Sylvia Wowretzko

Bezirk: Hamburg-Nord

Interkulturell kompetent: Hamburgs Gesundheitsversorgung auf Kurs

Donnerstag, 11.04.2013

Heute debattiert die Bürgerschaft die Interkulturelle Kompetenz in den gesundheitlichen Versorgungsstrukturen Hamburgs. Dazu die SPD-Abgeordnete Sylvia Wowretzko: "Migrantinnen und Migranten stellen einen Gewinn für unsere Gesellschaft dar – sie bereichern unsere Stadt. Und die erfreuliche Erkenntnis lautet: Migrantinnen und Migranten finden in Hamburg eine gesundheitliche Versorgungsstruktur vor, die der Heterogenität und der Vielfalt in unserer Stadt gerecht wird." Die SPD-Fraktion hatte im vergangenen Jahr eine Untersuchung der vorhandenen Angebote angefragt. Wowretzko: "Die Ergebnisse zeigen, dass wir in Hamburg bereits jetzt über ein nachfrageorientiertes, interkulturell kompetentes Angebot verfügen."

Beispielhaft für eine erfolgreiche Gesundheitspolitik, die auf die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten eingeht, stehen zum Beispiel die fremdsprachliche psychotherapeutische Betreuung, Unterstützung im Bereich der Pflege und Projekte aus dem Bereich der Sucht-Hilfe. Das 'Keyperson-Projekt' etwa informiert muttersprachig über Angebote zur Suchtprävention. Menschen mit geringen Deutschkenntnissen wird damit der Zugang zum Hamburger Suchthilfesystem ermöglicht. Wowretzko: "Die Förderung der Interkulturellen Kompetenz, also die kultursensible Überprüfung von Standards und Routinen, und die Integration von Fähigkeiten wie Mehrsprachigkeit und kulturellem Wissen, steigert die Qualität und Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems."

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion sieht die positive Zwischenbilanz als Ansporn und Verpflichtung zugleich: "Die Interkulturelle Kompetenz ist ein Gewinn für unsere Stadt und wir möchten die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit unserer gesundheitlichen Versorgung weiter stärken. Dabei ist es vor allem wichtig, die Passgenauigkeit der jeweiligen Angebote im Blick zu haben und gegebenenfalls an die sich verändernden Bedürfnisse und Anforderungen einer vielfältigen, dynamischen Gesellschaft anzupassen", so Wowretzko abschließend.