Ioki in Lurup und Osdorf

Freitag, 20.07.2018, Drucksache 21/13818

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Dorothee Martin, Frank Schmitt

Im Fortschrittsbericht der ITS-Strategie (Intelligente Transportsysteme, Drs. 21/13503) wird unter anderem angekündigt, dass ab 2018 digital buchbare „On-Demand-Shuttles“ nach dem „Ridesharing“-Prinzip „Ioki“ geplant sind. Wie der öffentlichen Berichterstattung zu entnehmen ist, sollen die Dienste der Bahntochter „Ioki“ gemeinsam mit dem städtischen Busunternehmen VHH (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein) in Lurup und Osdorf getestet werden.
Ein solches Angebot kann aus Sicht der Fragesteller als eine sinnvolle Ergänzung des ÖPNV und eine Alternative zum eigenen Auto gesehen werden. Erfreulich ist aus Sicht der Fragesteller, dass für einen Testbetrieb die Stadtteile Lurup und Osdorf ausgewählt wurden, die bislang noch über keine direkte Schienenanbindung verfügen. Mit solch einer neuen Form der Mobilität können Fahrten entlang einer optimierten Route gebündelt werden und Fahrgäste quasi von der Haustür bis zur nächsten Schnellbahnhaltestelle befördert werden. Damit kann die Zeit bis zu einer Realisierung einer Schienenanbindung der oben genannten Stadtteile unter Umständen sinnvoll überbrückt und das bestehende ÖPNV-Angebot sinnvoll ergänzt werden.

Daher fragen wir den Senat:
1. Wie ist die genaue Projektbeschreibung und wie stellt sich das Projekt im Kern dar? Welche Projektziele werden mit der Testphase konkret verfolgt? Was ist der geplante Zeitraum und wie stellt sich der konkrete Zeitplan der Testphase dar? Was konkret sind die in der Testphase zur Verfügung stehenden Mittel (Geld, Geräte, Software, Personal)? Wie wird der Testbetrieb finanziert? Aus welchen Mitteln in jeweils welcher Höhe?
2. Wie viele und welche Fahrzeuge sind zunächst an welchen Tagen und zu welchen Zeiten im Einsatz? Wie sind jeweils die Beförderungskapazitäten der einzelnen Fahrzeuge?
3. Welcher Personenkreis erprobt das Angebot in der Testphase? Wie wurde beziehungsweise wird dieser Personenkreis ausgewählt? Ab wann soll das Angebot der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen?
4. Wie ist Ioki in den ÖPNV integriert?
5. Sind die „optimierten Routen“ statisch festgelegt oder werden diese dynamisch anhand der tatsächlich gebündelten Nachfrage generiert? Ggf. welche Fahrstrecken sind definiert, auf denen Fahrgäste gebündelt befördert werden?
6. Ist ein Zu- und Ausstieg ausschließlich an den markierten Haltepunkten möglich? Welche Haltepunkte sind derzeit konkret definiert?
7. Wie stellen sich die genehmigungsrechtlichen Erfordernisse bei der Einführung von Ioki dar?
8. Wie stellt sich die Preisgestaltung für die Nutzerinnen und Nutzer dieses Mobilitätsangebotes dar?
9. Ist es zutreffend, dass die Fahrgäste Ioki ausschließlich per App nutzen und bezahlen können? Sind auch telefonische Buchungen und Barzahlung möglich?
10. Besteht für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste die Möglichkeit zur Nutzung dieses Angebotes?

Ansprechpartner

Dorothee Martin

  • Verkehr
  • Mittelstand, Tourismus, Metropolregion

Frank Schmitt

Referent/in

Stefan Karrasch

Themen

Antwort des Senats

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