„Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi)

Freitag, 07.01.2011, Drucksache 19/8363

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Christel Oldenburg

Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) ist eine musikalische Bildungsinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, jedem Grundschulkind die Möglichkeit zu bieten, ein Musikinstrument eigener Wahl zu erlernen. Das Projekt läuft seit Beginn des Schuljahrs 2009/10 in 61 Hamburger Grundschulen mit 163 Klassen. Bis Ende 2012 sollen laut der Pressemitteilung des Senats vom 9. Januar 2009 etwa ein Viertel aller Zweit-, Dritt- und Viertklässler dabei sein, annähernd 10.000 Kinder.
Seit 2009 fördert das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung die wissenschaftliche Evaluation der JeKi-Programme im Ruhrgebiet und in Hamburg, um die empirische Bildungsforschung im musikpädagogischen Bereich voranzubringen. Die Ergebnisse sollen zudem in die Praxis zurückgeführt werden und so zur kritischen Reflexion und möglicherweise zu einer Weiterentwicklung des Programms beitragen.


Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

1. Wie viele Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertklässler haben im Jahre 2009 und 2010 an dem Projekt teilgenommen? Bitte jeweils nach Jahrgangsstufen und Schulen einzeln auflisten?

2. Für welche Instrumente haben sich die Zweit-, Dritt- und Viertklässler im Jahre 2009 und 2010 entschieden? Bitte jeweils nach Jahrgangsstufen und Schulen einzeln auflisten?

3. Wie viele Schülerinnen und Schüler und aus welchen Schulen haben die Teilnahme an dem Projekt abgebrochen und aus welchen Gründen?

4. Zu Beginn der Grundschulzeit sind Kinder offen für ganz unterschiedliche Musik. Im Verlauf der Entwicklung nimmt die Präferenz für Pop-und Rockmusik zu und klassische Musik wird abgelehnt. Welchen erkennbaren Einfluss hat der JeKi-Unterricht in Hamburg bisher auf die Präferenzen der teilnehmenden Kinder?

5. Nicht alle Kinder bringen die gleichen Voraussetzungen für eine Ausbildung auf einem Musikinstrument mit. Wie geht man mit diesen Kindern um?

6. Musizieren kann zu einer Verringerung von Stresserleben, zu einer Verbesserung von Stressbewältigung und von kognitiven Leistungsanforderungen (Aufmerksamkeit, Gedächtnis) beitragen. Welche Erfahrungen bzw. Ergebnisse wurden in den teilnehmenden Schulen bisher erzielt?


7. Bis zu welchem Schuljahr liegen Planungen für das Projekt JeKi vor und welche Inhalte haben sie?

8. Welche Forschungsprojekte untersuchen in der Evaluation zu "Jedem Kind ein Instrument" Hamburger Schulen?

9. Wie werden musikbegabte Kinder nach dem Abschluss von JeKi bzw. nach der vierten Jahrgangsstufe weiter gefördert?



Ansprechpartner

Christel Oldenburg

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Hamburg/Schleswig-Holstein

Referent/in

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