Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Seniorenmitwirkungsgesetz: Wichtige Etappe für eine stärkere Beteiligung älterer Menschen

Dienstag, 17.04.2012

Mit dem heute vom Senat vorgelegten Entwurf eines Seniorenmitwirkungsgesetzes liegt aus Sicht der SPD-Fraktion eine gute Grundlage vor, um die Mitwirkung von Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen Leben in der Stadt nachhaltiger als bislang zu fördern. Karin Timmermann, Fachsprecherin für Seniorinnen und Senioren der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Ich freue mich sehr, dass der Gesetzesentwurf des Senats jetzt vorliegt, damit dieser im Rahmen der parlamentarischen Beratungen der Bürgerschaft mit allen Verbänden, Vereinen und Interessierten öffentlich diskutiert werden kann." Der Entwurf für eine gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Landes- und Bezirksseniorenbeiräte in Hamburg im Rahmen eines so genannten Seniorenmitwirkungsgesetzes geht zurück auf eine Initiative der SPD-Fraktion vom Sommer letzten Jahres (Drs. 20/1220, siehe Anhang).

Timmermann: "Durch eine verbindliche gesetzliche Grundlage für die Seniorenmitwirkung kann sichergestellt werden, dass eine aktive Beteiligung am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben gefördert und die Beziehungen zwischen den Generationen verbessert wird. Ein großes Anliegen ist es dabei, möglichst viele Institutionen, Verbände, aber auch einfach nur interessierte Seniorinnen und Senioren zu erreichen und zur Mitarbeit zu motivieren. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass der Gesetzentwurf gerade auch ältere Menschen mit Migrationshintergrund stärker einbezieht und eine Geschlechterquote von mindestens 40 Prozent vorsieht."

Schon heute leisteten die über 60-jährigen Hamburgerinnen und Hamburger in den Seniorenbeiräten eine sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit, betont Timmermann. "Allerdings orientieren sich die bislang geltenden Regelungen nicht mehr ausreichend an der Lebenswirklichkeit älterer Menschen in Hamburg und der Bedeutung ihrer aktiven Teilhabe. Die ältere Generation der über 60-jährigen ist eine wesentliche gesellschaftliche Gruppe, die sich bis 2030 voraussichtlich auf einen Anteil von rund 30 Prozent an der Gesamtbevölkerung erhöhen wird. Daher ist es umso wichtiger, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten für ein generationen- und altersfreundliches Hamburg zu nutzen. Das von uns auf den Weg zu bringende Seniorenmitwirkungsgesetz leistet hierzu einen wichtigen Beitrag."