R. K. Hegeler/www.mediaserver.hamburg.de

Hamburg 2020: Die Energiewende gestalten und Hamburg als Standort für Erneuerbare Energien international positionieren

Dienstag, 22.11.2011, Drucksache 20/

Antrag der Abgeordneten Jan Balcke, Arno Münster, Wolfgang Rose, Andrea Rugbarth, Daniel Gritz, Birte Gutzki-Heitmann, Dorothee Martin, Erck Rickmers, Hansjörg Schmidt und Fraktion

Haushaltsplan – Entwurf 2011 / 2012
Einzelplan 7
Der Ausstieg aus der Atomkraft und der damit verbundene massive Ausbau erneuerbarer Energien birgt ein hohes wirtschaftliches Potenzial für Unternehmen, die in die richtigen Felder investieren und die Länder und Regionen, die sie dabei unterstützen und ein förderliches Umfeld bieten. Die Ansiedlung entsprechender Unternehmen und die Förderung von Forschung, Innovation und Entwicklung in diesen Bereichen haben zudem immense positive Effekte auf den Arbeitsmarkt. Hamburg wird diese Chancen nutzen. Die Stadt ist hier schon heute gut aufgestellt und hat bei den richtigen Weichenstellungen das Potenzial, sich in enger Kooperation mit dem norddeutschen Raum zu einem führenden Standort in Deutschland, aber auch darüber hinaus zu entwickeln.
Zentral für die weitere Entwicklung ist das Cluster Erneuerbare Energie Hamburg, dessen Mitgliederzahl inzwischen auf 140 angewachsen ist. Weitere Unternehmen haben ihr Interesse bekundet. Das Cluster hat mit Unterstützung des Senats die richtigen Akzente und Impulse gesetzt. Die Branche Erneuerbare Energien entwickelt sich am Standort Hamburg hervorragend, insbesondere im Bereich der Windenergie: Hamburg ist auf dem Weg zur Hauptstadt der Windenergie in Deutschland. Das zeigt das große Ansiedlungsinteresse von Unternehmen der Branche. In 2011 haben sich z. B. bereits Areva Wind, Gamesa Wind Dong Energy und PowerWind am Standort niedergelassen. Der jüngste Erfolg ist die Verlegung der Windenergiesparte von Siemens nach Hamburg. Durch die Neuansiedlung oder den Ausbau von Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien sind in den letzten zwei Jahren ca. 2000 neue Arbeitsplätze in Hamburg entstanden. Eine Zusammenarbeit im norddeutschen Raum ist hierbei förderlich.
Weitere Impulse für die Entwicklung des Clusters sind von der Arbeit der Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH und von den Aktivitäten der Unternehmen, der Hochschulen und aller weiteren Clusterakteure zu erwarten. Erfolge hat das Cluster im Jahr 2011 z. B. bei der Netzwerkarbeit, im Standortmarketing und bei der Internationalisierung verzeichnet. Kontakte zu Clustern der EE-Branche in Kopenhagen und Oslo wurden geknüpft, die Konferenz „Hamburg Renewable Energy Leadership 2011“ erfolgreich ausgerichtet und gemeinsame inhaltliche Aktivitäten der Clusterakteure in thematischen Arbeitsgruppen verstetigt.
Die erfolgreiche Arbeit des noch jungen Clusters Erneuerbare Energien Hamburg soll weiter ausgebaut werden. Ein Aspekt ist, dieses in der Erneuerbare Energien-Branche noch stärker bekannt zu machen. Die Stadt sollte das Cluster in seiner Anfangsphase bei seinem Standortmarketing unterstützen. Eine hochkarätige Preisverleihung mit prominenter Jury und internationaler Strahlkraft soll Hamburg als herausragenden Standort Erneuerbarer Energien in den Focus rücken und so die Entwicklungsmöglichkeiten stärken. Der
„Renewable Energy Award“ soll erstmals 2012 in verschiedenen Kategorien (Lebenswerk, Innovation usw.) an Unternehmen und Einzelakteure der Branche vergeben werden.

Vor diesem Hintergrund möge die Bürgerschaft beschließen:
Der Senat wird aufgefordert,
1. Die Zusammenarbeit im norddeutschen Raum auf dem Gebiet der Windenergie zu intensivieren,
2. Hamburg als Standort für die Branche der Erneuerbaren Energien international zu positionieren und zu diesem Zweck das internationale Netzwerk und insbesondere die Kooperationen in den skandinavischen Raum auszubauen, sowie das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg beim Standortmarketing zu unterstützen,
3. für die Verleihung des „Renewable Energy Awards“ für das Jahr 2012 150.000 Euro aus dem Titel 7300.683.07 „Luftfahrtcluster Hamburg“ zur Verfügung zu stellen.

Ansprechpartner

Jan Balcke

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Wirtschaft

Erck Rickmers

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Andrea Rugbarth

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Mittelstand und Handwerk

Dorothee Martin

  • » Verkehr
  • » Mittelstand, Tourismus, Metropolregion

Birte Gutzki-Heitmann

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Daniel Gritz

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Hansjörg Schmidt

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Medien, Netzpolitik, digitale Wirtschaft, Technologie und Innovation

Wolfgang Rose

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Koordinator für die Kontakte mit den Gewerkschaften

Arno Münster

Referent/in

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