Sanierungsfonds Hamburg 2030: TONALi Campus zukunftsfähig machen
Mittwoch, 19.08.2026
Der TONALi Campus im Hamburger Grindelviertel ist ein gemeinnützig betriebener Ort der künstlerischen Bildung, kulturellen Innovation und gesellschaftlichen Teilhabe. Mit jährlich rund 7.000 Besucher*innen hat sich der Campus bereits jetzt als zentraler Kulturstandort im Bezirk Eimsbüttel etabliert.
Um die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine langfristige und vielfältige Nutzung weiter zu verbessern und zukunftsfähig zu machen, ist die bauliche Weiterentwicklung des TONALi Campus vorgesehen. Konkret umfassen die Maßnahmen den Umbau der Galerie- und Seminarraumfassaden (verbesserte Belichtung) sowie die Angleichung des Bodens auf ein gemeinsames Raumniveau, um Barrierefreiheit herzustellen. Der TONALi Campus wird damit vollständig barrierefrei zugänglich und inklusiv. Durch zusätzliche, flexibel nutzbare Räume werden nachbarschaftliche und kulturelle Aktivitäten – etwa im Rahmen des Projekts „Kunstschutzgebiet“ – gesteigert.
Die modernisierten Räume werden künftig als Schulungs-, Seminar- und Workshopflächen für die TONALi Akademie, in der internationale Musiker*innen gemeinsam mit Jugendlichen aus Hamburg lernen und gestalten, genutzt. Darüber hinaus
entstehen attraktive Ausstellungsflächen (vorwiegend für Hamburger Künstler*innen), multifunktionale Veranstaltungsräume für Lesungen, Konferenzen und Symposien sowie ein offener Begegnungsort für die Stadtgesellschaft und die angrenzenden
Quartiere. Der TONALi Campus bietet damit einen offenen, kulturellen Begegnungsort, der insbesondere junge Hamburger*innen aus der ganzen Stadt anspricht und sozialen Zusammenhalt fördert.
Im Rahmen einer öffentlichen Förderung verpflichtet sich die Eigentümerin des Gebäudes, den Nutzungszweck der Fläche mindestens 20 Jahre lang für eine kulturelle Nutzung zu garantieren. Durch die Umsetzung der Maßnahme wird auch – ana-
log zum erfolgreichen Modell im TONALi Saal – ein Mietdeckel auf einem gemeinwohlorientierten Niveau (derzeit 12,50 Euro/m²) für mindestens 20 Jahre erreicht. Dadurch entsteht ein Höchstmaß an Wirkung und Planungssicherheit für die öffentliche Hand.
Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf gut 250.000 Euro. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2027 abgeschlossen werden. Eine private Zuwendung in Höhe von 25.000 Euro wurde bereits zugesagt und wird von TONALi als Eigenmittel eingebracht. Der Beschluss von Sondermitteln der Bezirksversammlung Eimsbüttel in Höhe von 25.000 Euro ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Um die Umbaumaßnahmen der Galerie zu einem offenen Kultur- und Begegnungsraum zu unterstützen und so die strukturelle und inhaltliche Zukunftsfähigkeit des TONALi Campus maßgeblich zu stärken, stellt die rot-grüne Regierungskoalition Mittel in Höhe von bis zu 200.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 bereit. Voraussetzung für die Bereitstellung ist der Beschluss der bezirklichen Sondermittel.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. vorbehaltlich des Beschlusses der bezirklichen Mittel für die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen des TONALI Campus die jeweilige Höhe des konsumtiven beziehungsweise investiven Anteils der Maßnahmen zu ermitteln,
2. im Haushaltsjahr 2026 – abhängig von dem Ergebnis dieser Ermittlung – eine Ermächtigung, Kosten zu verursachen beziehungsweise Auszahlungen zu leisten, in Höhe von insgesamt bis zu 200.000 Euro
a. für konsumtive Maßnahmen aus dem Einzelplan 9.2, Produktgruppe 283.02 Zentrale Ansätze II „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ in dem Einzelplan 3.3, Produktgruppe 251.01 „Kultur“ Kontenbereich „Kosten aus Transferleistungen“,
b. für investive Maßnahmen im Einzelplan 3.3, Aufgabenbereich 251 „Kultur, Staatsarchiv, Medien“ aus dem „Zentralen Sanierungsfonds Hamburg 2030“ (Einzelplan 9.2, Aufgabenbereich 283 „Zentrale Finanzen“) bereitzustellen,
3. im Haushalt 2026 für die dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 2. b. genannten investiven Maßnahmen – die benötigten Ermächtigungen aus dem Einzelplan 9.2, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ in den entsprechenden Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“ im Einzelplan 3.3, Produktgruppe 251.01 „Kultur“ zu übertragen,
4. der Bürgerschaft über den Umsetzungsstand bis 31.12.2026 zu berichten.
- Koorosh Armi
- Mehria Ashuftah
- Regina-Elisabeth Jäck
- Lena Otto
- Arne Platzbecker
- Hansjörg Schmidt
- Olaf Steinbiß
- Isabella Vértes-Schütter (Fachsprecher:in Kultur)
sowie
- René Gögge
- Dennis Paustian-Döscher
- Miriam Block
- Rosa Domm
- Mareike Engels
- Alske Freter
- Michael Gwosdz
- Sina Imhof
- Jennifer Jasberg
- Parica Partoshoar
- Dr. Gudrun Schittek
- Dr. Selina Storm
- Kathrin Warnecke
- Lena Zagst (GRÜNE) und Fraktion