Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Fahrgastzuwächse bei der AKN Eisenbahnaktiengesellschaft

Freitag, 13.03.2009, Drucksache 19/2564

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Karin Timmermann

Durch einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr mit umsteigefreien Fahrten werden Straßen und das Klima vor unzähligen Fahrten mit dem Auto in die Hamburger Innenstadt bewahrt.

Die AKN fährt auf der Linie A 1 seit Ende 2004 ab Kaltenkirchen zweimal morgens und neunmal abends und an den Wochenenden zum Hauptbahnhof durch, ohne dass die Fahrgäste in Hamburg-Eidelstedt umsteigen müssen. Die Finanzierung dieser Direktverbindung kostet pro Jahr 600.000 Euro, wovon die Stadt Hamburg einen Anteil von ¾ der Kosten trägt.

Auf meine Schriftliche Kleinen Anfrage zu den diesbezüglichen Fahrgastzahlen bei der AKN (Drs. 19/2146 vom 10.02.2009) hatte der Senat noch geantwortet, dass die AKN belastbare Angaben in der für die Beantwortung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit mit vertretbarem Verwaltungsaufwand nicht liefern könnte. In der Norderstedter Zeitung vom 10.03.2009 hat der AKN-Vorstand, Johannes Kruszynski, nun angegeben, dass seit Bestehens dieser Direktdurch¬fahrmöglichkeit, 700.000 Fahrgäste dieses Angebot in Anspruch genommen haben, was seit 2005 einer Steigerungsrate von 130% entspreche. Offen ist jedoch, ob es sich hier um neue Nutzer des ÖPNV handelt oder ob es teilweise Nutzer sind, die zwischen Eidelstedt und Hauptbahnhof von der S-Bahn auf das Angebot der AKN gewechselt sind.

Ich frage den Senat:

1. Wie viele Fahrgäste haben seit der Fahrplanänderung im Dezember 2004 das Angebot der AKN auf dem Streckenabschnitt zwischen Eidelstedt und Hauptbahnhof in Anspruch genommen (Bitte für die Jahre 2005-2008 die Fahrgastzahlen sowie die prozentuale Steigerung gegenüber dem Vorjahr getrennt angeben)?
2. Gibt es Erkenntnisse darüber, wie sich diese Fahrgastzahlen auf die unterschiedlichen Wochentage verteilen? Wenn ja, wie verteilen sich die Fahrgastzahlen auf die einzelnen Wochentage (Bitte für die Jahre 2005-2008 getrennt angeben)? Wenn nein, ist nun beabsichtigt, derartige Untersuchungen anzustellen und wenn nein, warum nicht?
3. Wie haben sich die Fahrgastzahlen der AKN auf ihren drei Linien in den vergangenen fünf Jahren absolut und relativ entwickelt (bitte für jedes Jahr nach Linien aufgeschlüsselt angeben)?
4. Wie viele Fahrgäste benutzen die A 1 durchschnittlich werktags bei den beiden Durchfahrten während der morgendlichen Hauptverkehrszeit (Eidelstedt Zentrum ab 8.19 Uhr und 8.59 Uhr) sowie bei den dazwi-schenliegenden und in Eidelstedt endenden Fahrten (Eidelstedt Zentrum ab 8.29 Uhr und 8.39 Uhr)?
5. Wie viele Fahrgäste haben seit 2004 die S 21 sowie S 3 auf dem Streckenabschnitt Eidelstedt-Hauptbahnhof genutzt (Bitte für die S 21 und S 3 jeweils für die Jahre 2004-2008 die Fahrgastzahlen sowie die prozentuale Steigerung gegenüber dem Vorjahr getrennt angeben)?
6. Sofern derzeit noch keine gesonderten Erkenntnisse vorliegen, ist nun beabsichtigt, spezielle Untersuchungen darüber anzustellen, in welchem Umfang es sich bei den angegebenen 700.000 Fahrgästen um neue Nutzer des ÖPNV oder Umsteiger von der S-Bahn handelt?
a. Wenn ja, wann werden voraussichtlich die entsprechenden Ergebnisse vorliegen?
b. Wenn nein, warum nicht?
7. Wird der Senat nach dem derzeitigen Kenntnisstand auch weiterhin die Finanzierung dieses Angebots der AKN gewährleisten? Wenn ja, in welchem Umfang? Wenn nein, warum nicht?
8. Falls einzelne Fragen zu Fahrgastzahlen der AKN nicht beantwortet werden können, weil die AKN die in ihrem Auftrag erhoben Daten – ähnlich wie im Zusammenhang mit der Beantwortung meiner Schriftlichen Kleinen Anfrage, Drs. 18/7711 - nicht zur Verfügung stellt, auf welcher Grundlage wird der Senat dann über eine Fortführung der finanziellen Unterstützung dieses Angebots entscheiden?