Karin Timmermann

Mitglied im Haushaltsausschuss und im Gesundheitsausschuss

Bezirk: Wandsbek

Masterplan Mitte Altona: SPD-Fraktion setzt auf breite Diskussion

Dienstag, 15.05.2012

Der Masterplan Mitte Altona wurde heute durch den Senat verabschiedet und erreicht jetzt die parlamentarischen Gremien. Hierzu Karin Timmermann, stellvertretende Sprecherin Stadtentwicklung der SPD-Fraktion: "Ich freue mich, dass der Entwurf des Masterplans Mitte Altona nun das Parlament erreicht. In den letzten Wochen und Monaten haben wir bereits viele Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Bezirkspolitik erhalten. Diese wollen wir nun breit diskutieren."

Gabi Dobusch, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Bürgerschaftsabgeordnete aus Altona ergänzt: "Wir haben hohe Ansprüche an eine Planungs- und Beteiligungskultur. Ich habe den bisherigen Dialog vor Ort als sehr intensiv und fruchtbar erlebt. Die Vorschläge und Anregungen, aber auch Kritik von den Bürgerinnen und Bürgern sind wichtig und wir nehmen diese mit in unsere Beratungen des Stadtentwicklungsausschusses der Bürgerschaft. Wir setzen auch weiterhin auf den direkten Dialog mit den Aktiven vor Ort, unter anderem mit dem Koordinierungsgremium." Zum Beteiligungsverfahren erläutert Dobusch: "Wir als SPD-Fraktion hatten immer eine andere Vorstellung von einer partizipativen Stadtentwicklung als der Vorgängersenat. Schwarz-Grün hatte vor, die Bebauung der Mitte Altona von oben herab, in einem ganz schlanken Verfahren und am Bezirk vorbei umzusetzen. Dieses dirigistische Verfahren stieß zu Recht auf breiten Widerstand und wurde heftig kritisiert. Gleich nach der Wahl haben wir daher das Verfahren umstrukturiert, den Bezirk wieder in die Planung eingebunden und ein Beteiligungsverfahren auf den Weg gebracht, dass es in dieser Intensität in Hamburg noch nicht gab."

Timmermann: "Letztendlich geht es darum, dass wir in Mitte Altona eine Entwicklung anschieben, die breit getragen wird. Mit dem Projekt Mitte Altona haben wir eine große Chance, die starke Nachfrage nach Wohnraum zentral zu bewältigen. Wir brauchen dabei eine gesunde Mischung unterschiedlicher Nutzungen, Perspektiven für die kleingewerblichen Betriebe vor Ort und ein städtebauliches Umfeld, das Altona gut tut."

Hintergrund: Mit dem Masterplan Mitte Altona liegt nun ein erster Rahmen für die Entwicklung des Geländes zwischen Harkortstraße und S-Bahn-Trasse in Altona vor. Er ist nicht abschließend und kann im weiteren Verlauf noch bedarfsorientiert verändert werden. Ein Masterplan schafft zwar noch kein Baurecht, zeigt aber die grobe Richtung, in der sich ein Quartier entwickeln soll. So enthält der Masterplan Vorschläge über die Grundstruktur im Gebiet, etwa zur Nutzungsmischung, Städtebau oder Verkehr. Nachdem die Entwicklung bereits 2010 angeschoben wurde, hatte die SPD-geführte Regierung nach der Wahl die Beteiligungsprozesse vor Ort deutlich ausgeweitet und auch die Bezirkspolitik wieder stärker in das Thema eingebunden.