Hamburgs Stadtteile – Lebensqualität für alle Generationen

Donnerstag, 03.03.2016

Auf Initiative der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen beschließt die Hamburgische Bürgerschaft heute über eine Fortentwicklung des Hamburger Demografiekonzepts. Ziel ist es, die Lebensqualität in den Stadtteilen für alle Altersgruppen voranzutreiben. Das Stichwort hierzu lautet "Generationenfreundlichkeit" und meint, dass die Lebensqualität für alle Generationen stimmen muss. Kinder- und Familienfreundlichkeit gehört ebenso dazu wie ein gutes Lebensumfeld für ältere Menschen und die Berücksichtigung einer vielfältiger gewordenen Stadtgesellschaft.

Dazu Sylvia Wowretzko, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Wir wollen einen weiteren Schritt hin zur generationsfreundlichen Entwicklung der Stadtteile und Quartiere gehen. Die Stadtteile sollen für jedes Alter und in allen Lebensphasen lebenswert sein. Nur so schaffen wir die Voraussetzung für eine gute demografische Entwicklung. Das Angebot von präventiven Hausbesuchen für ältere Menschen haben wir im Koalitionsvertrag versprochen und ich bin gespannt, welche Erfahrungen wir damit machen werden. Ich wünsche mir, dass sich viele Hamburgerinnen und Hamburger an der Diskussion über generationenfreundliche Stadtteile beteiligen werden."

Dazu weiter Christiane Blömeke, stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "So wie wir uns für Wind und Wetter rüsten können, machen wir es uns zur Aufgabe, die Stadt 'demografiefest' zu entwickeln. Das beginnt im Alltag bei der Stärkung des nachbarschaftlichen Engagements zwischen den Generationen und der Förderung von interkulturellen Begegnungen. Es ist aber auch unser erklärtes Ziel, die Barrierefreiheit in Hamburg weiter voranzubringen. Neue Wege wollen wir in der Versorgung älterer Menschen gehen. Wir bieten für alle, die es wollen, einen präventiven Hausbesuch an. So können Bedürfnisse älterer Menschen entdeckt werden, auch wenn sie nicht mehr vor die Tür gehen. Die altersmäßige und kulturelle Durchmischung wird sich in Hamburg weiter verändern, darauf wollen wir in allen Politikbereichen achten. Uns ist es wichtig, allen Hamburgerinnen und Hamburgern zu ermöglichen, das Leben in jedem Alter und egal mit welcher Herkunft positiv für sich und andere zu gestalten!"

Hintergrund:

Im März 2014 hatte der Senat erstmals für Hamburg das "Demografie-Konzept Hamburg 2030: Mehr. Älter. Vielfältiger." vorgelegt. Dieses soll nun, wie im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen vereinbart, fortgeschrieben werden. Dabei soll die Verzahnung mit der Quartiersentwicklung ein besonderer Schwerpunkt sein. Neben einem breiten Beteiligungsprozess soll es auch ein moderiertes "Online-Diskussionsforum" mit einer eigenen Website geben, um Vorschläge einzubringen und mit anderen diskutieren zu können. Für ältere Menschen ist die Einführung des Angebots eines Hausbesuchs durch geschultes Personal geplant, um medizinische, pflegerische oder soziale Unterstützungsbedarfe besprechen und gegebenenfalls auf Wunsch einleiten zu können. Dies ist ein Instrument, das sich bereits in Dänemark bewährt hat.

Ansprechpartner

Sylvia Wowretzko

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Gesundheit

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