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Schwimmstadt Hamburg – Was bringt die Bewerbung um die Schwimm-WM der Schwimminfrastruktur in Hamburg?

Freitag, 20.02.2009, Drucksache 19/2410

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Groe Anfrage der Abgeordneten Jan Balcke, Wilfried Buss, Anja Domres, Barbara Duden, Britta Ernst, Martina Koeppen, Gerhard Lein, Ties Rabe, Andrea Rugbarth, Sören Schumacher, Dorothee Stapelfeldt, Carola Thimm, Juliane Timmermann und Fraktion.


Schwimmen ist wegen der Wirkung des Wassers auf den menschlichen Organismus eine der gesündesten Sportarten. Nahezu sämtliche Muskelgruppen werden beansprucht, die Ausdauer gefördert, das Herz-Kreislauf-System trainiert und die Lungenfunktion deutlich verbessert. Zudem ist Schwimmen im Vergleich zu vielen anderen Sportarten sehr Gelenk schonend.
Schwimmen zu können hat darüber hinaus nicht nur einen gesundheitsfördernden Aspekt, sondern hat auch präventiven Charakter beim Kämpfen gegen das Ertrinken. Jahr für Jahr ertrinken weltweit fast eine Million Menschen aus sehr unterschiedlichen Gründen. Der Lebensrettung kommt deshalb eine besonders hohe Bedeutung zu.
Statt aber die positiven Auswirkungen des Schwimmens zu fördern und auszunutzen sowie präventiv tätig zu werden, verliert das Schwimmen zunehmend an Bedeutung in der Gesellschaft. Nur zwei Drittel der Hamburger Jugendlichen kann schwimmen. Hier muss insbesondere auch im Interesse der Gesundheitsvorsorge eine Kehrtwende eingeleitet werden.
Der Senat hat nun offiziell erklärt, dass Hamburg sich um die Schwimm-Weltmeisterschaft 2013 und fortfolgende Jahre bewerben wird. Die Ambitionen einer Sportstadt und einer Schwimmstadt spiegeln sich jedoch nicht einzig und allein in den Bewerbungen und Ausrichtungen von Großveranstaltungen und einer stetig wachsenden Vermarktung von Sportereignissen wieder, sondern müssen nachhaltig und stimmig in ihrer Gesamtkonzeption sein. Der Schwimmsport und die damit verbundenen infrastrukturellen Maßnahmen, wie z.B. Sanierung von Lehrschwimmbecken, Ausbau von wohnortnahen und bezahlbaren Schwimmgelegenheiten für alle Bürgerinnen und Bürger, scheinen bei dem Streben um die Bewerbungen von Großveranstaltungen systematisch vernachlässigt zu werden.
Die Situation des Schwimmausbildung der Hamburger Schülerinnen und Schüler ist durch die Aufgabe des Senats, das Schwimmenlernen als staatliche Aufgabe an Schulen zu belassen, nur noch mittelbar nachvollziehbar und birgt die Gefahr in sich, dass immer mehr Hamburger Kinder nicht mehr in der Lage sein werden, schwimmen zu lernen.
Sich um eine Schwimm-Weltmeisterschaft zu bewerben kann vor diesem Hintergrund nur für alle Hamburgerinnen und Hamburger nachvollziehbar sein, wenn dieses in ein stimmiges Gesamtkonzept des Schwimmsports über ein einmaliges Event hinaus eingebettet ist.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:
I. Zustand und Pflege sowie Nutzung der Hamburger Schwimmbäder
1. Wie viele Schwimmbäder, unterteilt nach Frei- und Hallenbädern, darunter Freizeit-, Lehrschwimm- und Thermalbäder, gibt es in Hamburg und welche Wassertiefe haben diese Bäder? (Bitte nach Bezirken aufgliedern)
2. Welche dieser Bäder sind in kommunaler oder privater Trägerschaft? (Bei privater Trägerschaft bitte Angabe bei wem)

3. Ist der Verkauf von Bädern in kommunaler Trägerschaft geplant?
Wenn ja, welche Bäder und in welche private Trägerschaft?
4. Wie beurteilt der Senat den Zustand und die Erhaltungswürdigkeit der einzelnen Schwimmbäder in Hamburg? (Bitte aufschlüsseln nach Standorten und dem jeweiligen Sanierungsbedarf)
5. Besteht nach Einschätzung des Senats ein Bedarf an neuen Schwimmbädern für Hamburg? Wenn ja, in welchen Stadtteilen? Wenn nein, welche objektiven Kriterien liegen dieser Einschätzung zugrunde?
6. Welche Sanierungs-, Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen wurden in den letzten fünf Jahren an welchen Standorten der Bäderland Hamburg GmbH durchgeführt und welche Kosten verursachten diese jeweils?
7. Welche derartigen Maßnahmen zu jeweils welchen Kosten laufen derzeit oder sind geplant?
8. Wie haben sich die Betriebskosten in den durch die Bäderland GmbH betriebenen Schwimmbädern in den letzten fünf Jahren entwickelt? (Bitte aufschlüsseln nach den einzelnen Standorten)
9. Welche Nutzergruppen nutzen die einzelnen Schwimmzeiten? (Bitte aufschlüsseln nach Zahl der Nutzerinnen und Nutzer, der Nutzergruppen und Entwicklung der Stundennutzung in den letzten fünf Jahren)
10. Führen die Sportvereine mit Schwimmabteilungen und die Schwimmvereine Anmeldelisten für die Schwimmausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene? Wenn ja, wie viele Personen der genannten Bevölkerungsgruppen wurden in 2008 ausgebildet und wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene mussten auf ihre Schwimmausbildung wie lange warten?
11. Welche Planungen verfolgt der Senat beim Schwimmbad Wilhelmsburg? Soll in Wilhelmsburg, ggf. auch im Zuge der IBA, ein neues Schwimmbad gebaut werden? Wenn ja, welche Gesamtkosten (Bitte aufschlüsseln nach Planung, Bau und Betrieb) sind für das neue Schwimmbad geplant? Wann soll Baubeginn sein und wird der Betrieb des alten Schwimmbads bis zur Eröffnung des neuen Bads aufrechterhalten?
12. Wie soll dem durch die Nutzungsumwidmung von Teilen der jetzigen Fläche des Freibades Ohlsdorf (Anbau von Wohnungen gemäß Bebauungsplan Ohlsdorf 10 auf dem jetzigen Grundstück) drohenden Verlust an Freizeitfläche entgegengewirkt werden?
a. Sind Ausgleichflächen geplant?
b. Wenn ja, wo und in welcher Form?
c. Wenn nein, warum nicht ?
13. Sind Bäderschließungen geplant ? Wenn ja, wann und aus welchem Grund?
14. Gibt es weiterhin Planungen zur Inbetriebnahme eines oder mehrerer Badeschiffe in Hamburg?
a. Wenn ja, an welchen Standorten und zu wann?
b. Wenn nein, hat sich der Senat endgültig von den Planungen verabschiedet?
15. Plant der Senat Freibadsanierungen ?
a. Wenn ja, an welchen Standorten und welche Maßnahmen?
b. Wenn nein, warum nicht?
16. Wie haben sich die Saisonzeiten in den letzten fünf Jahren in den Freibädern in Hamburg entwickelt? Bitte aufschlüsseln nach kommunal und privat betriebenen Bädern?
17. Werden die Freibäder nur mit Kaltwasser betrieben? Wenn ja, warum?
18. Ist ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Kaltwasserbetrieb und der Saisonzeitentwicklung für den Senat nachvollziehbar?


II. Förderung des Schwimmsports
1. Plant der Senat im Zuge der Bewerbung um die Schwimm-Langbahn-WM eine Erhöhung der Zuwendung für den Schwimmsport in Hamburg? Wenn ja, um welchen Betrag wird die Zuwendung erhöht werden? Wen nein, weshalb nicht?
2. Wie hat sich der Preis pro Nutzungseinheit und Schwimmzeit seit dem Jahre 2004 entwickelt? (Bitte aufschlüsseln nach Nutzern und einzelnen Jahren)
3. Ist eine Erhöhung des Preises pro Nutzungseinheit für den gemeinnützigen Sport geplant?
4. Wie haben sich die durch den Hamburger Schwimmverband e.V. und die ihm angeschlossenen Schwimm- und Sportvereine angemieteten Schwimmzeiten seit dem Jahre 2004 pro Jahr entwickelt?
5. Ist der Senat der Meinung, dass durch staatliche Förderung der Wettbewerb zwischen Sportvereinen und der Bäderland GmbH verzehrt wird?
a. Wenn ja, in welcher Form?
b. Wenn nein, welche Position vertritt der Senat im Hinblick auf die Förderstruktur des Schwimmsports in Hamburg?
6. Wie viele Hamburger Vereine bieten zurzeit Schwimmkurse an? (Bitte auflisten nach Arten der Kurse)

III. Zukunft des Schulschwimmens
In Hamburg können 31 Prozent der Kinder am Ende der vierten Klasse und 16 Prozent der Kinder am Ende der sechsten Klasse nicht schwimmen. Stuft man eine Schwimmerin und einen Schwimmer im Vergleich zu einer Nichtschwimmerin und einem Nichtschwimmer als einen solchen ein, der mindestens das Jugendschwimmabzeichen in Bronze trägt, lernt jedes sechste Hamburger Schulkind nicht ausreichend schwimmen.
Die Auslagerung des Schulschwimmens aus dem Verantwortungsbereich der Schule bzw. ihrer Sportlehrer auf die private Bäderland mit zugleich reduzierter Wasserzeit hat offensichtlich – was die Schwimmfähigkeit angeht - keinen Erfolg gehabt.
Besonders auffällig in Bezug auf die Gruppe der Schulkinder, die keine ausreichenden Schwimmfähigkeiten erwerben, ist deren sozialräumliche Verteilung. Die „Misserfolge“ sind überproportional in ärmeren Stadtteilen zu verzeichnen. Das Negativbeispiel bietet in diesem Vergleich Wilhelmsburg. Dort können nach der vierten Klasse 70 Prozent der Kinder nicht schwimmen. Trotz dieser Situation sind mit der Neuordnung des Schulschwimmens 2006 durch den Senat die Schwimmzeiten reduziert worden:
1. Soll es in Hinblick auf die derzeitige Situation eine weitere Neuordnung mit erhöhten Schwimmzeiten geben? Wenn ja in welcher Höhe? Wenn nein, warum nicht?
2. Wie kann die Schwimmfähigkeit von Schulkindern messbar und vergleichbar gemacht werden?
a. Gibt die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Schwimmabzeichen Auskunft über die tatsächliche Schwimmfähigkeit eines Kindes?
b. Welche Anforderungen umfassen das Jugendschwimmabzeichen in Bronze und erfordert es Schwimmfähigkeiten, die sich deutlich genug von einem Nichtschwimmer unterscheiden?
c. Welche anderen Modelle und Kriterien zur Messbarkeit von Schwimmfähigkeit gibt es?
3. Können gemeinsame Gründe festgestellt werden, die ursächlich sind dafür, dass einige Kinder das Schwimmen im Unterricht erlernen und andere nicht? Wenn ja, welche?
a. Hatten die Kinder, die die Schwimmfähigkeit erreichen im Vergleich zu denen, die diese verfehlen, bereits Schwimmerfahrung?
b. Gibt es außer der sozialräumlichen Verteilung weitere gemeinsame sozial-statistische Gemeinsamkeiten der Kinder, die das Schwimmen nicht erlernen?
c. Haben die Kinder, die das Schwimmen bis zur sechsten Klasse nicht erlernen im Allgemeinen motorische Schwächen?
d. Gibt es in der Verteilung außerschulischer Schwimmangebote eine ebenso ungleiche sozialräumliche Verteilung wie im Hinblick auf den Erwerb der Schwimmfähigkeit?
4. Bestehen Möglichkeiten, Kinder, die das Schwimmen schwerer erlernen, gezielt zu fördern? Wenn ja, wie werden sie im Rahmen des derzeitigen Schwimmunterrichts genutzt?
a. Welche schulischen Förderprogramme und außerschulischen Ergänzungen wären denk- und realisierbar? Gibt es Kooperationen mit Vereinen? Wenn ja, welche? Wenn nein, sind diese geplant und wenn ja, wie sind sie geplant? Wenn keine Kooperationen geplant sind warum nicht?
b. Könnte eine vorschulische Wassergewöhnung die Lernunterschiede abmildern?
c. Sollte der Schwimmunterricht im Allgemeinen neu konzeptioniert werden? Wenn ja, wie und nach welchen Kriterien?
5. Wie wichtig ist der Weiterbetrieb der Hamburger Lehrschwimmbecken auf den Erwerb der Schwimmfähigkeit für alle Hamburger Kinder?
a. Gibt es Alternativkonzepte, für den Fall, dass Lehrschwimmbecken-Standorte geschlossen werden oder die Wasserzeitenkapazitäten sich verringern?
b. Welche Auswirkungen hat dies für die Gewährleistung des Schulschwimmsportes?
6. Wie viele Schwimmkurse und Unterrichtszeiten bzw. Wasserzeiten wurden im Rahmen des Schulschwimmens für wie viele Schülerinnen und Schüler in Hamburg seit dem Schuljahr 2006/07 angeboten? Bitte nach Schulformen, Jahrgängen und Stadtteilen aufschlüsseln.
7. Welche jährlichen Kosten entstanden durch die Nutzung oder den Betrieb und Unterhalt von Schwimmhallen für das Schulschwimmen?
8. Wie verteilen sich die Kosten auf die einzelnen Schwimmhallen?
9. Welche jährlichen Kosten sind durch den Transport von Schülerinnen und Schülern zum Schulschwimmen entstanden? Bitte aufschlüsseln nach Anzahl der Schülerinnen und Schüler, Schulstandorte, sowie genutzte Wasserzeiten in den jeweiligen Bädern.
10. Werden beim derzeitigen Schwimmunterricht durch „bäderland“ die Rahmenpläne des Schulsportunterrichts, dabei insbesondere die spezifischen Anforderungen im „Lernfeld Schwimmen, Tauchen und Retten“, vollständig abgedeckt? Wenn nein, welche Bereiche nicht und was gedenkt der Senat hier zu tun?
11. Seitdem Schwimmen in Klasse 4 und Klasse 6 nicht mehr Teil des Sportunterrichts ist und nicht mehr in die Leistungsbewertung der Sportzensur einfließen darf, spielt auch die pädagogische Bedeutung des Schwimmens als Teil des Sportunterrichts keine Rolle mehr. Besondere Schwimmfähigkeiten, aber auch besonderes Fairplay dürfen nicht mehr Teil der Schulnote sein. Wie rechtfertigt der Senat den Entfall eines der 7 Lernfelder des Sportunterrichts?
12. Ist der Senat der Meinung, dass er dem schulischen Bildungsauftrag, „Unterricht und Erziehung auf die Entfaltung der geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten …auszurichten“ (aus dem Hamburgischen Schulgesetz §2) im Bezug auf das Schwimmen Lernen durch die Übertragung auf die Bäderland Hamburg GmbH uneingeschränkt nachkommt?

IV. Kleinkindschwimmen und Kita
Bewegungslernen ist ein elementarer Teil der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Hamburg und gehört zu einem zentralen frühkindlichen Bildungsfeld.
1. Welche frühkindlichen Schwimmangebote werden in Hamburg durch wen angeboten? Bitte aufschlüsseln nach Anbietern/Trägern, Standorten, Teilnehmerstruktur und Angebotsart.
2. Gibt es eine systematische Zusammenarbeit zwischen Kita-Trägern und Anbietern von Schwimmkursen? Wenn ja, in welcher Form und an welchen Standorten? Wenn nein, plant der Senat hier aktiv zu werden?
3. Plant der Senat ein Konzept zur Ermöglichung eines landesweiten Schwimmlernens im Elementaralter, um allen Hamburger Kindern das Schwimmen lernen zu ermöglichen?

V. Senioren- und Gesundheitssport
Die Gesundheit fördern und erhalten steht immer mehr im Mittelpunkt auch von älter werdenden Menschen. Sportmedizinische Erkenntnisse weisen aus, dass das Bewegen im Wasser eine der förderlichsten Methoden des Senioren- und Gesundheitssports ist.
1. Welche Senioren- und Gesundheitssportangebote im Wasser werden in Hamburg durch wen angeboten? (Bitte aufschlüsseln nach Anbietern/Trägern, Standorten, Teilnehmerstrukturen und Angebotsart)
2. Gibt es eine systematische Zusammenarbeit zwischen Seniorenheimen und Anbietern im Seniorensportsektor?
a. Wenn ja, in welcher Form und an welchen Standorten?
b. Wenn nein, plant der Senat hier aktiv zu werden?

VI. Badeunfälle
1. Wird in Hamburg eine Badeunfallstatistik geführt?
a. Wenn ja, durch wen und wie haben sich die Badeunfälle in Hamburg seit 2004 entwickelt?
b. Wenn nein, plant der Senat diese zu erfassen?
2. Ist der Senat der Meinung, dass die Schwimmausbildung der Hamburger Kinder und Jugendlichen vor dem Hintergrund sinkender Schwimmbefähigungen ausreichend ist?
a. Wenn ja, ab welchen Prozentsatz ist der Senat der Meinung, dass eine sinkende Schwimmbefähigung der Bevölkerung gesundheitlich und prophylaktisch nicht mehr zu verantworten ist?
b. Wenn nein, was plant der Senat, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken?
3. Wie fördert der Senat die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Hamburg?
4. Welche Gruppen gibt es in der DLRG (bitte aufschlüsseln nach Anzahl der Mitglieder / Teilnehmer und Standorte)?
5. Wie entwickeln sich die Mitgliedszahlen in der DLRG in Hamburg? (Bitte Entwicklung der letzten fünf Jahre)
6. An welchen Standorten sind Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer in Hamburg im Einsatz? (Bitte aufschlüsseln nach Standorten und Einsatzzeiten)

VII. Schwimmen lernen in Hamburg. Welche Möglichkeiten bietet Hamburg für Menschen mit Behinderung. Welche Barrieren bestehen?
Schwimmen ist besonders auch für Menschen mit Behinderung eine hervorragende Freizeitbeschäftigung, um das eigene Selbstwertgefühl zu stärken, gesundheits-prophylaktisch aktiv zu werden und durch die Erweiterung der eigenen Kompetenzen ein wichtiger Schritt in Richtung Integration.
1. Wie definiert der Senat ein barrierefreies Schwimmbad/ eine barrierefreie Schwimmhalle?
2. Welche Maßnahmen müssen nach Ansicht des Senats durchgeführt sein, um einen Schwimmstandort als komplett barrierefrei bezeichnen zu können?
3. Welche Schwimmbäder/-hallen in Hamburg sind in welcher Form barrierefrei? Bitte aufschlüsseln nach Standorten und bereits durchgeführten Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
4. Welche Maßnahmen sind im Hinblick auf eine Verbesserung der Barrierefreiheit an welchem Standort wann geplant?
5. Welche wohnortnahen Angebote im Schwimmsport wurden 2007 und 2008 für Menschen mit Behinderung angeboten? Bitte aufschlüsseln nach Art der Angebote, Zielgruppe, Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Anbieter und Standorten.
6. Welche Schwimmangebote für Menschen mit Behinderung sind zurzeit durch wen geplant?
7. Werden die Schwimmsport- und Wassergewöhnungsangebote für Menschen mit Behinderung besonders gefördert?
a. Wenn ja, welche und in welcher Höhe?
b. Wenn nein, plant der Senat diese zukünftig zu fördern?

VIII. Leistungssportförderung
1. Plant der Senat im Zuge der Bewerbung um die Schwimm-Langbahn-WM die Zuwendungen an den Hamburger Schwimmverband e.V. zu erhöhen, so dass der Landesschwimmverband und die ihm angeschlossenen Vereine mehr Wasserzeiten bei der Bäderland Hamburg GmbH ankaufen und diese zusätzlichen Zeiten dem gemeinnützigen Schwimmsport zu führen kann?
Wenn ja, wie hoch wird die Erhöhung ausfallen und wie viele Wasserzeiten kauft die zuständige Fachbehörde für den Hamburger Schwimmverband e.V. bei der Bäderland Hamburg GmbH dafür an?
2. Beabsichtigt der Senat, in Ergänzung zum Sportfördervertrag, mit dem Hamburger Schwimmverband eine Vereinbarung über die Zuwendung zum Ankauf von Nutzungskontingenten der Ressource Wasser (Zeit-/Mengenkontingent) abzuschließen?
a. Wenn ja, wird die Betriebskostenentwicklung hierbei dynamisch berücksichtigt?
b. Wenn nein, warum nicht?
3. Wie fördert der Senat direkt oder durch Zuwendungen an Dachorganisationen die einzelnen Wassersportarten in den letzten fünf Jahren? Bitte aufschlüsseln nach den Sportarten Schwimmen, Wasserball, Triathlon, Synchronschwimmen, Turmspringen und „Open Water“.
4. Plant der Senat im Rahmen der Schwimm-Langbahn-WM die Leistungssportförderung für einzelne Wassersportarten zu erhöhen?
a. Wenn ja, für welche?
b. Wenn nein, warum nicht?
5. Welche Auswirkungen hat der Status Bundesstützpunkt „Schwimmen“ auf den Olympiastützpunkt? Welche Maßnahmen sind aus Sicht des Senats notwendig? (Bitte aufschlüsseln nach Infrastrukturmaßnahmen, Zuwendungen und Planungen konzeptioneller Art)
6. Ist eine Erhöhung der Zuwendung an den Olympiastützpunkt geplant?

IX. Schwimm-Langbahn-WM
1. In welcher finanziellen Höhe plant der Senat die Kosten für die Bewerbung und Ausrichtung der Schwimm-Langbahn-WM (Schwimm-WM) in Hamburg?
2. Ist die Bewerbung um die Schwimm-WM in ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Entwicklung der Sportstadt eingebettet? Wenn ja, wie sieht dieses Konzept aus und welche Verwaltungsstellen, Sportfachverbände und Unternehmen wurden daran beteiligt? Wenn nein, warum nicht?
3. An welchem Standort respektive welchen Standorten soll die Schwimm-WM mit welchen Disziplinen (Schwimmen, Wasserball, Synchronschwimmen, Wasserspringen, Freiwasserschwimmen) in Hamburg durchgeführt werden? Sind die Kosten für die Herrichtung des Standorts respektive der Standorte bereits in die Gesamtkosten eingerechnet?
4. Welche baulichen Maßnahmen müssen durch die Ausrichtung einer Schwimm-WM in Hamburg durchgeführt werden? Sind diese Maßnahmen bereits ökologisch-energetisch und ökonomisch sinnvoll sowie nachhaltig geplant?
5. Plant der Senat im Zuge der Ausrichtung der Schwimm-WM eine Offensive des Schwimmsports in Hamburg Wenn ja, mit welchen Schwerpunkten? Wenn nein, warum nicht?
6. Der Senat begründet die Bewerbungen um (sportliche) Großveranstaltungen u.a. auch mit dem ökonomischen Mehrwert für die Stadt. Mit welchen Einnahmen rechnet der Senat durch die Schwimm-WM in Hamburg? (Bitte aufschlüsseln nach Höhe und Art der Einnahmen)
7. Stellt der Bund Gelder für eine Schwimm-WM zur Verfügung? Wenn ja, in welcher Höhe?
Wenn nein, plant der Senat Gelder vom Bund zu beantragen? Wenn ja, in welcher Höhe?
Wenn nein, warum nicht?
7. Sollen die Schwimm-WM und die daraus folgenden infrastrukturellen Verbesserungen in ein Gesamtkonzept mit anderen Großveranstaltungen im Bereich Sport gebracht werden? Wenn ja, wie sieht dieses aus? Wenn nein, warum nicht?

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