R. K. Hegeler/www.mediaserver.hamburg.de

Nutzgärten und Eigenanbaugärten gemeinschaftlich mit Geflüchteten bearbeiten

Mittwoch, 30.03.2016, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Monika Schaal, Andreas Dressel, Dirk Kienscherf, Ole Thorben Buschhüter, Martina Koeppen, Anne Krischok, Christel Oldenburg, Gert Kekstadt, Uwe Lohmann, Dorothee Martin, Lars Pochnicht, Annegret Kerp-Esche, Gulfam Malik, Hauke Wagner, Michael Weinreich und Fraktion sowie der Abgeordneten Olaf Duge, Filiz Demirel, Mareike Engels, Antje Möller, Ulrike Sparr, Farid Müller (GRÜNE) und Fraktion

Die Situation der geflüchteten Menschen wird Deutschland und Hamburg über viele Jahre beschäftigen, prägen und für ein vielfältiges neues Miteinander sorgen. Die Hambur-gerinnen und Hamburger leisten Großartiges bei der Aufnahme der Menschen in unsere Gemeinschaft. Auf nahezu allen Ebenen werden Projekte angestoßen, die durch Hamburg unterstützt und/ oder multipliziert werden können.
Gemeinschaftliches Gärtnern oder die Beschäftigung mit Eigenanbaumöglichkeiten bieten Perspektiven, mit den Menschen vor Ort etwas zu gestalten. Es sorgt für Gemeinschafts¬erlebnisse, kann neue Freundschaften stiften und die Identität innerhalb der neuen Heimat stärken.
Erste Initiativen, wie bspw. von dem Tutenberg Institut für Umweltgestaltung e.V. sind schon in Hamburg aktiv (http://www.umweltgestaltung.org/2015/07/der-garten-ist-ein-guter-ort/). Solche Initiativen gilt es zu verstetigen und vielfältig umsetzbar zu machen.
In der Drs. 21/2550 „25 Punkte für eine gelingende Integration vor Ort“ wird der Senat aufgefordert, Raum für Mieter- und Gemeinschaftsgärten in der Planung der Freiflächen zu berücksichtigen, um gemeinschaftliche oder private Aktivitäten zu fördern. Großräumigere Eigenanbaugarten-Aktivitäten (sog. Urban farming) könnten zusammen mit Landwirten erwogen werden.
Die Bürgerschaft möge beschließen,
Der Senat wird ersucht,
1. sich über die Bereitstellung von geeigneten Flächen hinaus beim Landesbund der Gartenfreunde und den Kleingartenvereinen dafür einzusetzen, dass diese wo möglich freiwerdende Parzellen für Pilotprojekte bereitstellen und das gemeinsame Gärtnern von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern, Flüchtlingen und sonstigen Interessierten zu unterstützen. Urban-Gardening-Initiativen, die hierzu einen Beitrag leisten können, sind darin eingeschlossen.
Zur Finanzierung werden im Haushaltsjahr 2016 aus der Produktgruppe 292.14 „Zentrale Programme NGE“ mit bis zu 40 Tsd. Euro die Kosten für notwendige Materialien und Pachtleistungen, soweit sie nicht aus anderen Quellen, z.B. durch Spenden finanziert werden, erstattet. Darüber hinaus können in Höhe von 35 Tsd. Euro entsprechend der Drs. 21/1395 aus dem Produkt „Zentrale Verstärkung Zuwanderung“ (Produktgruppe 283.01 „Zentrale Ansätze“) zur Verfügung gestellt werden.
2. die Pilotprojekte im Oktober 2017 zu evaluieren und ggf. auszuweiten.
3. zu prüfen, wie in den neu entstehenden Quartieren zur Unterbringung von Flüchtlingen die Schaffung von „Eigenanbaugärten“ befördert und deren Nutzung langfristig gesichert werden kann.
4. in der näheren Umgebung von Folgeunterbringungen geeignete Flächen im Stadtbereich, wie z.B. landwirtschaftliche Flächen zur Nutzung auf freiwilliger Basis, die für derartige Aktivitäten geeignet sind, zu identifizieren und bereit zu stellen oder zu pachten.
5. der Bürgerschaft bis zum 31. Dezember 2017 zu berichten.

Ansprechpartner

Ole Thorben Buschhüter

Andreas Dressel

Gert Kekstadt

Dirk Kienscherf

Annegret Kerp-Esche

Martina Koeppen

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Stadtentwicklung

Anne Krischok

Uwe Lohmann

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Familie, Kinder und Jugend

Gulfam Malik

Dorothee Martin

  • » Verkehr
  • » Mittelstand, Tourismus, Metropolregion

Christel Oldenburg

Lars Pochnicht

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Monika Schaal

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Umwelt und Energie

Hauke Wagner

Michael Weinreich

Referent/in

Dokumente

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