Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Bewegungsflächen für Senioren in Hamburg

Donnerstag, 22.07.2010, Drucksache 19/6817

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Karin Timmermann

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es immer wichtiger, dass öffentliche Grünflächen auch als Bewegungsflächen für ältere Menschen zur Verfügung stehen. Bewegungsangebote für Erwachsene jeden Alters bieten im öffentlichen Raum vor allem auch älteren Menschen die Möglichkeit, kostenlos körperlich aktiv sein zu können. In erster Linie sollen diese Plätze älteren Menschen die Gelegenheit bieten, sich körperlich zu betätigen und ihre Feinmotorik zu trainieren. Neben dem sportlichen Aspekt kommt aber auch ein gesellschaftlicher Faktor hinzu, der ebenso wichtig ist. Ein langfristiges Ziel sollte es jedoch sein, ein Konzept zu entwickeln, wie nachhaltig dazu beigetragen werden kann, damit alle Bevölkerungsgruppen auch im Alter fit bleiben, statt mit einzelnen Maßnahmen Aufmerksamkeit zu erregen.

Mit der Bürgerschaftsinitiative 19/931 wurde der Senat durch den Beschluss der Bürgerschaft vom 03.09.2008 verpflichtet, in Zusammenarbeit mit Senioren-, Sport- und Gesundheitsverbänden zu untersuchen, welche Bewegungsangebote im Seniorenbereich eingesetzt werden können, in Zusammenarbeit mit den Bezirken zu prüfen, welche Standorte im öffentlichen Raum für die Einrichtung von Bewegungsangeboten für Erwachsene geeignet sind und die Einrichtung solcher Anlagen über ein Programm „Bewegungsangebote für Erwachsene im öffentlichen Raum“ zu fördern. Eine Antwort steht immer noch aus.

Ich frage den Senat:

1. Liegen inzwischen Prüfergebnisse vor, welche Bewegungsangebote im Seniorenbereich eingesetzt werden können?
Wenn ja, welche Bewegungsangebote sind geeignet für einen Einsatz im Seniorenbereich?
Wenn nein, aus welchen Gründen konnten die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen werden und wann werden die Ergebnisse nun voraussichtlich vorliegen?
2. Welche Senioren-, Sport- und Gesundheitsverbände wurden bei der Untersuchung der Möglichkeiten in welcher Weise hinzugezogen?
3. Welche Standorte sind nach den bisherigen Erkenntnissen geeignet für die Einrichtung einer derartigen Bewegungsfläche (Bitte getrennt für jeden der sieben Hamburger Bezirke angeben)?
4. Welche Maßnahmen wurden bislang aus dem Förderprogramm der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt „Freiraum und Mobilität für ältere Menschen in Hamburg“ mit welchen Geldbeträgen gefördert (Bitte jeweils getrennt auflisten)?
5. Welche weiteren Maßnahmen sind nun zum Ausbau der diesbezüglichen Seniorenangebote geplant und wann wird mit deren Realisierung voraussichtlich begonnen werden?
6. Gibt es auch in Hamburg derartige Bewegungsplätze für Senioren?
Wenn ja, wo befinden sich diese, wann wurden sie eingerichtet und wer ist der Betreiber?
Wenn nein, warum nicht?
7. Falls es in Hamburg bereits derartige Plätze gibt,
a. Wie sind diese ausgestattet?
b. Was hat die Einrichtung gekostet?
c. Wie hoch sind die jährlichen laufenden Kosten?
d. Gibt es bereits Erfahrungswerte wie gut diese Plätze angenommen werden und wenn ja, welche?
8. Welche Förderbeträge stehen in den Jahren 2010-2012 zur Verfügung, um die sportlichen Angebote für Senioren zu fördern (Bitte getrennt unter Angabe des jeweiligen Haushaltstitel und Haushaltsjahres angeben)?