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Hamburg zieht Vorkaufsrecht in Ottensen und im Schanzenviertel: „Wir meinen es ernst mit dem Kampf gegen Immobilienspekulationen“

Montag, 25.02.2019

Um Mieterinnen und Mieter in Hamburg vor Verdrängung zu schützen, hat die Stadt erneut in Gebieten mit Sozialen Erhaltungsverordnungen von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und im Schanzenviertel und in Ottensen vier Grundstücke mit Altbauten erworben.

Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, begrüßt die konsequente Haltung des Hamburger Senats: „Die erneute Ausübung des Vorkaufsrechts zeigt: Wir stehen an der Seite der Mieterinnen und Mieter und werden weiter alle Mittel nutzen, um sie vor Verdrängung zu schützen. Spekulanten sollen wissen: Wir machen weiter und meinen es ernst mit dem Kampf gegen Immobilienspekulationen auf dem Rücken der Hamburgerinnen und Hamburger. Unter den CDU-Senaten bis 2011 wurden Gebiete der Sozialen Erhaltungsverordnung aufgehoben und Wohnungsspekulationen Tür und Tor geöffnet. Wir prüfen dagegen sehr genau, wie wir die Mieterinnen und Mieter weiter schützen können. Wir kümmern uns mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten um bezahlbaren Wohnraum in Hamburg!“

Hintergrund: In Hamburg sind mehr als 230.000 Menschen in Gebieten der Sozialen Erhaltungsverordnung vor Verdrängung geschützt. Allein in 2018 sind über 100.000 Hamburgerinnen und Hamburger in der Neustadt, Eimsbüttel, Altona-Nord und Eilbek hinzugekommen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt bei einem Mietshaus in der Hein-Hoyer-Straße auf St. Pauli sein Vorkaufsrecht ausgeübt, um die Mieterinnen und Mieter zu schützen.
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