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Transformationsprozess der Hamburger Wirtschaft

Dienstag, 19.08.2025

Die Freie und Hansestadt Hamburg steht vor der Aufgabe, ihre Entwicklung als lebenswerte, wirtschaftlich starke und sozial ausgewogene Metropole mit dem Ziel der Klimaneutralität zu verbinden. Bis spätestens 2045 soll die Stadt ihren Beitrag zur Eindämmung der Klimakrise leisten – durch Transformationsprozesse in Energieerzeugung, Mobilität, Stadtstruktur und Industrieproduktion. Bereits heute ist erkennbar, dass Hamburg diesen Weg konsequent verfolgt. Die Umstellung zentraler Kraftwerksstandorte auf klimafreundliche Technologien ist eingeleitet und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs erreicht ein bislang nicht gekanntes Niveau. Gleichzeitig wird gemeinsam mit den großen Industrieunternehmen daran gearbeitet, Emissionen drastisch zu reduzieren – durch den Einsatz erneuerbarer Energien und Wasserstoff, durch technologische Modernisierung sowie die Entwicklung neuer, emissionsfreier Produktionsverfahren. Dabei kommt dem Handwerk

mit der entsprechenden Fachkräfteausbildung in Klimaberufen im Transformationsprozess der Wirtschaft eine bedeutende Rolle zu. Die vielzähligen Maßnahmen sind eingebettet in eine langfristige Strategie, die Klimaschutz

mit wirtschaftlicher Innovationskraft und sozialer Verantwortung verbindet.

Wir fragen den Senat:

Transformation im Hamburger Hafen

1. Welche konkreten Projekte und Initiativen wurden im Hamburger Hafen bereits erfolgreich umgesetzt, um die Energieeffizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren?

2. Wie wird die Nutzung erneuerbarer Energien im Hafen gefördert und welche Fortschritte wurden dabei erzielt?

3. Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der nachhaltigen Transformation des Hafens und welche positiven Effekte sind bereits sichtbar?

4. Welche Fortschritte gibt es bei der Umstellung auf alternative Kraftstoffe und Antriebe im Hafenverkehr und bei der Hafenlogistik? Welche Maßnahmen wurden bereits erfolgreich umgesetzt?

5. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Landstromversorgung für Schiffe im Hamburger Hafen auszubauen? Wie sind diese Maßnahmen im Vergleich zum europäischen Umfeld zu bewerten?

6. Wie unterstützt der Senat die Unternehmen und Betriebe im Hafen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Investitionen in grüne Technologien?

7. Welche positiven Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens werden durch die nachhaltige Transformation erwartet?

 

Transformation in der Hamburger Industrie

8. Welche erfolgreichen Beispiele gibt es in der Hamburger Industrie für die Umstellung auf klimaneutrale Produktionsprozesse?

9. Wie wird die Nutzung und Entwicklung von Wasserstofftechnologien sowie erneuerbarer Energien in der Hamburger Industrie gefördert und welche Meilensteine wurden erreicht? Wie ist der Fortschritt der Wasserstoffplanungen im Vergleich zu anderen Industrieregionen Deutschlands einzuordnen?

10. Welche Rolle spielt das Cluster Erneuerbare Energien bei der Skalierung von erneuerbaren Energien in der Industrie?

11. Welche Programme und Förderinstrumente stehen Unternehmen und auch kleinen und mittelständischen Unternehmen in Hamburg zur Verfügung, um in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren?

12. Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Forschung und Industrie in Hamburg gestärkt, um innovative Lösungen für die Transformation zu entwickeln?

13. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Fachkräfte für die grüne Transformation in der Industrie auszubilden und zu sichern?

14. Wie unterstützt der Senat den Abbau von bürokratischen Hürden, um Investitionen in nachhaltige Industrieprojekte zu beschleunigen?

15. Welche positiven Effekte auf die Attraktivität des Industriestandorts Hamburg werden durch die Transformation erwartet?

 

Handwerk und Klimaberufe

16. Welche Berufe rechnen Stadt und die Handwerkskammer den Klimaberufen im Handwerk zu? Welche Energiewende-relevanten Berufe außerhalb des Handwerks lassen sich noch zu den Klimaberufen zählen?

17. Wie soll unter Berücksichtigung der Fachkräftestrategie des Senats mittel- und langfristig sichergestellt werden, dass entlang der Wertschöpfungsketten in den Branchen Solar, Wind und Wasserstoff ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen?

18. Wie haben sich die Branchen der Klimaberufe in den letzten zehn Jahren entwickelt? Wie viele der Betriebe dieser Branchen stehen in den nächsten Jahren vor der Übergabe?

19. Wie hat sich die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen in den wichtigsten Klimaberufen entwickelt? Wie hat sich die Zahl der neuen Berufsausbildungsverträge in den letzten zehn Jahren pro Jahr entwickelt? Wie viele der angebotenen Ausbildungsstellen waren nach Ausbildungsstart in den letzten zehn Jahren pro Jahr noch offen?

20. Was tun Senat und die Wirtschaftsvertretungen derzeit, um (junge) Menschen für eine Ausbildung oder einen Job in Klimaberufen zu gewinnen?

Welche Aktionen wären aus Sicht der Wirtschaftsvertretungen notwendig, um noch mehr junge Menschen für eine Ausbildung oder eine Beschäftigung in Klimaberufen zu begeistern und möglichst alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen?

21. Wie viele Hamburger Unternehmen wurden im Rahmen der UmweltPartnerschaft in den letzten fünf Jahren beraten? Wie hat sich die Zahl der von der UmweltPartnerschaft erfassten freiwilligen Umweltleistungen von UmweltPartnern in den letzten fünf Jahren entwickelt?

22. Runder Tisch für Fachkräftesicherung in Bau- und Ausbaugewerken: Welche Maßnahmen wurden erfolgreich seit 2021 umgesetzt und welche Anregungen gibt es aus Sicht der beteiligten Institutionen aufgrund dieser Erfahrungen? Wie soll der Runde Tisch weitergeführt werden?

 

Kommunale Unternehmen (Hamburger Energienetze GmbH und Hamburger Energiewerke GmbH)

23. Welche Bedeutung hatte die Rekommunalisierung der Strom-, Gas- und Fernwärmenetze für die energiepolitische Steuerungsfähigkeit der Stadt Hamburg? Inwiefern hat sie dazu beigetragen, die Transformation der Energieversorgung strategisch zu gestalten?

24. Wie bewertet der Senat die Wirksamkeit der kommunalen Steuerung durch die Hamburger Energienetze GmbH (HNE) und Hamburger Energiewerke GmbH (HEnW) mit Blick auf Versorgungssicherheit, Innovationsförderung und Klimaschutz seit der Rekommunalisierung?

25. Welche Beiträge leisten die HNE und die HEnW zur Umsetzung der Hamburger Energie- und Wärmewende – insbesondere im Hafen und in der Industrie?

 

Rolle des Sondervermögens Infrastruktur des Bundes

26. Welche Rolle spielt das neue Sondervermögen Infrastruktur des Bundes für den beschleunigten Ausbau der Energie- und Wärmenetze in Hamburg, und wie plant die Stadt, diese Mittel strategisch zu nutzen?

sowie
  • Eva Botzenhart
  • Leon Dewan Alam
  • Miriam Block
  • Rosa Domm
  • Simone Dorina
  • Dominik Lorenzen
  • Melanie Nerlich
  • Lisa Maria Otte (GRÜNE) und Fraktion