Hamburgs Zukunft zu allen Zeiten klug, sozial und nachhaltig gestalten: Innovationsraum für die Medienwirtschaft schaffen

Donnerstag, 20.05.2021, Drucksache 22/

Antrag der Abgeordneten Gabriele Dobusch, Christel Oldenburg, Hansjörg Schmidt, Isabella Vértes-Schütter, Regina Jäck, Dagmar Wiedemann, Claudia Loss, Kirsten Martens, Cem Berk und Fraktion sowie der Abgeordneten Farid Müller, Dennis Paustian-Döscher, Maryam Blumenthal, Miriam Block, Sina Demirhan, René Gögge, Ivy May Müller, Peter Zamory, Eva Botzenhart, Mareike Engels, Michael Gwosdz, Linus Jünemann, Zohra Mojadeddi (GRÜNE) und Fraktion

Die Medienwelt und damit auch die gesamte (digitale) Medien- und Kreativwirtschaft befindet sich in einem dauerhaften dynamischen Wandel und steht vor großen Herausforderungen. Sie passt fortwährend Geschäftsmodelle den Mechanismen der digitalen Ökonomie an und entwickelt neue Leistungen, Produkte und Geschäftsmodelle. Diesen zentralen und zum Teil existenziellen Herausforderungen ist nur mit einer permanenten, kollaborativen Innovationskultur zu begegnen.
Ein neuer Innovationsraum für und mit der Medien- und Kreativwirtschaft in Hamburg könnte sich zu einem zentralen Element des Hamburger Innnovationssystems für Medien entwickeln. An einem Ort können Methoden und Formate im Open-Innovation-Ansatz angeboten und umgesetzt werden, Innovation also als unternehmensübergreifende und interdisziplinäre Aufgabe verstanden werden. Hier kann zum einen Zusammenarbeit von Unternehmen, Kunden*innen, Wissenschaft, Forschung und Start-ups als auch die Befassung mit neuen Themen und Technologien effektiv geschehen und Synergien schaffen. Die Digitalexpertise im Innovationsraum kann für unterschiedliche Fragestellungen innerhalb der Branche geteilt, geeignete Arbeitsräume und Arbeitsmittel zur Ausarbeitung der Innovationsprojekte von allen Interessierten genutzt werden. Kooperationsprojekte dieser konvergierenden Branche mit sehr unterschiedlichen Share- und Stakeholdern können so einen neutralen Arbeitsort und einen neutralen Mittler finden. Kollaboration braucht als Rahmenbedingung diesen neutralen Ort. Hier sollte die öffentliche Hand als Innovationsförderer auftreten. Die Umsetzung dieses Immobilienkonzeptes soll durch die Hamburger Kreativgesellschaft mbH erfolgen.
Mit dem Innovationsraum kann in Hamburg ein Ort entstehen, an dem Innovationen in und mit der Medien- und Kreativwirtschaft an den Schnittstellen zwischen Inhalt und Technologie mit neuen Formaten betrieben wird. Gleichzeitig kann der Innovationsraum für Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit der Branche sorgen.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,
1. ein Konzept für einen Innovationsraum zur Stärkung des Innovationsökosystems der Medien- und Kreativwirtschaft zu entwickeln,
2. für die Konzeptualisierung und die Umsetzung im Haushalt 2021/2022 im Einzelplan 3.3, Aufgabenbereich 251 Kultur und Staatsarchiv, Produktgruppe 251.07 „Amt Medien“, Kontenbereich Kosten aus Transferleistungen hierfür bis zu 250.000 Euro aus den durch die Digitale Dividende II erzielten Erlösen in der gleichen Produktgruppe zur Verfügung zu stellen, und
3. der Bürgerschaft jährlich ab 31.12.2022 zu diesem Themenbereich zu berichten.
© SPD-Bürgerschaftsfraktion 2016, Inc. Alle Rechte vorbehalten.