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Freier Zugang zu Ergebnissen öffentlich finanzierter Forschung – Rot-Grün stärkt Open-Access-Strategie

Mittwoch, 30.11.2016

Wissenschaftliche Erkenntnisse, die Ergebnis öffentlich finanzierter Forschung sind, sollen in Hamburg frei zugänglich gemacht werden. Mit einem entsprechenden Antrag für die heutige Bürgerschaftssitzung wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass möglichst viele Menschen kostenlos digital auf Forschungsergebnisse zugreifen können. Damit will Rot-Grün auch einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und Transparenz leisten.

Dazu die SPD-Abgeordnete Astrid Hennies, Mitglied im Wissenschaftsausschuss: "Das Internet bietet die Voraussetzung dafür, dass Wissenschaftler, Unternehmen, und nicht zuletzt jede Bürgerin und jeder Bürger alle im Netz eingestellten Publikationen und Daten abrufen können, die sie für Ihre Arbeit, ihre Forschung oder einfach ihren Erkenntnisgewinn benötigen. Genau hier setzt Open Access an: Dass jede und jeder Interessierte unbeschränkt und kostenlos auf wissenschaftliche Informationen zugreifen, sie herunterladen, lesen und weitergeben kann. Open Access lebt davon, dass sich immer mehr Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Wissenschaftsverlage daran beteiligen und ihre Forschungsergebnisse ins Netz stellen. Deswegen wollen wir, dass in Hamburg eine gemeinsame, integrierte Open-Access-Lösung der Hamburger Hochschulen erarbeitet wird. Dabei ist selbstverständlich auch darauf zu achten, dass alle dafür bereitgestellten Materialien die rechtlichen Bedingungen des Datenschutzes erfüllen. Open Access trägt dazu bei, Chancengleichheit sowie Transparenz in der Forschungslandschaft zu befördern."

Dazu Carola Timm, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Forschungsinstitutionen sind keine Elfenbeintürme. Es ist wichtig, dass sie sich in die Gesellschaft hinein öffnen und den Menschen zeigen, wie groß der gesellschaftliche Nutzen ihrer Arbeit ist. Daher ist es gut, wenn Rot-Grün nun dafür sorgt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse der Allgemeinheit digital zur Verfügung gestellt werden. Das schafft Bildungsgerechtigkeit und Transparenz. Wir wollen, dass zukünftig mehr Menschen von ihren Computern oder Smartphones aus ganz einfach auf facettenreiche Forschungserkenntnisse zugreifen können. Sei es, um sich zu informieren oder sich beruflich weiterzubilden."
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