Unfall- und Gefahrenlage in der Leuschnerstraße, 21031 Hamburg

Donnerstag, 18.11.2021, Drucksache 22/6468

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage des Abgeordneten Ali Simsek

Einleitung für die Fragen:
Anwohner:innen der Leuschnerstraße in Hamburg-Bergedorf (Lohbrügge) berichten über eine starke Unfallgefahr auf einem Teilstück der Leuschnerstraße zwischen der unübersichtlichen Abzweigung Sanmannreihe/Leuschnerstraße und der Einmündung Lohbrügger Weg. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass hier eine für diesen Straßenabschnitt der Leuschnerstraße verhältnismäßig hohe Fahrzeuggeschwindigkeit von bis zu 50 km/h möglich ist und der Bereich für die Verkehrsteilnehmenden sehr unübersichtlich ist.
Nach Anwohner:innenaussagen soll es in diesem Straßenabschnitt der Leuschnerstraße zu zwei Unfällen gekommen sein. Während der Hauptverkehrszeiten morgens und abends wird das Teilstück der Leuschnerstraße von vielen Verkehrsteilnehmenden wie Fußgänger:innen, Radfahrenden, E-Scooter-Nutzenden, ÖPNV-Bussen und Kraftfahrzeugen frequentiert. Eine Tempobegrenzung auf 30 km/h in diesem Streckenbereich könnte zu einer erheblichen Reduzierung der Gefahrenlage führen und die Sicherheit aller beteiligten Verkehrsteilnehmenden erhöhen. Die Koalitionsparteien in der Bezirksversammlung Bergedorf haben hierzu einen Antrag (21-0817/Tempo-30 Leuschnerstra-ße) zur Einführung einer Tempo-30-Strecke gestellt.
Am 13. Oktober 2021 gab es von Seiten des Bezirksamts einen Ortstermin in der Leuschnerstraße zur Begutachtung der beschriebenen Gefahrenlage. Nach der Begehung waren sich alle Anwesenden einig, dass es sich bei dem Teilstück der Leuschnerstraße zwischen der Abzweigung Einmündung Sanmannreihe, Leuschnerstraße und der Abzweigung Lohbrügger Weg um einen erhöhten Gefahrenbereich für alle Verkehrsteilnehmer handelt.
In diesem Zusammenhang frage ich den Senat:
Frage 1: Wie viele Verkehrsunfälle – gegliedert nach Unfällen mit Sachschäden, mit Leichtverletzten und mit Schwerverletzten – hat es in den Jahren 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 in der Strecke/Teilstück der Leuschnerstraße zwischen der Einmündung Sanmannreihe bis zur Abzweigung Lohbrügger Weg gegeben?
Frage 2: Wie hoch waren in diesem Zusammenhang die volkswirtschaftlichen Unfallkosten in den jeweiligen Jahren unter Zugrundelegung der Kostensätze des Verbandes der Sachversicherer (herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen)?
Frage 3: Welche Unfallursachen sind in diesem Teilstück jeweils in wie vielen Fällen anzuführen und inwieweit waren Fußgänger:innen beteiligt?
Frage 4: Wie viele Verkehrsunfälle – gegliedert nach Unfällen mit Sachschäden, mit Leichtverletzten und mit Schwerverletzten – haben sich in den Jahren 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 in der Einmündung Bornmühlenweg ereignet und wie viele Unfälle in der Abzweigung Lohbrügger Weg und was waren die Gründe?
Frage 5: Wie hoch waren in diesem Zusammenhang die volkswirtschaftlichen Unfallkosten in den jeweiligen Jahren unter Zugrundelegung der Kostensätze des Verbandes der Sachversicherer (herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen)?
Frage 6: Wie hoch ist die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke an Werktagen (DTVw) und der Schwerlastanteil in der Leuschnerstraße und wie beurteilt die zuständige Behörde dieses Verkehrsaufkommen im Vergleich zu anderen vergleichbaren Bezirksstraßen?
Frage 7: Wenn Ursache für die Unfälle auf dem Teilstück der Leuschnerstraße zwischen der Einmündung Sanmannreihe bis zur Abzweigung Lohbrügger Weg (Teilstück 400 Meter) die Fahrgeschwindigkeit der Kraftfahrzeuge gewesen ist: Würde eine Tempo-30-Strecke die Unfallge-fahr auf dem Teilstück verringern?

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