Umsetzung des Sprachförderkonzeptes in der vorschulischen Bildung sowie in den allgemeinbildenden Schulen

Freitag, 27.11.2009, Drucksache 19/4681

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Groe Anfrage der Abgeordneten Wilfried Buss, Barbara Duden, Britta Ernst, Gerhard Lein, Ties Rabe, Andrea Rugbarth und Fraktion.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Spracherwerb die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch darstellt. Eine möglichst frühzeitige Sprachförderung vermindert daher den Anteil an Risikoschülerinnen und Risikoschülern.
Im Jahr 2004 wurde die Viereinhalbjährigen-Vorstellung eingeführt. Diese frühe Erstvorstellung dient der Überprüfung des geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklungsstandes der Kinder und ihres Sprachstands.
Verfügen die Kinder nicht über ausreichende Sprachkenntnisse, so sind sie seit dem Jahr 2006 verpflichtet, an besonderen Sprachfördermaßnahmen teilzunehmen und seit 2007 ein Jahr vor Schulbeginn eine Vorschulklasse zu besuchen. Der verpflichtende Besuch der Vorschule kann auch durch einen mindestens fünfstündigen Besuch einer Kindertagesstätte abgegolten werden.
Mit dem Konzept „Sprachförderung im vorschulischen Bereich“ wurde zum Schuljahr 2005/2006 ein einheitlicher Rahmen für die Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen und Vorschulen festgelegt. Die Sprachförderung erfolgt in beiden Einrichtungen sowohl integrativ im Rahmen des Alltagsablaufs als auch additiv mit Hilfe einer zusätzlichen Sprachförderung.
Im Schuljahr 2007/2008 wurde bei insgesamt 28,8 Prozent der untersuchten Kinder, für die Angaben zur Familiensprache vorliegen, ein Sprachförderbedarf festgestellt; davon haben 11,5 Prozent einen ausgeprägten Sprachförderbedarf.
Zum Schuljahr 2005/2006 ist das Rahmenkonzept „Sprachförderung in den allgemein bildenden Schulen“ in Kraft getreten. Im Mittelpunkt steht die Durchführung von integrativer Sprachförderung im Rahmen des Regelunterrichts und ergänzenden additiven Sprachfördergruppen auf der Grundlage schulspezifischer Förderkonzepte. Die Umsetzung des Konzeptes wird durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung begleitet und evaluiert.
Im Bildungsbericht Hamburg 2009 der Behörde für Schule und Berufsbildung (www.hamburg.de/bsb-publikationen) wird über die Umsetzung des Sprachförderkonzeptes im vorschulischen sowie in dem allgemeinbildenden Schulen berichtet. Trotz der zum Teil sehr ausführlichen Darstellungen ergeben sich weitere Fragen zur Sprachförderung. So wird berichtet, dass nicht alle Förderstunden bei den Kindern ankommen, dass bereits geförderte Kinder nach einem gewissen Zeitraum nach Abschluss der Förderung erneut gefördert werden müssen und dass Schulen mit einer höheren sozialen Belastung die niedrigsten Erfolgsquoten erzielen. (kursiv: Auszüge aus dem Bildungsbericht S.160 ff)


Daher fragen wir den Senat:
Vorstellung der Viereinhalbjährigen
1. Wie viele Kinder wurden im Zusammenhang mit der Erstvorstellung seit Beginn der Viereinhalbjährigen-Vorstellung untersucht? Bitte nach Schuljahren aufschlüsseln.
2. In welchen Kompetenzbereichen werden die Kinder getestet?
3. Nach welchen Kriterien und Klassifizierungen werden die Leistung bzw. der Förderbedarf der Kinder bewertet?
4. Welche Ergebnisse brachte die Untersuchung des geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklungsstands und des Sprachstands der Kinder seit Beginn der Viereinhalbjährigen-Vorstellung? (Bitte aufschlüsseln nach Schulen, RSK-Region, Schuljahren, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.sowie nach den geltenden Kriterien und Klassifizierungen sowie nach Förderbedarfarten.)
5. Wie viele Kinder fielen seit der Einführung der Viereinhalbjährigen-Vorstellung jeweils in welche Kategorie der Sprachförderung? Bitte aufschlüsseln nach Schulen, RSK-Region, Schuljahren, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.

Sprachförderung in der Vorschule und in der Kita – Additive und integrative Sprachförderung
„Kinder, bei denen im Rahmen des Vorstellungsverfahrens für Viereinhalbjährige ein ausgeprägter Sprachförderbedarf festgestellt wurde, erhalten ein Jahr vor Beginn der Schulzeit eine verbindliche und gezielte additive Sprachförderung. Beim Eintritt in die Kita oder Vorschule wird erneut ein anerkanntes Verfahren zur Sprachstandsdiagnostik durchgeführt. Die Ergebnisse aus dieser Untersuchung werden in einem Diagnosebogen dokumentiert und dienen als Ausgangspunkt für die Förderplanung.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
6. Welche Ka Hamburg 2009tegorien gibt es beim Sprachförderbedarf? Worin unterscheiden sie sich? Worin bestehen die unterschiedlichen Fördermaßnahmen?
7. Wie sieht die additive Sprachförderung aus? Welche Inhalte umfasst sie und welche Methoden werden eingesetzt?
8. Gibt es Unterschiede in der Sprachförderung in Vorschulen und Kitas? Wenn ja, welche und wie sind sie begründet?
9. Wie sieht eine Förderplanung aus? Ist sie für jedes Kind individuell abgestimmt? Welche Inhalte, Ziele etc. umfasst sie?
„Die additive Sprachförderung umfasst meist vier Wochenstunden und findet in der Regel nachmittags in einer Vorschule oder in einer Kindertagesstätte statt. In den Lerngruppen sollen acht bis höchstens zwölf Kinder gefördert werden.
Die Förderung wird von Lehrkräften der Schule oder von Sozialpädagoginnen durchgeführt.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
10. Wie hat sich seit Einführung der Viereinhalbjährigen-Vorstellung die Gruppenfrequenz an Schulen und Kindertagesstätten bei der additiven Sprachförderung entwickelt?
11. An welchen Schulen und Kindertagesstätten findet im Schuljahr 2009/2010 die additive Sprachförderung statt? Wie groß sind jeweils die Gruppen?
12. Nach welchen Kriterien werden die Schulen und Kindertagesstätten für die additive Sprachförderung ausgesucht?
13. Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob eine Lehrkraft oder eine Sozialpädagogin die Gruppe unterrichtet?
14. Welche Fortbildungsmaßnahmen werden für Lehrkräfte, Sozialpädagogen sowie Erzieherinnen, die additive Sprachförderung durchführen, angeboten?
15. Wie viele haben Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Erzieherinnen haben seit Einführung des neuen Sprachkonzepts daran teilgenommen?
16. Gibt es Ausnahmen von der Regel, dass die Sprachförderung vier Wochenstunden umfasst und nachmittags stattfindet? Wenn ja, welche und wie viele Kinder sind betroffen?
17. Wie viele Kinder wurden seit der Einführung der Viereinhalbjährigen-Vorstellung additiv gefördert? Bitte aufschlüsseln nach Kitas, Vorschulen, RSK-Region, Schuljahren, Schulstufen, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.
„Sofern zwar ein Förderbedarf, jedoch kein ausgeprägter, diagnostiziert wurde, erfolgt die Sprachförderung integrativ. Die betroffenen Kinder durchlaufen – anders als Kinder mit ausgeprägtem Sprachförderbedarf – beim Eintritt in die Kindertagesstätte oder Vorschule auch kein erneutes Diagnoseverfahren.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
18. Wie sieht die integrative Sprachförderung aus? Welche Inhalte umfasst sie, welche Methoden werden eingesetzt?
19. Wie viele Unterrichtsstunden umfasst die integrative Sprachförderung pro Kind? (Bitte für die einzelnen Schuljahre seit Beginn der Viereinhalbjährigen-Vorstellung angeben.)
20. Wie viele Kinder wurden seit der Einführung der Viereinhalbjährigen-Vorstellung integrativ gefördert? (Bitte aufschlüsseln nach Kitas, Vorschulen, RSK-Region, Schuljahren, Schulstufen, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.)

Sprachförderung an der Primar- und Sekundarstufe I
„Unabhängig vom Vorstellungsverfahren für Viereinhalbjährige wird nach dem Hamburger Sprachförderkonzept auch unterjährig bei sprachlich auffälligen Kindern aller Jahrgangsstufen an Vorschulen und Schulformen der Primar- und Sekundarstufe I eine Sprachstandsdiagnostik mit einem anerkannten Diagnoseverfahren durchgeführt. Auf Grundlage der Diagnose wird ein individueller Förderplan erstellt. Kinder mit einem ausgeprägten Sprachförderbedarf werden additiv, also zusätzlich zum normalen Unterricht, gefördert. Die Förderung wird dokumentiert. Sofern es sich nicht um einen ausgeprägten Sprachförderbedarf handelt, erfolgt die Förderung integrativ.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)

21. Bei wie vielen sprachlich auffälligen Kindern aller Jahrgangsstufen wurde unterjährig eine Sprachstandsdiagnostik an welchen Schulen mit welchem Ergebnis durchgeführt?
22. Wie sieht die additive Sprachförderung in der Primar- und Sekundarstufe jeweils aus? Wie viele Förderstunden erhalten die Kinder pro Woche?
23. An welchen Schulen findet in der Primar- und Sekundarstufe 2009/2010 die additive Sprachförderung statt? Wie groß sind jeweils die Gruppen?
24. Wie hat sich die Gruppenfrequenz bei der additiven Sprachförderung in der Primar- und Sekundarstufe seit Einführung des neuen Sprachförderkonzepts entwickelt?
25. Wie sieht die integrative Sprachförderung in der Primar- und Sekundarstufe jeweils aus? Wie viele Förderstunden erhalten die Kinder pro Woche?
26. Wie viele Kinder wurden in der Primar- und Sekundarstufe I seit der Einführung des neuen Sprachkonzepts pro Jahr additiv gefördert? (Bitte aufschlüsseln nach Schulen, RSK-Region, Schuljahren, Schulstufen, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.)
27. Wie viele Kinder wurden in der Primar- und Sekundarstufe I seit der Einführung des neuen Sprachkonzepts pro Jahr integrativ gefördert? (Bitte aufschlüsseln nach Schulen, RSK-Region, Schuljahren, Schulstufen, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.)

Lehrerstellen
„Für die Durchführung der Sprachförderung stehen den Hamburger Schulen insgesamt 400 Lehrerstellen zur Verfügung. Sie werden auf die staatlichen allgemeinen Schulen nach dem pauschalen Bedarf aufgeteilt, der sich nach Schülerzahl und Sozialindex berechnen lässt. Zusätzlich stehen für die Sprachförderung an staatlichen Sonderschulen weitere 45 Stellen zur Verfügung. Mit diesen wird berücksichtigt, dass zweisprachige oder nicht deutschsprachige Kinder an Sonderschulen, die einen ausgeprägten Sprachförderbedarf haben, einer ganz besonderen Förderung bedürfen.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
28. Wie viele Lehrerstellen standen den Schulen seit 2004 den Hamburger Schulen zur Durchführung der Sprachförderung zur Verfügung? (Bitte aufschlüsseln nach Jahren, staatlich allgemeinen Schulen und Sonderschulen.)
29. Wie sind die 400 Lehrerstellen für die allgemeinen Schulen und die 45 Stellen für die Sonderschulen auf die einzelnen Schulen aufgeteilt?
30. Wie viele Lehrerstellen wurden seit 2004 für die additive Sprachförderung sowohl in der Vorschule, Primarstufe und Sekundarstufe I eingesetzt? (Bitte aufschlüsseln nach den einzelnen Schuljahren. Bitte die Lehrerstellen als auch die Vollzeitäquivalente angeben.)
31. Wie viele Lehrerstellen wurden seit 2004 für die integrative Sprachförderung sowohl in der Vorschule, Primarstufe und Sekundarstufe I eingesetzt? (Bitte aufschlüsseln nach den einzelnen Schuljahren. Bitte die Lehrerstellen als auch die Vollzeitäquivalente angeben.)

Förderstunden
„Über alle Schulstufen hinweg stehen den einzelnen Schulen durchschnittlich 1.136 Förderstunden pro Jahr zur Verfügung. Der bei weitem größte Teil der Ressourcen wird für die additive Sprachförderung eingesetzt, ein kleiner Teil für integrative Fördermaßnahmen. Die durchschnittliche Gesamtförderdauer pro Schuljahr und pro Schülerin bzw. Schüler liegt rein rechnerisch bei knapp 46 Schulstunden von jeweils 45 Minuten Länge. Für das Schuljahr 2007/08 zeigt sich, dass die Anzahl der Förderstunden, die laut den Angaben der Schulleitungen im Bilanzierungsbogen nicht zweckentsprechend eingesetzt wurden, bei durchschnittlich 76,2 Stunden pro Schuljahr und Schule lag und damit im Vergleich zum Vorjahr (111,6 Stunden) um 3,3 Prozent gesunken ist.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
32. Wie viele Förderstunden standen seit Einführung des neuen Sprachkonzepts zur Verfügung? Bitte aufschlüsseln nach Schuljahren, nach Schulen, pro Kind, nach der additiven und integrativen Sprachförderung.
33. Wie verteilen sich die Förderstunden auf die einzelnen Klassenstufen der unterschiedlichen Schulformen?
34. Wie kann es sein, dass Förderstunden für Sprachförderung zweckentfremdet eingesetzt werden?
35. Für welche anderen Zwecke werden die Förderstunden eingesetzt?
36. Hat nicht jedes Kind mit ausgeprägtem Sprachförderbedarf ein Anrecht auf Förderstunden? Wie werden die Schulen diesem gerecht, wenn sie die Förderstunden zweckentfremden?
37. Wie erfährt die Schulbehörde davon, dass an Schulen Förderstunden zweckentfremdet werden?
38. Wie wirkt die Schulbehörde darauf hin, dass die Förderstunden nicht zweckentfremdet werden? Wie reagiert die Schulbehörde, wenn sie von der Zweckentfremdung erfährt?

Umsetzung der Fördermaßnahmen
„Die konzeptionellen Ziele der additiven Sprachförderung (vor allem qualifizierte Diagnose, Förderplanung, Sicherung der Kontinuität und Kontrolle des Lernerfolgs) wurden in den meisten Schulen weitgehend umgesetzt. Allerdings führen erst sechs Prozent der Schulen bei zweisprachigen Schülern die Diagnose in der fremden Herkunftssprache aus. Die Durchführung der integrativen Förderung stößt noch immer auf größere Schwierigkeiten. Nur etwa die Hälfte der Schulen realisieren nach der Einschätzung der Sprachlernkoordinatoren die meisten Aspekte eines integrativen Förderkonzepts auf angemessene Weise.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
39. Woran liegt es, dass nur 6 Prozent der Schulen bei zweisprachigen Schülerinnen und Schüler die Diagnose in der fremden Herkunftssprache ausführen?
40. Wie kann dieses Ergebnis verbessert werden?
41. Was sind die Aspekte des integrativen Förderkonzeptes?
42. Auf welche Schwierigkeiten stößt die integrative Förderung?
43. Welche Maßnahmen ergreift die Schulbehörde, um diese Schwierigkeiten zu beseitigen?

Ergebnisse der additiven Sprachförderung
„Vergleicht man am Beginn der ersten Klasse die Sprachleistungen der Kinder, die vor der Schule eine gezielte Sprachförderung erhalten hatten, mit den Sprachleistungen der übrigen Kinder, die eineinhalb Jahre zuvor ebenfalls einen ausgeprägten Sprachförderbedarf aufgewiesen, jedoch keine Sprachförderung erhalten hatten, so ergeben sich leichte Vorteile der geförderten Kinder. Sie wiesen in den Bereichen „allgemeines Sprachverständnis“ und „phonologische Bewusstheit“ ein höheres Kompetenzniveau auf als die Kinder, von denen über eine vorschulische Förderung nichts bekannt ist. Dieser Befund spricht für die Wirksamkeit der vorschulischen Sprachförderung im Hinblick auf relevante Sprachkompetenzen zu Beginn der Schule.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
44. Warum ergeben sich nur „leichte“ Vorteile der geförderten gegenüber den nicht geförderten Kindern?
45. Kann dieses Ergebnis im Rahmen der bestehenden Förderung verbessert werden? Wenn ja, wie?
46. Welche realistischen Ergebnisse können erzielt werden?

Drehtüreffekt
„Der Anteil der additiv geförderten Schülerinnen und Schüler, die bei der Nachtestung nicht mehr additiv förderbedürftig waren, betrug im Schuljahr 2007/08 insgesamt 37,9 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr (35,5 Prozent) leicht gestiegen.
Gegenüber dem Vorjahr ist allerdings auch der Anteil der Schülerinnen und Schüler deutlich gestiegen, die neu in die additive Förderung aufgenommen wurden, nachdem sie im Jahr zuvor nicht additiv förderbedürftig waren. Ein Teil dieser Personen war zuvor schon einmal additiv gefördert und dann nach einem Anstieg der Leistungen aus der Förderung entlassen worden. Dies weist auf einen sog. „Drehtüreffekt“ in der Förderung hin, der eine reale Gefahr für die Effektivität der Förderung darstellt.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)

47. Wie viele Kinder sind seit Einführung des Sprachkonzepts von dem sog. Drehtüreffekt betroffen? (Bitte aufschlüsseln nach Schulen, RSK-Region, Schuljahren, Migrationshintergrund, nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht.)
48 Wie ist dieser Drehtüreffekt zu erklären?
49. Wie kann er verhindert werden? Was wurde ggf. bzw. wird künftig – bzgl. Ressourcen oder Steuerung – unternommen, um diesen Drehtüreffekt zu verhinder?
„Im Rahmen des Systemmonitorings konnte gezeigt werden, dass Schulen mit niedriger Erfolgsquote bei der additiven Förderung eine deutlich höhere sozioökonomische Belastung aufweisen als Schulen mit höherer Erfolgsquote. Dies zeigt sich unter anderem in der Gesamtzahl der additiv zu fördernden Schülerinnen und Schüler sowie im durchschnittlich niedrigeren Sozialindex. Von den Schulen mit Sozialindex 1 bis 2 gehören wesentlich mehr zu den Schulen mit niedriger Erfolgsquote (76,7 Prozent) (Abb. C4-II.2-2).
Schulen mit höherer Erfolgsquote setzen im Rahmen ihrer insgesamt günstigeren Umfeldbedingungen das Sprachförderkonzept konsequenter um. Dies betrifft u. a. die Elternberatung, die Sicherung der Kontinuität der Förderung, die Koordination zwischen additiver und integrativer Förderung und die Einbeziehung der Schulleitung.“ (Bildungsbericht Hamburg 2009)
50. Welche Ursachen sieht die Schulbehörde für den Befund, dass trotz Unterstützungsmaßnahmen für die Kess 1 und 2 Schulen, die Schulen mit höherer sozioökonomischer Belastung eine niedrigere Erfolgsquote aufweisen?
51. Sind die bisherigen Unterstützungsmaßnahmen nicht ausreichend, in KESS 1 und 2 Schulen den Sprachunterricht erfolgreich durchzuführen?
52. Welche weiteren Maßnahmen hinsichtlich Ressourcen und Steuerung plant bzw. hat die Schulbehörde bereits eingeleitet, damit sich das oben beschriebene Ergebnis verbessert?

Bewertung und Ausblick
53. Welche Bilanz zieht die Behörde nach den bisherigen Erfahrungen mit der Sprachförderung?
54. Gibt es Pläne, die Sprachförderung zu ändern? Wenn ja, welch Veränderungen sind geplant? Wann sollen diese Pläne umgesetzt werden?


Ansprechpartner

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