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Interfraktionelle Initiative der Bürgerschaft – Rathauspassage wird saniert und erweitert

Mittwoch, 29.06.2016

Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP setzen sich mit einer gemeinsamen Initiative für eine Modernisierung der Rathauspassage ein. Dazu sollen aus Mitteln des Sanierungsfonds für Planungsleistungen zunächst 300.000 Euro auf den Weg gebracht werden. Um den wirtschaftlichen Betrieb der gemeinnützig betriebenen Angebote in der Rathauspassage weiter zu gewährleisten, ist eine umfassende Instandsetzung nach fast 20 Jahren dringend erforderlich. Im Zuge der Sanierung und Erweiterung der unter dem Rathausmarkt gelegenen Passage sind unter anderem eine denkmalgerechte Öffnung zur Kleinen Alster vorgesehen sowie größere und modernere Räumlichkeiten. Die städtische Seite macht für dieses Projekt mit der fraktionsübergreifenden Initiative jetzt den Aufschlag – zugleich ist es auch der Startschuss für eine hamburgweite Fundraising-Kampagne.

Dazu Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Ich freue mich, dass wir mit dieser so breit getragenen Initiative nun das Startsignal für die Modernisierung der Rathauspassage geben können. Wir machen damit deutlich: Auch im Zentrum unserer Stadt muss gemeinwohlorientiertes Wirtschaften möglich und sichtbar sein – mitten in einem solidarischen Hamburg."

Dazu erklärt André Trepoll, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion: "Die heutige Nutzung der Rathauspassage geht auf die Initiative des früheren Diakonie-Chefs und CDU-Abgeordneten Stephan Reimers zurück. Auch deshalb liegt uns das Projekt sehr am Herzen. Arm und Reich, Etabliert und Arbeitslos – so die Idee von Stephan Reimers – sollten hier zusammenkommen und einen gemeinsamen Nutzen zum Nutzen unserer Stadt finden. Aus einer verwahrlosten Fußgängerunterführung in die sich kaum einer hinein traute, wurde ein Treffpunkt für die Menschen unserer Stadt. Wir freuen uns, dass dieses gute Projekt gemeinsam über die Parteigrenzen hinweg jetzt in eine neue Zukunft geführt wird."

Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Seit Jahren gibt es mit der Rathauspassage mitten in der Stadt einen Ort, der Möglichkeit zum Austausch bietet, sozialer Treffpunkt ist, Restaurant, Weltladen und Bücherverkauf beherbergt und inzwischen auch ein erfolgreiches Modellprojekt für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen geworden ist. Ich freue mich, dass wir – interfraktionell – eine gute Lösung zur Modernisierung und zum Umbau der Rathauspassage gefunden haben. Diese Einigung zeigt, wie wichtig dieser Ort ist. Besonders gut gelungen sind die Pläne, die Passage zur Kleinen Alster zu öffnen. Sie passt sich damit optisch hervorragend in den Rathausmarkt ein und wertet den Platz weiter auf."

Dazu Katja Suding, Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion: "Die Hamburger Rathauspassage ist eine Erfolgsgeschichte. Diesen sozialen Marktplatz der Chancen gilt es in all seinen Facetten zu erhalten und auszubauen. Wir Freie Demokraten freuen uns deshalb über die jetzt gestartete Initiative und unterstützen sie mit ganzer Kraft. Wichtig sind uns bei der Neugestaltung Sichtbarkeit und Transparenz. Wenn die Rathauspassage von Passanten schnell entdeckt wird, wird sie noch stärker in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rücken."

Hintergrund:

1998 eröffnete unter dem Hamburger Rathausmarkt die Rathauspassage. Die Realisierung wurde seinerzeit im Wesentlichen über Spenden und Eigenleistungen sowie dem Beitrag der Diakonie möglich gemacht. Dort betreibt die Passage gGmbH mit Unterstützung der Diakonie ein Antiquariat, ein Bistro, einen Fair-Trade-Shop sowie eine Hamburg- und eine Kirchen-Information. Zudem finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt. Die Ausrichtung des Angebots orientiert sich an den Maßgaben fair, sozial, nachhaltig und regional. Seit fast 20 Jahren entstehen hier qualifizierte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose sowie von Erwerbslosigkeit bedrohten Menschen. Damit bietet die Rathauspassage einen einzigartigen alternativen sozialen Marktplatz mitten in der Innenstadt.
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