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Umsetzung des Aktionsplans „Age-friendly City – für ein altersfreundliches Hamburg“ verlässlich begleiten, Bericht etablieren

Mittwoch, 24.09.2025

Hamburg ist eine vielfältige und lebenswerte Stadt. Alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter oder Lebenslage – sollen sich hier wohl, sicher und zugehörig fühlen. Der demografische Wandel stellt dabei neue Anforderungen an die Stadtgesellschaft: Bereits heute sind rund 18 Prozent der Hamburger Bevölkerung über 65 Jahre alt – Tendenz steigend.

SPD und GRÜNE haben im gemeinsamen Koalitionsvertrag vereinbart, die Bedarfe älterer Menschen in Hamburg verstärkt in den Fokus zu nehmen. Ziel ist es, Senior*innen bis ins hohe Alter ein aktives, selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Mit dem Hamburgischen Seniorenmitwirkungsgesetz wurden die Beteiligungsrechte von Senior*innen gesetzlich verankert. Der Landessenior*innenbeirat sowie die bezirklichen Senior*innenbeiräte tragen dazu bei, die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft auch in politischen Gremien sichtbar zu machen und aktiv mitzugestalten.

Die Angebote der offenen Senior*innentreffs sollen durch eine dauerhafte hauptamtliche Unterstützung gesichert und weiter ausgebaut werden. Ebenso setzen wir uns für die Stärkung der sozialen Infrastruktur durch innovative Wohnformen ein. Das Mieter*innentauschprogramm der SAGA für Senior*innen soll fortgeführt werden. Darüber hinaus streben wir die Einführung einer vergünstigten Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für ältere Menschen an. Beratungs- und Unterstützungsangebote sollen sichtbarer, verständlicher und insbesondere auch im digitalen Raum weiterentwickelt werden. Digitale Schulungs- und Informationsangebote werden wir daher gezielt ausbauen.

Mit dem im Juli 2024 beschlossenen Aktionsplan „Age-friendly City – für ein altersfreundliches Hamburg“ wurde ein behördenübergreifendes Maßnahmenpaket mit insgesamt 105 konkreten Maßnahmen aus den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Teilhabe, Wohnen und soziale Infrastruktur auf den Weg gebracht. Ziel ist es, das Leben in Hamburg für ältere Menschen inklusiver und barriereärmer zu gestalten.

Die Umsetzung des Aktionsplans soll durch ein Monitoring begleitet werden, das Fortschritte dokumentiert, Maßnahmen überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt. Seit Februar 2025 ist Hamburg zudem als erste deutsche Millionenstadt Mitglied im Netzwerk „Age-friendly Cities“ der Weltgesundheitsorganisation. Der internationale Austausch mit 1.700 Partnerstädten weltweit ermöglicht es, bewährte Konzepte aufzugreifen, anzupassen und in Hamburg zu erproben.

 

Zur politischen Begleitung des Aktionsplans wollen wir ein Monitoring einführen und die Ergebnisse sowie den Umsetzungsstand ab 2026 in einem dreijährigen Berichtsturnus veröffentlichen.

 

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. das Monitoring zur Umsetzung des Aktionsplans „Age-friendly City – für ein altersfreundliches Hamburg“ bis spätestens 31.05.2026 aufzubauen und zu implementieren,

2. ab 2026 alle drei Jahre einen Bericht zum Stand der Umsetzung des Aktionsplans sowie zu den im Rahmen des Monitorings gewonnenen Erkenntnissen zu erstellen,

3. den Landessenior*innenbeirat beim Aufbau des Monitorings zu beteiligen,

4. der Bürgerschaft bis zum 31.01.2027 über die Zwischenergebnisse des Monitorings und den Stand der Umsetzung zu berichten.

 

 

 

sowie
  • Mechthild Weber
  • Linus Görg
  • Dr. Gudrun Schittek
  • Filiz Demirel
  • Mareike Engels
  • Lisa Kern
  • Jan Koriath
  • Parica Partoshoar
  • Dr. Selina Storm
  • Kathrin Warnecke (GRÜNE) und Fraktion