.shock/Shotshop.com

Die Hürden des Hamburger Schulsystems: Klassenwiederholungen, Abschulungen, Grundschulempfehlungen

Mittwoch, 29.08.2007, Drucksache 18/6873

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Groe Anfrage der Abgeordneten Sabine Boeddinghaus, Barbara Brüning, Wilfried Buss, Britta Ernst, Luisa Fiedler, Gerhard Lein und Fraktion.

Einstimmig hat die Enquete-Kommission „Konsequenzen der neuen PISA-Studie für Hamburgs Schulentwicklung“ beschlossen, „Abschulungen sind zu Gunsten einer Förderung von leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern zu verringern“. Ferner sollen Klassenwiederholungen lediglich aus pädagogischen Gründen möglich sein.

Ferner hat die Mehrheit der Enquete-Kommission beschlossen, dass bei der Schulwahl die Eltern in Klasse 4 der Grundschule weiterhin eine Empfehlung erhalten sollen.

Im August 2005 hatte die SPD-Fraktion eine Große Anfrage (18/2543) zur Durchlässigkeit im Hamburger Schulwesens gestellt. Eindeutiges Ergebnis war, dass die Durchlässigkeit zu höheren Schulabschlüssen in vielen Fällen nicht gegeben ist. Hingegen wird eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen bei der Einschulung zurückgestellt, bleibt sitzen oder auf werden auf andere Schulen abgeschult.

Um die Entwicklung der Klassenwiederholungen, der Abschulungen sowie die Treffsicherheit der Schullaufbahnempfehlungen beurteilen zu können, fragen wir den Senat:

Einschulung und Rückstellungen

1. Wie alt waren durchschnittlich in Hamburg in den vergangenen Jahren jährlich seit 2004 Kinder bis heute bei ihrer Einschulung

– die vorzeitig eingeschult wurden,

– die altersgemäß eingeschult wurden und die eingeschulten Kinder insgesamt?

2. Wie viele Kinder sind auf der Grundlage des § 38 (2) HmbSG von der Einschulung jährlich seit 2004 bis heute zurückgestellt worden? (Bitte aufschlüsseln nach Gründen)

Wie hoch ist der jeweilige prozentuale Anteil bezogen auf die Gesamtzahl der schulpflichtig gewordenen Kinder?

Sonderschulen

3. Wie viele Kinder wurden jährlich seit 2004 bis heute statt in eine allgemeine Grundschule in eine Sonderschule eingeschult? Wir hoch ist der jeweilige Prozentsatz im Verhältnis zu allen Einschulungen? (Bitte aufschlüsseln nach Schulformen, Geschlecht und Migrationshintergrund)

4. Wie viele Kinder welchen Alters und welcher Klassenstufe wurden jährlich seit 2004/2005 auf eine Sonderschule umgeschult? (Bitte aufschlüsseln nach Alter, Geschlecht und Migrationshintergrund der Kinder und der besuchten Schulform)

5. Wie viele Kinder welchen Alters und welcher Klassenstufe wurden jährlich seit 2004/2005 von einer Sonderschule auf eine allgemeine Schule rückgeschult (und auf welche Schulform)?

Grundschulempfehlungen

6. Wie viele Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs hatten keine Grundschulempfehlung für die gymnasiale Schullaufbahn bekommen? (Bitte aufgeschlüsselt nach Gymnasien und Gesamtschulen angeben)

7. Welche Grundschulempfehlung haben jährlich in den letzten drei Jahren bis zum Schuljahr 2007/2008 die an den weiterführenden Schulen aufgenommenen Schülerinnen und Schüler? (Bitte aufgeschlüsselt nach Schulformen angeben)

Klassenwiederholungen

8. Wie hoch ist die Quote der Klassenwiederholer/innen in Deutschland in den 16 Bundesländern seit dem Schuljahr 2004/2005? (Bitte aufschlüsseln nach Klassenstufe, Schulform, Geschlecht und Migrationshintergrund)

9. Welche Kosten sind in Hamburg durch Klassenwiederholungen im letzten Jahr „pro Fall“ entstanden (Bitte analog der Antwort auf die Frage V 1.7. in der Drucksache 18/2543 beantworten)

Abschulungen und Umschulungen

10. Wie häufig wurden jährlich seit dem Schuljahr 2004/2005 bis heute Schülerinnen und Schüler ab- bzw. umgeschult? (Bitte aufschlüsseln nach Klassenstufen und darstellen, wie hoch der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund an ihrer jeweiligen Grundgesamtheit ist)

– Von einem Gymnasium (Bitte aufschlüsseln, ob zu einer Realschule, Hauptschule, integrierten Gesamtschule, kooperativen Gesamtschule, Aufbaugymnasium oder einer Sonderschule)

– Von einer Realschule (Bitte aufschlüsseln, ob zu einer Hauptschule, integrierten Gesamtschule, kooperativen Gesamtschule, Sonderschule, einem Aufbaugymnasium oder zu einem Gymnasium)

– Von einer integrierten Gesamtschule (Bitte aufschlüsseln, ob zu einer Realschule, Hauptschule, kooperativen Gesamtschule, Sonderschule, Aufbaugymnasium oder zu einem Gymnasium)

– Von einer kooperativen Gesamtschule (Bitte aufschlüsseln, ob zu einer Realschule, Hauptschule, integrierten Gesamtschule, Sonderschule, Aufbaugymnasium oder zu einem Gymnasium)

– Von einer Hauptschule (Bitte aufschlüsseln, ob zu einer Realschule, Hauptschule, integrierten Gesamtschule, kooperativen Gesamtschule, Sonderschule, Aufbaugymnasium oder zu einem Gymnasium)

11. Wie viele Abschulungen gab es an einzelnen weiterführenden Schulen? (Bitte für jede Schule für die einzelnen Jahrgänge für die letzten 3 Jahre aufgeteilt nach den Bezirken angeben)

12. Welche weiterführenden Schulen haben die abgeschulten Schüler von welcher Schule aufgenommen? (Bitte angeben wie viele Schüler pro Jahrgang für die letzten 3 Jahre, aufgeteilt nach Bezirken)

Ansprechpartner

Wilfried Buss

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Eingaben

Barbara Brüning

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Sabine Boeddinghaus

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Britta Ernst

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Luisa Fiedler

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Gerhard Lein

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Senioren

Referent/in

Dokumente

Antwort des Senats

© SPD-Bürgerschaftsfraktion 2016, Inc. Alle Rechte vorbehalten.