Projekt „Digitale S-Bahn Hamburg“

Donnerstag, 23.09.2021, Drucksache 22/5843

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage des Abgeordneten Ole Thorben Buschhüter

Einleitung für die Fragen:
Die fortschreitende Digitalisierung ist auch im Verkehr und speziell im Schienenverkehr ein Thema, dem immer mehr Bedeutung zukommt. In Hamburg wird dies konkret sichtbar bei dem geplanten automatisierten Betrieb der neuen U-Bahn-Linie U 5, dem Ausbau von intelligenten Ampelschaltungen, der Vernetzungen von Verkehrssystemen und Carsharing, den Fortschritten im Bereich automatisiertes Fahren und bei der Etablierung von digital nutzbaren und vernetzten On-Demand-Systemen im HVV.
Auch bei der S-Bahn Hamburg ist die Digitalisierung der Infrastruktur und der eingesetzten Fahrzeuge ein prioritäres Vorhaben, um die Leistungsfähigkeit des S-Bahn-Netzes zu steigern und die Störanfälligkeit zu verringern (Projekt „Digitale S-Bahn Hamburg“). Der Bund und die Freie und Hansestadt Hamburg beteiligen sich mit einer Anschubfinanzierung finanziell an diesem Projekt. So wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass in Hamburg im Oktober 2021 erstmals in Deutschland mit der Strecke zwischen Berliner Tor und Bergedorf/Aumühle eine Pilotstrecke für den hochautomatisierten S-Bahn-Betrieb in Betrieb genommen wird.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:
Frage 1: Welche Maßnahmen sind im Rahmen des Projekts „Digitale S-Bahn Hamburg“ bislang umgesetzt und noch geplant? Bitte die Planungs- und Umsetzungsschritte nach Kalenderjahren aufschlüsseln.
Frage 2: Welche Effekte verspricht sich die S-Bahn Hamburg von der „Digitalen S-Bahn Hamburg“ für den Betrieb und für die Fahrgäste?
Frage 3: In welchem Umfang beteiligen sich der Bund und die Freie und Hansestadt Hamburg an der Anschubfinanzierung für die Digitalisierung der S-Bahn Hamburg?
Frage 4: Wie und in welchen Schritten soll es mit dem Projekt „Digitale S-Bahn Hamburg“ über die Pilotstrecke Berliner Tor – Bergedorf/Aumühle hinaus weitergehen?
Frage 5: Welche Schritte sind diesbezüglich bereits ergriffen worden, welche stehen noch aus?
Frage 6: Wie weit sind die Planungen für den Ersatz der Relaisstellwerke Altona und Hamburg Hbf (beide S-Bahn) gediehen (vgl. Drs. 19/18369, Antwort auf Frage 6.)?
Frage 7: Wie weit ist die flächendeckende Einführung von ETCS im Bestandsnetz der Hamburger S-Bahn gediehen und darauf aufbauend die Anpassung der Zugsicherung der S-Bahn-Fahrzeuge auf das System ETCS?
Frage 8: Auf welchen Betrag werden die Kosten für die Digitalisierung des kompletten Bestandsnetzes und aller Fahrzeuge der S-Bahn Hamburg geschätzt? Wie ist die weitere Finanzierung der Digitalisierung bei der S-Bahn Hamburg geplant?
Frage 9: Welche Schritte sind notwendig, um die seit kurzem im Bau befindliche neue S-Bahn-Strecke von Hasselbrook nach Ahrensburg-Gartenholz („S4“) zur geplanten Gesamt-Inbetriebnahme im Jahre 2029 mit ETCS auszurüsten? Welche Vorleistungen diesbezüglich wurden bereits ergriffen?

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