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Sanierungsfonds Hamburg 2020: Stintfang – mit dem Bau eines Aufzugs vom Jugendkultur- zum Stadtteilzentrum Neustadt

Mittwoch, 27.09.2017, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Monika Schaal, Andreas Dressel, Dirk Kienscherf, Ksenija Bekeris, Regina Jäck, Henriette von Enckevort, Martina Friederichs und Fraktion sowie Farid Müller, Anna Gallina, Dr. Anjes Tjarks, René Gögge, Olaf Duge (GRÜNE) und Fraktion

Auf Hamburgs berühmtesten Elbberg liegt das Jugend- und Kulturzentrum (JUKZ) am Stintfang an der Stadtteilgrenze Neustadt und St. Pauli. Mit ihren unterschiedlichen Angeboten hat sich diese Jugendeinrichtung in den vergangenen zehn Jahren nicht nur zu einem vielfältig genutzten Treffpunkt von Kindern und Jugendlichen, sondern auch zu einem starken Partner im Quartier entwickelt. Oben auf der Dachetage mit einem herausragenden Blick zur Elbe finden gelegentlich Treffen des Quartiersbeirates Neustadt statt.
Leider ist das gesamte Haus aus den 1960er Jahren ohne Personenaufzug und damit nicht barrierefrei. Dieser Umstand verhindert auch die Nutzung anderer Räume und Etagen für den Stadtteil, obwohl diese dringend benötigt würden. Im letzten Jahr musste aus diesem Grunde eine Mutter-Kind-Beratung aus dem JUKZ wegziehen, weil die vielen Treppen eine solche Beratungsstelle nicht mehr ermöglichten. Und auch der Quartiersbeirat muss deswegen immer wieder auf andere Räumlichkeiten ausweichen.
Gleichzeitig existieren in den innerstädtischen Quartieren – wie auch in der Neustadt – kaum andere gemeinwohlorientierte Räumlichkeiten, die sich alternativ anbieten würden. Vor diesem Hintergrund bestehen seitens des Jugendhilfeträgers und des Bezirksamts Mitte schon länger Überlegungen zum Einbau eines Außenaufzugs, damit diese im Stadtteil beliebte Räumlichkeit von mehr Personengruppen, die auch auf Barrierefreiheit angewiesen sind, genutzt werden kann.
Verwaltung und Besitz liegen in der Hand des Bezirksamtes Mitte, das seinerseits bereit wäre, einen investiven Zuschuss von 100.000 Euro zu leisten. Die bisherigen Kostenplanungen seitens eines beauftragten Architekten gehen von einer Gesamtinvestitionssumme von 350.000 Euro aus.
Würde dieser Aufzug realisiert werden, könnte aus dem bisherigen Jugend- und Kulturzentren ein Stadtteilzentrum für die Neustadt werden, das prominent auf dem Stintfang zentral aus dem Stadtteil erreichbar ist.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
1. für die Förderung der Errichtung eines Außenaufzugs am Jugend- und Kulturzentrum auf dem Stintfang im Haushaltsjahr 2017 im Aufgabenbereich 208 des Einzelplan 1.2 „Bezirksamt Hamburg-Mitte“ Ermächtigungen, Kosten zu verursachen, beziehungsweise Auszahlungen für Investitionen zu leisten, in einer Höhe von bis zu 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen,
2. die Höhe des investiven und des konsumtiven Anteils der Maßnahme zu ermitteln,
3. davon abhängig entsprechende Mittel aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ (Einzelplan 9.2 „Allgemeine Finanzwirtschaft“, Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich Globale Mehr/ Minderkosten) zu übertragen und, soweit investive Anteile übertragen werden, die zugehörigen Abschreibungen gleichfalls aus dem Einzelplan 9.2 (Produktgruppe 283.02, „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich „Kosten für Abnutzung – Abschreibungen“) bereit zu stellen, und
4. die bewilligten Mittel erst freizugeben, wenn auch der Bezirk Mitte seinen Zuschuss am Aufzugbau in Höhe von 100.000 Euro als vorhandene Mittel bereitstellt.

Ansprechpartner

Andreas Dressel

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Dirk Kienscherf

Ksenija Bekeris

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Soziales

Henriette von Enckevort

Martina Friederichs

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Hamburg/Schleswig-Holstein

Regina Jäck

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Menschen mit Behinderung

Monika Schaal

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Umwelt und Energie

Referent/in

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