Hochschulkooperation im Ostseeraum - Bestandsaufnahme der wissenschaftlichen und politischen Kooperation

Montag, 12.03.2012, Drucksache 20/

Antrag der Abgeordneten Gerhard Lein, Philipp-Sebastian Kühn, Christel Oldenburg, Lars Holster, Annkathrin Kammeyer, Melanie Leonhard, Urs Tabbert, Sven Tode, Isabella Vértes-Schütter und Fraktion

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist eines der führenden urbanen Zentren im Ostseeraum. Aus jahrhundertealten Handelsbeziehungen mit anderen Ostseeanrainern sind in Wirtschaft, Wissenschaft, Verkehr, Umwelt und Kultur enge Kooperationen entstanden. Innerhalb eines Jahrhunderts entwickelten sich die Ostseeanrainerländer zu modernen Industriestaaten mit innovativen sozialen Wohlfahrtssystemen und modernen Zivilgesellschaften. Die dynamische Entwicklung des Ostseeraums mit seinen insgesamt bis zu 140 Millionen Menschen – je nachdem wie weit die Region gefasst wird – ist für Hamburg von größter Bedeutung.
Dabei hat sich das Netz der Wissenschaftsbeziehungen im Ostseeraum seit Beginn der 90er Jahre verdichtet. Es bestehen vielfältige Hochschulpartnerschaften und Austauschprogramme einzelner Universitäten mit wissenschaftlichen Einrichtungen in allen Ländern der Region.
Politikerinnen und Politiker der Ostseeanrainer haben ihren politischen Willen zum Ausdruck gebracht, Wissenschaftskooperationen zu unterstützen, um die Region wirtschaftlich und kulturell zu stärken. Nicht zuletzt mit der Entschließung der Bürgerschaft vom 28. September 2011 (Drs. 20/1696), mit der die Bürgerschaft ausdrücklich die Ergebnisse und Forderungen des 9. Parlamentsforums Südliche Ostsee begrüßt und der vom Parlamentsforum am 5. Juli 2011 verabschiedeten Resolution zugestimmt hat. Gefragt ist eine klare Strategie der Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Ostseeraums, um eine international wettbewerbsfähige Wissenschaftsregion mit globaler Ausstrahlung zu schaffen. Hierfür scheint es notwendig, gemeinsame Rahmenbedingungen zu erarbeiten: Insbesondere der wachsende Wettbewerb, die Vergleichbarkeit und Lesbarkeit von Studienabschlüssen, die verstärkte Studierenden- und Lehrendenmobilität, mehr Arbeitsmarktrelevanz und Flexibilität in der Lehre sind Herausforderungen, denen die Region gewachsen sein muss, um in der globalen Wissensgesellschaft eine Schlüsselrolle spielen zu können.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht, bis zum 31. Oktober 2012 über seine Strategie der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung innerhalb des gesamten Ostseeraums zu berichten, mit der eine international wettbewerbsfähige Wissenschaftsregion mit globaler Ausstrahlung geschaffen werden kann.

Ansprechpartner

Philipp-Sebastian Kühn

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Wissenschaft und Forschung

Sven Tode

Christel Oldenburg

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Hamburg/Schleswig-Holstein

Isabella Vértes-Schütter

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Kultur

Lars Holster

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Schule

Gerhard Lein

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Seniorinnen und Senioren

Annkathrin Kammeyer

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Wissenschaft und Forschung

Melanie Leonhard

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Familie, Kinder und Jugend

Urs Tabbert

  • Fachsprecherin / Fachsprecher Justiz

Referent/in

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