COVID-19 Impfung in Hamburg – Lieferankündigungen und Lieferwirklichkeit

Donnerstag, 15.04.2021, Drucksache 22/3980

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Loss

Einleitung für die Fragen:
Die Verfügbarkeit von Impfstoffen und Tests machen in der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie den entscheidenden Unterschied zur Situation zu Beginn und im Verlauf des Jahres 2020. Es ist ein glücklicher Umstand, dass es durch weltweite Anstrengungen gelungen ist, bereist nach weniger als einem Jahr wirksame und geprüfte Impfstoffe zu entwickeln. Das Impfen ist der Königsweg im Kampf gegen die Pandemie. Für viele Impfberechtigte ist der Weg zum Impftermin in den ersten Wochen des Jahre 2021 beschwerlich gewesen. Hauptursächlich dafür ist die Knappheit der Impfstoffe, die eine Knappheit der Termine zwangsläufig nach sich gezogen hat. Das Fortführen und der Fortschritt der Impfstrategie in Hamburg wurde und wird erschwert durch nur schwer kalkulierbare Lieferungen. Lieferankündigungen werden häufig verändert und die tatsächlich gelieferte Menge entspricht häufig nicht den Ankündigungen. Dies mag teilweise an dem sehr anspruchsvollen Produktionsprozess und Logistikproblemen liegen. Die Planungen und Terminvergaben vor Ort werden hierdurch jedoch sehr anspruchsvoll, da sie mit vielen Unwägbarkeiten außerhalb des Einflussbereichs der Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) belastet sind. Für das zweite Quartal 2021 sind nun endlich größere Mengen Impfstoff für Deutschland und die Freie und Hansestadt Hamburg angekündigt worden.

In diesem Zusammenhang frage ich den Senat:

Frage 1: Wie stellen sich die Lieferankündigungen, korrigierten Ankündigungen und tatsächlichen Lieferungen der verschiedenen Impfstoffe nach Anzahl der Impfdosen und Kalenderwochen jeweils seit Aufnahme der Impfungen dar? (Bitte für jede Kalenderwoche seit Beginn der Impfungen darstellen.)
Frage 2: Wie viele Dosen der jeweiligen Impfstoffe sind für die kommenden sechs Kalenderwochen angekündigt?
Frage 3: Welche Stellen sprechen die Lieferankündigungen aus?
Frage 4: Wie ist die Zusammenarbeit von FHH und Bund bei der Impfstoffverteilung organsiert?
Frage 5: Gibt es direkte Kontakte zwischen der FHH und den Herstellern der Impfstoffe und falls nicht, warum nicht?
Frage 6: An welchen Tagen des Jahres 2021 hat das Hamburger Impfzentrum bisher seine volle Kapazität von 7000 Impfungen pro Tag erreichen können?
Frage 7: Gibt es Planungen, die Kapazitäten des Impfzentrums bei wachsendem Bedarf zu erweitern und falls ja, welche?
Frage 8: Seit der 14. Kalenderwoche erfolgen Impfungen in Hamburg auch über die Hausärzte. Wie und durch wen erfolgt die Verteilung von Impfdosen an die Hausärzte?
Frage 9: Wie viele Impfdosen welcher Hersteller werden in den kommenden sechs Kalenderwochen über die Hausärzte in Hamburg verimpft werden können?
Frage 10: Sind neben der Impfung im Impfzentrum, über die Hausärzte und über die Schwerpunktpraxen weitere Verteilungswege für die Impfung geplant und wenn ja, welche?
Frage 11: Lassen sich auf der Grundlage der vorliegenden Lieferzusagen und der Verteilung von Impfungen über andere Kanäle Einschätzung über den Impffortschritt in Hamburg in den nächsten sechs Wochen treffen und wenn ja, welche?

Ansprechpartner

Claudia Loss

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Gesundheit

Referent/in

Knuth Janshen

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