Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Planungen für Umbau Bahnhof Poppenbüttel nehmen endlich Form an

Montag, 31.10.2011

Lange musste man auf gute Nachrichten vom Bahnhof Poppenbüttel warten. Nach zahlreichen parteiübergreifenden Interventionen der Kommunalpolitik und der örtlichen Wahlkreisabgeordneten, insbesondere Andreas Dressel und Karin Timmermann von der SPD, gibt es nun wichtige Fortschritte, die auch Gegenstand einer öffentlichen Veranstaltung am 17.10.2011 im Forum Alstertal mit Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof und der DB-Bevollmächtigten Ute Plambeck waren.


Komplette Neuplanung der Brücke nötig

Endlich gibt es nun eine grundsätzliche Einigung zwischen Bahn und Verkehrsbehörde über die Planung der Brücke zwischen S- und Busbahnhof. Eine neue Planung war nötig geworden, nach dem der CDU-geführte Vorgängersenat die Planungen für eine kombinierte Planung von Parkhaus und Brücke wegen dramatischer Kostensteigerungen stornieren musste. Staatsrat Rieckhof: „Das hat leider eine komplette Neuplanung erforderlich gemacht. Wegen der erhöhten Sicherheitsanforderungen für Eisenbahnbrücken nach dem ICE-Unglück von Eschede ist eine solche Neuplanung auch nicht über Nacht aus dem Boden zu stampfen. Auch war und ist eine aufwändige Abstimmung mit der Bahn erforderlich.“ Dressel und Timmermann ergänzen: „Hier ist in den letzten Jahren unter den Vorgängersenaten viel Zeit ins Land gegangen - wir müssen die Verzögerungen nun ausbaden. Hätte man gleich so geplant, wie wir jetzt, wäre die Brücke schon da.“ Geplant ist: Der bauausführende Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) strebt eine Ausschreibung für die Brücke zum Ende des Jahres 2011 und eine Vergabe am Jahresanfang 2012 an. Dann könnte der Brückeneinhubvorgang im Oktober 2012 und die endgültige Fertigstellung im Frühsommer 2013 erreicht werden. Das Bauwerk teilen sich Bahn und Stadt. Die Baukosten für den westlichen Teil der Brücke in Höhe von circa 3,5 Millionen € werden von der FHH getragen. Die Kosten für den östlichen Teil, der nach Fertigstellung der DB-AG übergeben werden soll, betragen circa 2,0 Millionen €.


Provisorische Ampel zur besseren Erreichbarkeit des ZOB

Um in der Übergangszeit die Zugänglichkeit des ZOB zu verbessern wird nun endlich ein temporärer Fußgängerüberweg mit Ampel unterhalb der Treppe zu den Abfahrbereichen der Busse eingerichtet. Dressel: „Wir sind sehr froh, dass wir die Behörden hier überzeugen konnten. Das macht die Planungs- und Bauphase für die Fahrgäste etwas erträglicher – und die Wege zwischen Bahn und Bus kürzer.“


Bahnhofsumbau begonnen

Parallel beginnt die Bahn AG mit der Modernisierung des Bahnhofs und der Errichtung des Fahrstuhls. Timmermann: „Endlich wird der Bahnhof Poppenbüttel barriererei – auch das war überfällig!“


Meilenstein in Sachen Parkhaus

Wichtige Entscheidungen gibt es auch in Sachen Parkhaus. Hier liegt jetzt ein erster Entwurf vor für ein 390 Stellplätze fassendes, dreigeschossiges P+R-Haus am Stormarnplatz, mit dem die bisherige Parkplatzfläche überbaut werden soll. Das Parkhaus fügt sich gut in die Struktur ein – und soll nachbarschaftsverträglich realisiert werden. Die Gestaltung der Außenwand Richtung der Anlieger der Straße Langenstücken soll noch mit den Anliegern erörtert werden – ein Schall- und Sichtschutz ist für die Nachbarn in jedem Fall gewährleistet. Wenn Senat und Bürgerschaft zustimmen, kann der Bau bis Ende 2013 Wirklichkeit werden. Statt der 18 Mio €, die das verworfene Parkhausprojekt verschlungen hätte, rechnet man hier mit Kosten in Höhe von 8 Mio. Dressel: „Das ist endlich eine gute Nachricht für die Pendler. Endlich haben wir ein gleichermaßen finanzierbares und nachbarverträgliches Parkhausprojekt vorliegen.“


Gespräche mit ECE über Zwischenlösung laufen

Aber auch um die akute Parkplatznot – auch während der Bauphase – abzufedern, sind die Behörden aktiv. So führt die Verkehrsbehörde aktuell Gespräche mit dem AEZ-Betreiber ECE, um das oberste Parkdeck des östlichen Parkhauses für P+R-Zwecke umzunutzen – über 200 Parkplätze ständen dann zusätzlich für Pendler zur Verfügung. Timmermann: „Das wäre eine gute öffentlich-private Partnerschaft zum Wohle der Pendler und des Alstertals.“


Gute Informationspolitik angemahnt

Für die weitere Planungs- und Bauphase haben beide Abgeordneten bei allen Beteiligten eine gute Informationspolitik angemahnt. Dressel und Timmermann: „Ein Großteil des Ärgers der Bürger resultiert auch daraus, dass keiner genau weiß, wann was losgeht und warum. Und wenn etwas hakt, möchten die Bürger auch gerne wissen warum. Deshalb muss planungs- und baubegleitend auf eine gute Beteiligung der Öffentlichkeit geachtet werden.“