Ausfälle und Verspätungen auf der Harburger S-Bahn (Hauptbahnhof – Harburg / Linien S3/S31)

Donnerstag, 29.10.2020, Drucksache 22/1972

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Weinreich

Jeden Tag nutzen Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger den Öffentlichen Personennahverkehr des Hamburger Verkehrsverbundes: 2,6 Millionen Menschen sind an Werktagen täglich mit U-Bahn, S-Bahn oder Bussen unterwegs, um beispielsweise zur Arbeit, zum Einkauf oder zur Familie zu gelangen. Durch Ausfälle und Verspätungen entstehen den Betroffenen hohe Kosten und Schäden, die Bürgerinnen und Bürger sind verärgert über die öffentliche Hand und die Attraktivität des ÖPNV nimmt ab. Diesbezüglich ist besonders darauf hinzuweisen, dass sozial weniger privilegierte Bürgerinnen und Bürger, ältere und kranke Hamburgerinnen und Hamburger, Einwohnerinnen und Einwohner der Randbezirke Hamburgs, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende in einem besonderen Maße auf einen gut funktionierenden und ordentlich ausgebauten ÖPNV angewiesen sind.
Im gesamten Netz des Hamburger Verkehrsverbundes kommt es äußerst häufig zu Verspätungen und Ausfällen und der HVV verfehlt seit langer Zeit ihre Pünktlichkeitsziele. Insbesondere die S-Bahn schneidet unter den verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht ab. Ein funktionaler ÖPNV ist nicht nur aufgrund der Notwendigkeit wichtig, angesprochene Bevölkerungsteile in verstärkten Umfang unterstützen zu können. Auch im Hinblick auf die bevorstehenden ökologischen Herausforderungen ist ein gut funktionierender ÖPNV unabdingbar. Häufen sich derartige Vorkommnisse zu sehr, ist es gut denkbar, dass die Bürgerinnen und Bürger vermehrt auf private Verkehrsmittel zurückgreifen und die öffentlichen Verkehrsmittel durch private Verkehrsmittel substituieren, was die eh schon hohe Belastung der Straßeninfrastruktur zusätzlich unter Druck bringt.

Frage 1: Welche Werte formulierte der HVV für das Pünktlichkeitsziel in den Jahren 2019 und 2020? Inwiefern wurden diese Grenzwerte eingehalten?
Frage 2: Wie viele Zugverspätungen gab es im Jahr 2019 und in den abgelaufenen Monaten des Jahres 2020 im HVV-Verkehrsbereich? Was waren die genauen Ursachen? Um welche Verkehrslinien und Transportmittel handelte es sich jeweils?
Frage 3: Wie viele Zugausfälle gab es im Jahr 2019 und in den abgelaufenen Monaten des Jahres 2020 im HVV-Verkehrsbereich? Was waren die genauen Ursachen? Um welche Verkehrslinien und Transportmittel handelte es sich jeweils?
Frage 4: Welche Maßnahmen werden seitens der Verkehrsunternehmen, die den Schienennahverkehr in Hamburg betreiben, unternommen, um Zugverspätungen, -unterbrechungen und -ausfälle zu reduzieren? Ist die Strategie erfolgsversprechend?
Frage 5: Im Januar 2020 kam es auf der S3 und S31 zu insgesamt 214 Gesamtausfällen an Zugfahrten (1,6 % der gesamten Zugfahrten). Nur 90 % aller Zugfahrten im Januar 2020 waren pünktlich. Insgesamt musste zweimal ein Busnotverkehr organisiert und eingerichtet werden. Wie viele Zugausfälle, Zugunterbrechungen und Zugverspätungen ergaben sich seit Januar 2020 für die S31 und S3? Was waren die genauen Ursachen hierfür? Wie häufig musste ein Schienenersatzverkehr organisiert werden? Bitte geben Sie auch die zeitliche Verteilung an.
Frage 6: Sind Modernisierungsleistungen der Stellwerkstechnik entlang der Harburger S-Bahn (Hbf - Harburg / Linien S3/S31) geplant? Für welchen Zeitraum sind diese geplant? Um welche Modernisierungsleistungen handelt es sich?
Frage 7: Welche Modernisierungs- bzw. Digitalisierungsmaßnahmen sind, darüber hinaus auf der Harburger S-Bahn (Hbf - Harburg / Linien S3/S31) geplant? Für welchen Zeitraum sind diese vorgesehen?

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