Quartiersarbeit vor Ort und leistet neben ausgezeichneter Kinder- und Jugendarbeit (unter anderem mit dem Sepp-Herberger-Preis) auch Präventionsarbeit im Stadtteil und bietet Bewegungsangebote für Senior:innen an.

Als erstes Vereinshaus diente ein gebrauchter Schulcontainer, der in Eigenleistung aufgestellt und ausgebaut wurde. Das Vereinsheim wurde am 7. Juli 1977 offiziell eingeweiht. Im Sommer 1984 wurde das Vereinshaus wegen des U-Bahnbaus (Billstedt - Mümmelmannsberg) umgesetzt. Im Jahre 1989 wurde im Rahmen der Sanierungsarbeiten im gesamten Stadtteil Mümmelmannsberg auch der Neubau eines Vereinshauses beschlossen. Der Neubau wurde damals durch die Freie und Hansestadt Hamburg gefördert. Das neue Vereinszentrum in der Kandinskyallee wurde im Mai 1992 eingeweiht. Es dient seitdem auch dem gesamten Stadtteil als Freizeit- und Kommunikationstreff.

Das Vereinshaus ist seit über 30 Jahren in Betrieb. Der Verein betreibt sein Vereinsheim in Eigenregie, allerdings gibt es aktuell einen erheblichen Sanierungsstau. Um den Betrieb und die Sicherheit für die Mitglieder und Gäste weiterhin zu gewährleisten, stehen einige Sanierungsmaßnahmen an. So bedarf es aufgrund von Leckagen einer Reparatur des Daches und des Austauschs defekter Fenster. Im Außenbereich muss die Terrasse instandgesetzt und der Unterstand gestrichen werden. Im Innenbereich müssen Elektro- und Malerarbeiten durchgeführt werden. Zudem bedarf es der Anschaffung eines Beamers, Laptops, einer Audioanlage und einer Leinwand zur Unterstützung der Vereinsarbeit und von Veranstaltungen.

Unter Abzug der vom Verein in Eigenarbeit vorgesehenen Leistungen verbleiben laut Kalkulation auf Grundlage von Angeboten der unterschiedlichen Gewerke Kosten in Höhe von rund 68.000 Euro. Unter Einberechnung einer Kostenvarianz von rund 10 Prozent unterstützen SPD und GRÜNE die Instandsetzung und Sanierung des Vereinshauses vom MSV Hamburg mit bis zu 75.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030.

 

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. für das Vorhaben „Sanierung des MSV Hamburg Vereinshauses“ in der Kandinskyallee 27 in 22115 Hamburg die jeweilige Höhe des konsumtiven beziehungsweise investiven Anteils der Maßnahme zu ermitteln,

2. im Haushaltsjahr 2026 – abhängig von dem Ergebnis dieser Ermittlung – eine Ermächtigung, Kosten zu verursachen beziehungsweise Auszahlungen zu leisten, in Höhe von insgesamt bis zu 75.000 Euro

a. für konsumtive Maßnahmen im Einzelplan 1.2, Produktgruppe 207.02. „Sozialraummanagement (SR)“, Kontenbereich „Kosten aus Transferleistungen“ für Sanierungsmaßnahmen am Vereinshaus des MSV Hamburg sowie Anschaffungen aus dem Produkt „Sanierungsfonds Hamburg 2020“, Einzelplan 9.2, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich „Globale Mehrkosten“ bereitzustellen,

b. für investive Maßnahmen im Einzelplan 1.2, Bezirksamt Hamburg-Mitte, sonstige Investitionen im Aufgabenbereich 207 „Soziales, Jugend und Gesundheit“ für Sanierungsmaßnahmen am Vereinshaus des MSV Hamburg Ermächtigungen aus dem „Zentralen Sanierungsfonds Hamburg 2030“ des Einzelplans 9.2, Aufgabenbereich 283 „Zentrale Finanzen“ bereitzustellen,

3. die dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 2. b) genannten investiven Maßnahmen – dem entsprechenden Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ im Einzelplan 1.2 Bezirksamt Hamburg-Mitte, Produktgruppe 207.02 „Sozialraummanagement (SR)“ aus dem Einzelplan 9.2 Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, „Sanierungsfonds Hamburg 2020“, die benötigten Ermächtigungen im den Haushaltsjahr 2026 zu übertragen,

4. der Bürgerschaft bis zum 31.12.2026 über die Sanierungsmaßnahmen Bericht zu erstatten.

 

sowie
  • Dennis Paustian-Döscher
  • Alske Freter
  • Leon Alam
  • Miriam Block
  • Rosa Domm
  • Mareike Engels
  • Michael Gwosdz
  • Sina Imhof
  • Lisa Kern
  • Jennifer Jasberg
  • Parica Partoshoar
  • Dr. Selina Storm
  • Kathrin Warnecke
  • Lena Zagst (GRÜNE) und Fraktion