Sanierungsfonds Hamburg 2030: Technische Ausstattung des neuen Liveclubs BETTY unterstützen
Dienstag, 26.08.2025
Das ehemalige „headCRASH“ am Hamburger Berg 13 wurde von neuen Betreibern übernommen und soll nach einer umfassenden technischen Modernisierung zukünftig als Live Club BETTY die vielfältige Clubszene auf St. Pauli ergänzen. Das Konzept sieht vor, dass die Spielstätte künftig auf zwei Ebenen betrieben wird: im Erdgeschoss soll eine „Newcomer Stage“ für bis zu 100 Gäste eine bezahlbare, professionell ausgestattete Bühne für junge Bands, Solokünstler*innen und Acts aus dem lokalen Umfeld bieten. Im Obergeschoss entsteht ein vollwertiger Live Club mit einer Kapazität von rund 300 Besucher*innen, der sich ideal für etablierte Künstler*innen aus den Bereichen Indie, Rock und Pop eignet.
Der Name „BETTY“ erinnert an Betty Heinemann, die Frau des Hamburger Bankiers Salomon Heine, der das Israelitische Krankenhaus stiftete und nach welchem der heutige Hamburger Berg bis zu seiner Umbenennung durch die Nationalsozialisten (bis dahin: Heinestraße) benannt war. Das BETTY steht somit für Offenheit, Vielfalt, ein respektvolles Miteinander und gegen Rassismus, Faschismus, Homophobie, Antisemitismus und Sexismus.
Damit das BETTY technisch auf dem notwendigen Niveau arbeiten kann, muss eine technische Modernisierung stattfinden. Dazu gehört die Installation neuer Ton- und Lichttechnik, die akustische Planung sowie bauliche Maßnahmen wie Schallschutz und Hängepunkte. Dabei soll konsequent auf energiesparende und nachhaltige Systeme sowohl im Licht- als auch im Audiobereich gesetzt werden. Darüber hinaus werden umfangreiche Schallschutzmaßnahmen realisiert, die nicht nur der Klangqualität im Club dienen, sondern auch den Schutz der Anwohner*innen sicherstellen. Durch diese Maßnahmen ermöglichen die Betreiber dauerhaft und wirtschaftlich tragfähig einen sicheren und professionellen Betrieb, faire Gagen, ein nachhaltiges Booking und ein vielfältiges Programm. Um den Bestandsschutz zu erhalten und den einzig verbliebenen Liveclub auf dem Hamburger Berg zu sichern sowie die Anlaufphase zu finanzieren, haben die Betreiber bereits hohe Eigenmittel eingebracht. Ebenso werden weitere Investitionen in beispielsweise Möblierung, Technik und Ausstattung vollständig aus Eigenmitteln getragen.
Die rot-grünen Regierungsfraktionen möchten die Vielfalt der Hamburger Clubszene erhalten und den Erhalt des Club-Standorts am Hamburger Berg sowie das Engagement der Betreiber des neuen Liveclubs BETTY unterstützen. Deshalb möchten sie dem Vorhaben „Liveclub BETTY“ mit bis zu 171.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg finanzielle Hilfestellung leisten.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. für das Vorhaben „Liveclub BETTY“ die jeweilige Höhe des konsumtiven beziehungsweise investiven Anteils der Maßnahme zu ermitteln,
2. im Haushaltsjahr 2025 – abhängig von dem Ergebnis dieser Ermittlung – eine Ermächtigung, Kosten zu verursachen beziehungsweise Auszahlungen zu leisten, in Höhe von insgesamt bis zu 171.000 Euro
a. für konsumtive Maßnahmen im Einzelplan 3.3, Produktgruppe 251.01 „Kultur“, aus dem Einzelplan 9.2, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, „Sanierungsfonds Hamburg 2020“, Kontenbereich „Globale Mehrkosten“ und
b. für investive Maßnahmen im Einzelplan 3.3, 251, Aufgabenbereich „Kultur, Staatsarchiv, Medien“, „Sonstige Investitionen" aus dem Einzelplan 9.2, Aufgabenbereich 283, „Zentrale Finanzen“, „Zentraler Sanierungsfonds Hamburg 2030“ bereitzustellen,
3. für die in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 2. b. genannten investiven Maßnahmen – die benötigten Ermächtigungen aus dem Einzelplan 9.2, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, „Sanierungsfonds Hamburg 2020“, Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ in den Einzelplan 3.3, Produktgruppe 251.01 „Kultur“, Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ zu übertragen,
4. der Bürgerschaft über die Umsetzung der Maßnahme bis zum 31.03.2026 zu berichten.
- Koorosh Armi
- Mehria Ashuftah
- Julia Barth-Dworzynski
- Ole Thorben Buschhüter
- Regina-Elisabeth Jäck
- Dirk Kienscherf
- Martina Koeppen
- Lena Otto
- Arne Platzbecker
- Hansjörg Schmidt (Fachsprecher:in Medien)
- Juliane Timmermann
- Isabella Vértes-Schütter
sowie
- René Gögge
- Dennis Paustian-Döscher
- Miriam Block
- Rosa Domm
- Mareike Engels
- Alske Freter
- Michael Gwosdz
- Sina Imhof
- Jennifer Jasberg
- Parica Partoshoar
- Dr. Gudrun Schittek
- Dr. Selina Storm
- Kathrin Warnecke
- Lena Zagst (GRÜNE) und Fraktion