Etatkürzungen beim Hamburger Schauspielhaus

Dienstag, 28.09.2010, Drucksache 19/7430

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Christel Oldenburg

Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg-St. Georg ist eines der größten deutschen Sprechtheater. Viele besondere Inszenierungen und Produktionen haben das Hamburger Schauspielhaus zu einem renommierten Theater gemacht.
Der Intendant des Hamburger Schauspielhauses, Friedrich Schirmer, hat am 14. September 2010 seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Grund für Schirmers Entschluss ist eine seit Jahren gravierende Unterfinanzierung des Theaters. Sein Vertrag lief bis zum Jahre 2015. Im Entwurf zum Doppelhaushalt 2011/2012 sollen die Zuwendungen für das Deutsche Schauspielhaus um 1.22 Mio. Euro gekürzt werden. Dies sind mehr als 50% des künstlerischen Etats. In dieser kritischen Lage muss ein neuer Intendant gesucht werden.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:


1. Welches sind die Gründe bzw. Kriterien speziell beim Hamburger Schauspielhaus zu kürzen?

2. Welche Analysen wurden als Grundlage für diese Entscheidung herangezogen?

3. Wurden im Vorwege Fachpersonen zu Rate gezogen? Wenn ja, um welche handelte es sich?

4. Wurden Personen aus dem Schauspielhaus mit in die Entscheidungsfindung einbezogen? Wenn ja, wer? Wenn nein, warum nicht?

5. Welche Auswirkungen haben die Kürzungen auf die Spielsaison 2011/2012?



6. Zu welchem Zeitpunkt werden Kürzungen für das Schauspielhaus im Jahre 2011 wirksam?

7. Welche Auswirkungen haben die Kürzungen auf die Sparte Junges Schauspielhaus?

8. Welche Auswirkungen haben die Kürzungen auf die Anzahl der Premieren bzw. Neuinszenierungen?

9. Welche Auswirkungen haben die Kürzungen auf die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich des Ensembles.


10. Wann wird das Schauspielhaus wieder mit einem Intendanten oder einer Intendantin besetzt sein und wie wird die Führungsstruktur des Schauspielhauses in Zukunft ausgestaltet?


11. Wird das Schauspielhaus auch Einnahmen aus der vom Senat beabsichtigten Kulturtaxe erhalten. Wenn ja, wie hoch beziffert der Senat die Höhe dieser Zuwendungen?







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