Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Bahnhof Poppenbüttel – Karin Timmermann hakt nach

Samstag, 06.03.2010

„Ich habe einen Traum: ein barrierefreier Zugang zum Bahnhof Poppenbüttel vor 2012",so Karin Timmermann.

Der Ausnahmezustand hält an. Vor 2012 haben es Senioren, Eltern mit Kinderwagen und andere mobilitätseingeschränkte Personengruppen schwer. Die Fußgängerbrücke und die Rampenanlage mit Anschluss an die bereits vorhandene feste Treppe und der Aufzug zwischen ZOB und Fußgängerbrücke werden erst Ende 2011 fertiggestellt. In 2012 folgen die Aufzuganlage und die Rolltreppe. Das ergab die erneute Nachfrage der Abgeordneten Karin Timmermann.

„Es ist für mich unverständlich warum trotz gesicherter Finanzierung die Arbeiten erst im Jahre 2011 beginnen sollen. Der Ausbau ist dringlich“ so Karin Timmermann. "Ein kleiner Lichtblick ist, dass endlich geprüft wird, ob eine Behelfsbrücke eine Verbesserung der Situation herbeiführen kann."

Laut Städtereport Hamburg ist Poppenbüttel einer der Stadtteile mit den meisten Senioren, Duvenstedt ist am kinderreichsten. Für diese Anwohner ist der nächstliegende Bahnhof Poppenbüttel und damit sollte ein solcher Ausbau oberste Priorität haben, um den Menschen eine problemlose Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen. Auch der ökologische Aspekt spielt mit hinein. Ein gut ausgebauter Bahnhof Poppenbüttel wird auch den einen oder anderen dazu bewegen, dass Auto in der Park and Ride-Anlage abzustellen und auf die Bahn umzusteigen.

Dr. Andreas Dressel, SPD-Wahlkreisabgeordneter, ist empört über die Verzögerungen: „Das Planungschaos müssen die Pendler ausbaden. Dieses Projekt reiht sich in die vielen teuren Fehlplanungen bei anderen Großprojekten dieser Stadt. Es ist eine Zumutung, was die Nutzer von Bus und Bahn jetzt noch bis 2012 ertragen müssen.“

Karin Timmermann und Dr. Andreas Dressel wiederholen noch einmal die Forderung nach einem beschleunigten barrierefreien Ausbau. Der Senat und die Behörde müssen erkennen, dass der Zustand inakzeptabel ist - auch wenn sie laut Anfrage noch anderes behaupten.