Lars Pochnicht

Bezirk: Wandsbek

Mit Mitteln des Sanierungsfonds: Grundsteinlegung für neues Feuerwehrhaus in Berne

Viele strahlende Gesichter feierten am 21. Januar 2016 die Grundsteinlegung der neuen Feuerwehr-Remise an der Kuhkoppel in Berne.

Neben dem denkmalgeschützten Gebäude entsteht eine moderne Remise mit Sanitärräumen und Räumen für die Einsatzbekleidung der ehrenamtlichen Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Berne. Bisher ist die Schutzkleidung gemeinsam mit den beiden Einsatzfahrzeugen in der engen Halle untergebracht und wird ständig durch die Diesel-Abgabe verschmutzt. Auch die beengten Platzverhältnisse gehören bald der Vergangenheit an: Heute muss der Fahrer eines Löschfahrzeuges über den Beifahrersitz einsteigen, weil zu wenig Platz an den Seiten ist.

Neben dem Neubau wird auch das historische Spritzenhaus in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt, der 1977 durch die Anbauten auf der Nordseite gravierend verändert wurde. Die Gesamtmaßnahme wird aus dem Investitionspaket der Hamburgischen Bürgerschaft für die Sanierung der Feuerwehrhäuser unserer 87 Freiwilligen Feuerwehr getragen.

Nach jahrelangem Stillstand wurden 2013 und 2014 Mittel über insgesamt 7,7 Millionen Euro bis 2016 beschlossen. Davon wurden bereits vier Feuerwehrhäuser in zwei Jahren neu errichtet oder neubaugleich saniert, darunter auch das der FF Oldenfelde-Siedlung, weitere Feuerwehrhäuser sind in Planung oder schon im Bau. Damit wird nicht nur ein wichtiger Beitrag nicht nur für die Einsatzbereitschaft und Sicherheit der freiwilligen Feuerwehrfrauen und –männer geleistet.

Die finanzielle Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft für die „Wohnzimmer der Freiwilligen Feuerwehren“ (so Landesbereichsführer Wronski) soll auch die Wertschätzung und Anerkennung für diese unverzichtbare ehrenamtliche Leistung für das Wohl der Menschen zum Ausdruck bringen.

Erneute Prüfung: Überschwemmungsgebiet (ÜSG) Berner Au wird verkleinert

Mit guten Neuigkeiten kamen Umwelt-Staatsrat Michael Pollmann und Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff kurz vor Weihnachten 2015 in das Volkshaus Berne. Nach Ortsbesichtigungen, lokalen Messungen und mithilfe einer ganz modernen Simulationstechnik wurde eine Nachberechnung des Überschwemmungsgebietes durchgeführt.

Das Ergebnis dieser Berechnung ist eine Verkleinerung des Überschwemmungsgebietes Berner Au von 43 auf 32 Hektar, wohlgemerkt bei einem Jahrhundertregenereignis, also dem größten Niederschlag der einmal in 100 Jahren erfolgt. In konkreten Wohngebäuden sind dies nun nur noch 77 statt ursprünglich 115 Gebäuden.

Die Sorgen der Anwohner aus dem Gebiet betrafen insbesondere die künftig möglichen Nutzungen oder gar Bebauungsmöglichkeiten auf ihren Grundstücken. Auch hier gibt es Entwarnung: In einem speziell erstellten Leitfaden ist beschrieben, dass etwa Schaukeln weiter aufgebaut, gemauerte Sitzecken angelegt oder Überdachungen u.ä. gebaut werden dürfen. Auch Modernisierungen im Bestand, Aufstockungen oder auch Ersatzbauten sind (auf gleicher Grundfläche) möglich. Und auch auf bisher unbebauten Baufeldern darf im ÜSG künftig natürlich (ggf. mit Auflagen) gebaut werden, dieses wird aber auch weiterhin eine Frage des Baurechtes sein.

Trotz der für die Anwohnerinnen und Anwohner nunmehr verbesserten Rahmenbedingungen gibt es noch immer Kritik, insbesondere die Eigenheimbesitzer in Sasel sorgen sich um ihre Grundstückspreise. Streitpunkt ist dabei vor allem auch die Frage, ob die Berner Au überhaupt ein natürliches Gewässer ist. Dazu hat der Senat mitgeteilt, dass die Berner Au „ein Gewässer mit einer Quelle und einem natürlichen Einzugsgebiet (…) und in den natürlichen Wasserkreislauf eingebunden“ ist. Dies wird von einigen Anwohnern in Sasel in Frage gestellt.

Letztlich ist es aber egal, ob es sich um ein natürliches Gewässer oder einen Entwässerungsgraben handelt – bei dauerhaften Starkregenereignissen, die wohl zunehmen werden, besteht die Gefahr, dass die Berner Au über die Ufer tritt.

Umbau der Busbuchten am U-Bahnhof Berne geht schneller voran als geplant

Die Bauarbeiten an den Bushaltestellen und Busbuchten am U-Bahnhof Berne liegen nicht nur im Plan, sondern werden voraussichtlich auch früher abgeschlossen sein. Dies teilte die zuständige Verkehrsbehörde auf Nachfrage des Farmsen-Berner SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Lars Pochnicht mit.

Als Termin für die Inbetriebnahme der Busbuchten wurde die 46. Kalenderwoche (ab dem 9. November 2016) angekündigt. Der Abschnitt der Bushaltestellen und im Bereich der Lichtsignalanlage ist bereits abgeschlossen. Nun stehen noch die Nebenflächen (Gehwege) an. Ursprünglich war die Rückverlegung der Bushaltestellen insgesamt erst für den Dezember vorgesehen.

Diese können nun möglicherweise schon nächste Woche freigegeben werden. „Der schnelle Baufortschritt kommt insbesondere den Gewerbetreibenden an der Bushaltestelle zu Gute“, freut sich Lars Pochnicht, der sich für eine Beschleunigung der Baumaßnahmen eingesetzt hatte. „Die Bauarbeiten haben die Gewerbetreibenden beeinträchtigt und es ist gut, dass die Wirtschaftsbehörde gemeinsam mit Bezirk und Landesbetrieb Tempo macht.“

Am U-Bahnhof Berne werden vom Bezirkamt und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) die Busbuchten und die dazu gehörigen Nebenflächen neu hergestellt. Damit soll der Komfort für die Fahrgäste und die Aufenthaltsqualität insgesamt verbessert werden.

Richtfest für 80 Wohnungen in Bramfeld

In der Ole Wisch und in der Olewischtwiet konnte die Gartenstadt Hamburg am 2. Dezember Richtfest feiern. Acht Reihenhäuser und 72 Wohnungen entstehen dort für etwa 18 Millionen Euro. Der Hamburger Drittelmix – ein Drittel öffentlich geförderter Wohnungsbau – wird dort sogar übertroffen: Dreißig Wohnungen werden durch die Stadt gefördert und sorgen so für bezahlbaren Wohnraum in Bramfeld, unweit von Seebek und Appelhoffweiher.

Die Grundrisse sind dabei höchst unterschiedlich gehalten und sollen für alle Nutzertypen das richtige Angebot bieten, für Singles und Paare oder aber auch für Familien. Zwei Reihenhäuser sind zudem so gestaltet, dass Wohnen und Arbeiten miteinander verbunden werden kann: Arbeiten in der Praxis oder im Büro im Erdgeschoss, Wohnen im oberen Geschoss und im Dach.

Im Herbst 2016 ist mit den ersten Bezügen zu rechnen. Ein zweiter Bauabschnitt soll 2017 oder 2018 an der Fabriciusstraße folgen. Dort sind weitere fünfzig Wohnungen geplant.

1,6 Millionen Euro aus dem Sanierungsfonds: Neue Großküche für die Elbe-Werkstätten in Berne

Mit rund 1,6 Millionen Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 soll die Großküche der Elbe-Werkstätten im Meiendorfer Mühlenweg wieder instand gesetzt werden. Das hat die Bürgerschaft auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen. Die Elbe-Werkstätten GmbH ist einer der zentralen Anbieter von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung in Hamburg.

Die Großküche produziert auf 430 Quadratmetern täglich zwischen 500 und 700 Essen für die dort beschäftigten Menschen mit Behinderung. Nach über 35 Jahren intensiver Nutzung besteht dringender Modernisierungsbedarf. Der bauliche Zustand und überalterte Küchengeräte machen den Betrieb immer schwieriger. So sollen die inzwischen korrodierten Zinkelemente der Küche durch moderne Edelstahlkomponenten ersetzt und eine professionelle Arbeitsumgebung geschaffen werden. Durch die Modernisierung soll zudem der CO2 Ausstoß der Küche von 140 Tonnen pro Jahr um über 70 Prozent auf 40 Tonnen reduziert werden.

Geschäftsführer  Rolf Tretow und Marion Blohm, Vorsitzende des Werkstattrats, freuen sich das mit der Modernisierung der Großküche den  Beschäftigten und Arbeitnehmern auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Verpflegung angeboten werden kann zumal viele aufgrund ihrer Behinderung nicht selbst zuhause kochen können. Gleichzeitig  können mit der Modernisierung die Arbeitsmöglichkeiten für die Beschäftigten ausgeweitet werden.

Die Elbe-Werkstätten GmbH ist nach der Verschmelzung mit den "Winterhuder Werkstätten" und der "Hamburger Werkstatt" im Jahr 2011 einer der zentralen Anbieter von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung in und außerhalb von Werkstätten. Die Elbe-Werkstätten bieten rund 3000 Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz und richten ihr Handeln auf das Ziel der Inklusion aus, das in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung formuliert ist.

Am Standort Elbe Nord in der Einrichtung am Meiendorfer Mühlenweg gibt es eine Tischlerei, in der hauptsächlich Möbel in Einzel- und Serienfertigung produziert werden, und eine Näherei, in der Auftragsarbeiten jeglicher Art gefertigt werden. Metallbearbeitung und Elektromontage sind neben einem umfangreichen Verpackungs- und Konfektionierungsbereich weitere Arbeitsfelder. Alle diese Bereiche werden auch als Angebot im Berufsbildungsbereich des Standortes vorgehalten.

Lions Club unterstützt den Jugendclub Berner Au e.V.

Nachdem erst vor drei Wochen der Jugendclub Berner Au das Richtfest seines neuen Jugendclubs im Quartier Birckholtzweg feiern konnte, gab es kurz darauf schon wieder Grund zur Freude: Im Beisein von Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff überreicht die Präsidentin des Lions Club Hamburg-Wandsbek, Dr. Anne Rosken, einen Scheck von 2.025 Euro an den 1. Vorsitzenden des Jugendclubs Benny Schlüter.

Bezirksamtseiter Ritzenhoff dankte im Rahmen der Spendenübergabe dem Lions Club für sein langjähriges soziales Engagement in Wandsbek: „Mit der Unterstützung der Lions gelingt es dem Jugendclub, den Kindern und Jugendlichen aus dem Quartier ein noch attraktiveres Angebot zur Freizeitgestaltung zu machen.“ Der Jugendclub plant, mithilfe der Spende die Ausstattung des Werkstatt- und Musikbereiches zu erweitern. So soll unter anderem eine Hobelbank, eine Bassgitarre und ein Mischpult angeschafft werden. Die Mittel für die Spende hatte der Lions Club aus dem Erlös einer Tombola bereit gestellt, die im Wandsbek-Quarree stattfand.

„Das Ziel unseres Clubs ist es Kindern und Jugendlichen im Bezirk zu helfen. Eben solchen, für die Selbstverständliches nicht selbstverständlich ist“, sagt Dr. Anne Rosken.“

RISE-Gebiet „Birckholtzweg“ erfolgreich abgeschlossen

2010 hat die Senatskommission die Verlängerung der Förderung für das Gebiet des „Rahmenprogramms Integrierte Stadtentwicklung (RISE)“ beschlossen. Ende 2015 ist diese mit dem Nachsorge- und Verstetigungskonzept nun ausgelaufen. Auch baulich ist dies am Berner Bahnhof mit dem endlich fertig gestellten Bahnhofsvorplatz erkennbar.

Ziel des Programms war insbesondere auch die Behebung der (städte-)baulichen Defizite im Quartier. Neben sozialer Infrastruktur sollte vor allem auch der öffentliche Raum klar aufgewertet werden. Dies konnte an zahlreichen Stellen erreicht werden, u.a. bei der Neugestaltung des Brückenstiegs, der Quartiersplatzes Busbrookhöhe, verbesserte Wege, Spiel- und Sportmöglichkeiten. Mit dem Nachbarschaftstreff „fabelhaft“ in der alten Ladenzeile wurde eine wichtige Institution im Quartier geschaffen, die für Vereine und Gruppen aus der Umgebung zur Verfügung steht und das Gemeinschaftsgefühl rund um den Birckholtzweg stärken soll. Genauso wichtig war der Neubau des Jugendclubs Berner Au im Jahr 2014. Hier wird seit Jahren eine für Berne wichtige Jugendarbeit geleistet, die jetzt endlich über angemessene Räumlichkeiten verfügt.

Für die Zukunft steht mit dem Bau der neuen Haltestelle Oldenfelde noch eine weitere Verbesserung an, dann wird das Quartier über eine eigene U-Bahnanbindung verfügen.