zu Drs. 22/17373: Hamburger Senior:innenticket für eine altersfreundliche Mobilität
Dienstag, 14.01.2025
Das Deutschlandticket ist ein großer Erfolg und ein spürbarer Beitrag auf dem Weg zur Mobilität der Zukunft. 800.000 Tickets wurden alleine in Hamburg bereits erworben. Für anfangs 49 Euro, seit 1. Januar 2025 58 Euro im Monat in ganz Deutschland Bus und Bahn fahren zu können ist ein starkes Angebot, von dem alle Altersgruppen profitieren.
Der Senat hat seit der Einführung des Deutschlandtickets etliche Schritte unternommen, um Bevölkerungsgruppen den Zugang zum ÖPNV noch günstiger anzubieten: Das Schüler:innenticket als Deutschlandticket ist seit diesem Schuljahr kostenfrei für alle Hamburger Schulkinder. Für alle Hamburger:innen, auch Senior:innen, die auf Existenzsicherung angewiesen sind, bezuschusst Hamburg den Kauf eines Deutschland-tickets seit Jahresbeginn mit 35,50 Euro, sodass diese Gruppe zu einen reduzierten Monatspreis von 22,50 Euro bundesweit mobil ist. Hamburg steht damit bundesweit an der Spitze, die allermeisten Kommunen gewähren keine solche Zuschüsse und wenn doch, dann nicht in dieser Höhe. Azubis und Studierende fahren in Hamburg ebenfalls zu Sonderkonditionen mit Bus und Bahn. Im Vergleich zum früheren hvv-Seniorenticket, das nur für den hvv-Bereich Hamburg AB im Abo 54 Euro und als Monatskarte 65,80 Euro kostete, ist das monatlich kündbare Deutschlandticket ein großer Gewinn.
Die bisherigen Vergünstigungen schaffen Entlastung für finanziell besonders beanspruchte Menschen und ermöglichen einen breiten Zugang zum ÖPNV. Der nächste Schritt wird nun sein, ein kostengünstigeres Senior:innenticket einzuführen, wie es die jeweiligen Regierungsprogramme von SPD und Grünen zur Bürgerschaftswahl 2025 bereits vorsehen.
Wie zuvor schon die schrittweise Einführung des kostenlosen Schülertickets muss auch die Finanzierung eines schrittweise vergünstigten Seniorentickets solide gesichert sein. Dafür ist es gut, dass sich Bund und Länder – nach langem Ringen mit der CDU/CSU – kurz vor Jahresende darauf geeinigt haben, dass das Deutschlandticket überhaupt weiter finanziert wird. Für darüber hinausgehende Vergünstigungen für Senior:innen seitens der Freien und Hansestadt Hamburg braucht es ein Umsetzungs- und Finanzierungskonzept. Das Umsetzungskonzept sollte dabei beinhalten, wie das Antragsverfahren für das Ticket einfach und digital sowie analog möglich sein wird.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. ein Umsetzungs- und Finanzierungskonzept für die ersten Schritte hin zu einem kostengünstigeren Senior:innenticket zu erarbeiten. Dies sollte ein möglichst einfaches digitales sowie analoges Antragsverfahren beinhalten;
2. der Bürgerschaft das Konzept vorzulegen.
- Julia Barth-Dworzynski
- Ole Thorben Buschhüter (Fachsprecher:in Verkehr)
- Matthias Czech
- Clarissa Herbst
- Martina Koeppen
- Frank Schmitt
sowie
- Eva Botzenhart
- Rosa Domm
- Olaf Duge
- Sonja Lattwesen
- Dominik Lorenzen
- Christa Möller-Metzger
- Zohra Mojadeddi
- Johannes Alexander Müller
- Andrea Nunne
- Lisa Maria Otte
- Ulrike Sparr
- Charlotte Stoffel (GRÜNE) und Fraktion