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Kein Denkmalschutz für das sog. „Wohnstiftquartier“ in Eppendorf?

Dienstag, 06.08.2013, Drucksache 20/8861

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Anja Domres

Die Bürgerschaft hat am 27. März 2013 die Novellierung des Hamburgischen Denkmalschutzgesetzes beschlossen. Ziel des neuen Denkmalrechts ist es, in Hamburg den schützenswerten Bestand an historischen Gebäuden und Ensembles zu sichern und zugleich transparente Regelungen für deren Eigentümer zu schaffen.

In Eppendorf gibt es ein Gelände, welches im Norden von der Schedestraße, im Osten von der Frickestraße, im Süden von der Martinistraße und im Westen von der Tarpenbekstraße begrenzt ist, auf dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts viele gemeinnützige Einrichtungen ihre Gebäude errichtet haben. Unter anderem wurde in mehreren Wohnstiften Lebensraum für viele ältere Menschen geschaffen. Die Gebäude dieser Wohnstifte sind für das Stadtbild von Eppendorf prägend und architektonisch schützenswert.


Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

1. Aus welchem Grund sind folgende – zuvor als geschützte Denkmäler eingestufte - Gebäude in der Denkmalschutzliste nach § 6 Absatz 1 Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 05. April 2013 (HmbGVBl. S. 142) – Stand: 1.5.2013 - nicht mehr enthalten.

• Schedestraße 18-22: Gesamtanlage Bürgermeister von Kampe und Nicolaus van Wouwer
Gotteswohnungen, Wohnstift, 1928, Wilhelm Strohmeyer, Ottheinrich & Giese

• Schedestraße 24: Gesamtanlage Bürgermeister von Kampe und Nicolaus van Wouwer Gotteswohnungen, Wohnstift, 1906/1907, Hermann Behr & Alfred Eckmann

2. Aus welchem Grund sind folgende Gebäude, welche zuvor als schutzwürdig erkannt wurden, nicht in die Denkmalschutzliste nach § 6 Absatz 1 Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 05. April 2013 (HambGVl S. 142) – Stand: 1.5.2013 – aufgenommen worden?

• Martinistraße 40: Kulturhaus Eppendorf (ehem. Zufluchtstätte für Mädchen und junge Frauen)

• Martinistraße 42: St. Joseph-Stift mit der Fatimakapelle, Krankenhausanlage, 1888, J.B. Heyn

• Frickestraße 24a-c: Martin-Brunn-Stift (ehemals Gustav-Kammerer-Stift, Wohnstift, 1896/1897, Alfred Löwengard)

• Frickestraße 26: Vaterstädtische Stiftung, Wohnstift, 1908/1909, Gustav Stammann, Hugo & Zinnow

• Schedestraße 2: Vaterstädtische Stiftung, Wohnstift, 1906/1907, Gustav Stammann, Hugo & Zinnow

• Schedestraße 4: Vaterstädtische Stiftung, Wohnstift, 1909/1910, Gustav Stammann, Hugo & Zinnow

• Schedestraße 6: Soltow-Stift, Wohnstift, 1906, Ermst Vicenz

• Schedestraße 16: Kindertagesstätte, Kinderheim, 1900, Hugo Groorhoff

• Tarpenbekstraße 31: Daniel-Schutte-Stift, Wohnstift, 1907, Hermann Haller, Martin & Geißler

• Tarpenbekstraße 33: Mathilden-Stift, Wohnstift 1901/1902, C.D. Müller


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