Studentisches Wohnen in Harburg

Mittwoch, 10.11.2010, Drucksache 19/

Antrag der Abgeordneten Jan Quast, Karin Timmermann, Andy Grote, Jan Balcke, Ole Thorben Buschhüter, Gunnar Eisold, Martina Koeppen, Anne Krischok, Christel Oldenburg, Peter Tschentscher, Thomas Völsch und Fraktion

In Harburg studieren – ja. Dort wohnen – lieber nicht. Das ist das Fazit einer Umfrage, die die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) unter ihren 5.000 Studierenden vorgenommen hat. Danach wohnen nur wenige TUHH- Studentinnen und -Studenten in der Nähe des Harburger Campus. Die meisten pendeln aus anderen Hamburger Stadtteilen nach Harburg. Offensichtlich hat sich ein Eindruck von Harburg verfestigt, eine „hässliche Wohngegend“ mit einem „schlechten sozialen Umfeld“ und ohne „ansprechendes Freizeitangebot“ zu sein. Viele Studierende ziehen deshalb die deutlich günstigeren Wohnungen auf der Elbinsel in Wilhelmsburg oder auf der Veddel vor.
Erfolgreiche Lösungen – so zum Beispiel die Projekte der Wohnungsbaukreditanstalt zur Förderung von Wohnraum für Studierende auf der Veddel und in Wilhelmsburg – zeigen, dass es möglich ist, neue Wege zur Lösung von wohnungs- und sozialpolitischen Herausforderungen zu gehen und damit positive Entwicklungen in einzelnen Stadtteilen gezielt anzustoßen. Beide Projekte sind erfolgreich. Deshalb sollte geprüft werden, sie auf andere Quartiere im Bereich des „Sprungs über die Elbe“ auszudehnen.
Die Bereitstellung von weiterem günstigem Wohnraum für Studierende ist nicht zuletzt angesichts der jüngsten zusätzlichen Belastungen für die studentischen Budgets in Hamburg geboten. So werden aufgrund der Kürzungen der Zuschüsse für das Studierendenwerk Hamburg mit Beginn des Jahres 2011 die Preise für die Mensa-Essen um 10 Prozent steigen und voraussichtlich auch die Semesterbeiträge an das Studierendenwerk erhöht werden. Wohnheimplätze bleiben rar, und der Wohnungsmarkt in Hamburg bleibt aufgrund der zu geringen Wohnungsbauzahlen der vergangenen Jahre angespannt. Das Deutsche Studentenwerk hat deshalb erst kürzlich in seiner 19. Sozialerhebung ermittelt, dass Hamburg bei den Ausgaben von Studierenden für Miete nach München an zweiter Stelle in Deutschland steht.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. eine Ausdehnung des bereits auf der Veddel und in Wilhelmsburg betriebenen Programms zur Förderung des studentischen Wohnens auf das Harburger Phoenix-Viertel oder andere Quartiere im Bezirk Harburg zu prüfen und
2. der Bürgerschaft darüber bis zum 30.04.2011 zu berichten.

Ansprechpartner

Jan Balcke

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Wirtschaft

Ole Thorben Buschhüter

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Verkehr

Gunnar Eisold

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Andy Grote

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Stadtentwicklung

Martina Koeppen

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Stadtentwicklung

Anne Krischok

Christel Oldenburg

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Hamburg/Schleswig-Holstein

Jan Quast

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Haushalt

Karin Timmermann

Peter Tschentscher

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Haushalt

Thomas Völsch

  • Fachsprecherin / Fachsprecher

Referent/in

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