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Unterstützung für das akademische Koordinierungsprogramm studierwilliger Geflüchteter #UHHhilft

Mittwoch, 11.11.2015, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Gerhard Lein, Gabriele Dobusch, Christel Oldenburg, Annkathrin Kammeyer, Sven Tode, Isabella Vértes-Schütter, Uwe Giffei, Astrid Hennies und Fraktion sowie der Abgeordneten Dr. Carola Timm, Dr. Stefanie von Berg, Filiz Demirel, Mareike Engels, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

zu Drs. 21/1955

An allen Hamburger Hochschulen offenbart sich seit Monaten ein beeindruckendes Engagement zur Unterstützung in die Hansestadt geflüchteter Menschen. Der Ausschuss für Wissenschaft und Gleichstellung begrüßte fraktionsübergreifend in seiner Sitzung am 2. Oktober 2015 die beeindruckenden Initiativen der staatlichen und privaten Hamburger Hochschulen zur Integration von Flüchtlingen in die jeweiligen Institutionen. Um ihnen den Zugang zu Informationen zur Hochschulbildung und zu den Hochschulen zu erleichtern, wurden verschiedene Konzepte entwickelt, unter anderem das Programm „#UHHhilft“, das am 23. Oktober 2015 während des Runden Tisches verschiedener Hochschulen von der Flüchtlingsbeauftragten der Universität Hamburg vorgestellt worden ist. Eindrücklich zeigen die Hochschulen, wie in diesem Bereich der Hochschulautonomie gemeinsam Konzepte und Maßnahmen erdacht und ergriffen werden, stets in enger Einbindung der aufsichtsführenden Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG).
Intendiert wird damit, unter Federführung der Universität Hamburg und in Kooperation mit dem W.I.R-Programm (work and integration for refugees, u.a. initiiert durch die BASFI und das Jobcenter) eine Koordinations- und Beratungsstelle für studierwillige Flüchtlinge zu schaffen. Es haben sich bereits viele studierwillige Geflüchtete auf der Lernplattform STINE registriert. Die Auftaktveranstaltung von #UHHhilft fand am 9. November 2015 im Audimax der Universität Hamburg statt. Ziel war es, in einer Art Messe für Geflüchtete die jeweils geeignete Hochschule herauszukristallisieren.
Als zentrales Instrument fungiert ein Fragebogen, durch den das jeweilige Studieninteresse, die individuelle akademische und sprachliche Kompetenz sowie das geeignete Studienangebot abzuklären sind.
Das Programm stellt ein effizientes Verfahren im Integrationsprozess Geflüchteter in Hamburg dar. Im Bereich der Hochschulautonomie liegend, vermag die BWFG den erfolgreichen Umsetzungsprozess unterstützend zu begleiten.

Die Bürgerschaft möge beschließen,
der Senat wird ersucht,
1. strukturelle Möglichkeiten und Maßnahmen einer Unterstützung des Programmes #UHHhilft und weiterer Initiativen Hamburger Hochschulen zu prüfen und
2. der Bürgerschaft bis Ende Februar 2016 darüber Bericht zu erstatten
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