Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

„Sanierungsfonds Hamburg 2020“ – Planungsmittel zur Sanierung des Torhauses am Eichtalpark in Wandsbek

Dienstag, 15.04.2014, Drucksache 20/

Antrag der Abgeordneten Andreas Dressel, Barbara Duden, Karin Timmermann, Jan Balcke, Ole Thorben Buschhüter, Carola Thimm, Juliane Timmermann, Matthias Albrecht, Ulrike Hanneken-Deckert, Uwe Lohmann, Lars Pochnicht, Jens-Peter Schwieger, Isabella Vértes-Schütter, Ekkehard Wysocki, Regina Jäck und Fraktion

Der Eichtalpark am Wandse-Grünzüg ist eine der wichtigsten Grün- und Erholungsanlagen im größten Hamburger Bezirk Wandsbek. Das denkmalgeschützte Torhaus am Eingang des Eichtalparks an der Ahrensburger Straße ist Teil einer 1926 bis 1927 erbauten Baugruppe. Es besteht aus dem Eingangsbauwerk und zwei Sphingen; es befindet sich im Besitz des Bezirksamts Wandsbek. Die beiden Sandstein-Sphingen aus dem 18. Jahrhundert wurden erst 2007 aufwändig saniert. Obwohl das Backsteingebäude sich gut als Treffpunkt für Veranstaltungen und Feste im Stadtteil eignen würde, verfällt es zusehends. In dem Gebäudeteil mit der seit langem stillgelegten öffentlichen Toilette ist die Baufälligkeit eklatant.
Das Torhaus soll zunächst durch geeignete Notfallmaßnahmen gesichert werden, um den fortschreitenden Verfall zu stoppen. Diese – von der Bezirksversammlung Wandsbek im April 2014 interfraktionell beschlossenen – Maßnahmen werden vom Bezirk Wandsbek getragen und umfassen eine Sicherung der Eingänge, eine provisorische Ableitung der Dachentwässerung sowie eine gründliche Reinigung und Entrümpelung der Räume.
Um die Attraktivität des Parkeingangs zu steigern und um das Torhaus einer neuen Nutzung zuzuführen, sollen aus den Mitteln des Sanierungsfonds zunächst Planungsmittel zur Erstellung eines Sanierungskonzepts bereitgestellt werden. Dieses Sanierungskonzept muss eine Haushaltsunterlage Bau beinhalten und zudem alle Anforderungen des kostenstabilen Bauens erfüllen, einschließlich einer Kostenvarianz. Die Sanierungsmaßnahmen sollen unter dem Gesichtspunkt der finanziellen Nachhaltigkeit gewählt werden, so dass zukünftige Betriebskosten auf geringem Niveau bleiben. Auch soll ein tragfähiges Nutzungskonzept entwickelt werden.
Die Sanierung des Torhauses ist für die Entwicklung des Wandsbeker Kerngebiets von herausragender Bedeutung; die antragstellende Fraktion möchte die Bemühungen des Bezirks gerne unterstützen – zunächst mit Planungsmitteln, in einem zweiten Schritt auch mit der Unterstützung bei den konkreten Sanierungsinvestitionen.

Die Bürgerschaft möge daher beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. ein Sanierungs- und Nutzungskonzept für das Torhaus des Eichtalparks in Auftrag zu geben. Zu diesem Zweck werden für Planungs- und Konzeptkosten insbesondere zur Ermittlung der Sanierungskosten des Torhauses im Eichtalpark – konkret für die Leistungsphasen 1 – 4 der HOAI (Grundlagenermittlung bis Genehmigungsplanung) – insgesamt bis zu 40.000 Euro aus dem Titel 9890.791.07 „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zur Verfügung gestellt und auf einen noch einzurichtenden Titel des sachlich zuständigen Kapitels 1641 übertragen.
2. der Bürgerschaft zeitnah nach Vorlage einer HU-Bau mit einer Kostenberechnung auf der Grundlage der Gliederung nach DIN 276 „Kosten im Bauwesen – Teil 1 – Hochbau“, mindestens 2. Gliederungsebene, unter Berücksichtigung der Grundsätze des kostenstabilen Bauens, über das Sanierungskonzept, die Kosten der Sanierung des Torhauses im Eichtalpark und das beabsichtigte Nutzungskonzept zu berichten.