Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Aufhebung der Sperrzeiten während der Sommerferien für die Fahrradmitnahme in den Verkehrsmitteln des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV)

Mittwoch, 22.04.2009, Drucksache 19/2884

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Karin Timmermann

Bislang ist eine kostenlose Fahrradmitnahme in den U- und S-Bahnen, der AKN und in vielen Buslinien im Bereich des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) nicht uneingeschränkt möglich. In den so genannten Sperrzeiten, also montags bis freitags zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 18 Uhr, dürfen Fahrräder in diesen Verkehrsmitteln nicht mitgenommen werden. Auf den Hafenfähren ist die Mitnahme an allen Tagen uneingeschränkt möglich. In den Regionalbahnen gilt dies zwar auch, jedoch ist die Fahrradmitnahme dort kostenpflichtig.

Gerade die Verbindung unterschiedlicher Verkehrsträger wird von Fachleuten als sinnvoller Ansatz zur Reduzierung des Autoverkehrs angesehen. Dazu gehört zuvorderst auch die Verbindung von Fahrrad und Bussen und Bahnen. Eine Aufhebung der Sperrzeiten könnte noch mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Schon seit mehreren Jahren werden die Sperrzeiten im HVV während der Hamburger Sommerferien aufgehoben. Im Koalitions¬vertrag der Regierungsparteien wurde nun vereinbart, die Mitnahme¬möglich¬keiten von Fahrrädern im HVV zu verbessern und die nach¬mittäg¬¬lichen Sperrzeiten befristet für ein Jahr generell aufzuheben.


Ich frage den Senat:

1. Wie ist der derzeitige Sachstand im Hinblick auf eine – zumindest probeweise – Aufhebung der Sperrzeiten für eine Fahrradmitnahme in den U- und S-Bahnen, der AKN sowie der Buslinien im Bereich des HVV?
2. Wie bewertet der Senat den Erfolg der bisherigen Abschaffung der Sperrzeiten in den Hamburger Sommerferien?
3. Teilt der Senat meine Auffassung, dass Bestrebungen, das Fahrrad als Alternative zum Auto für einen Teil des Arbeitsweges nutzen zu können, unterstützt und gefördert werden sollten, auch als Beitrag zum Klimaschutz?
Wenn ja, durch welche konkreten Maßnahmen will der Senat diese Bestrebungen fördern?
Wenn nein, warum nicht?