Barrierefreiheit an der U-Bahn-Station „Uhlandstraße“

Dienstag, 14.06.2011, Drucksache 20/778

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Sylvia Wowretzko

Im Rahmen der aufwändigen Sanierungsarbeiten des Ostringes zwischen der U-Bahn -Haltestelle Mundsburg und der U-Bahn-Haltestelle Berliner Tor, sollte laut verschiedenen Medienberichten in Zukunft die Barrierefreiheit der U-Bahn-Haltestelle „Uhlandstraße“ gewährleistet werden. Die Haltestelle „Uhlandstraße“ wird von Grund auf saniert. Eine Brücke wurde abgerissen, die Gleise auf der kompletten Strecke werden neu verlegt. Nachfragen beim Hamburger Verkehrsverbund haben allerdings ergeben, dass eine barrierefreie Umgestaltung im Rahmen der aktuellen und mindestens bis Ende August anhaltenden Baumaßnahmen nicht vorgesehen ist. Weder für den engagierten Bürger noch für die Kommunalpolitik ist nachvollziehbar, warum bei so einer umfangreichen Baumaßnahme die Barrierefreiheit nicht in einem Zug hergestellt wird. Vor dem Hintergrund der sich erhöhenden Kosten und der verkehrsbedingten Nachteile, die ein weiterer Umbau nach sich ziehen würde, ist den Betroffenen nur schwer zu vermitteln, warum im Rahmen der aktuellen Arbeiten nicht in ihrem Sinne gehandelt wird.
Das Thema Barrierefreiheit berührt immer mehr Menschen und wird es auch in Zukunft tun. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland im Jahr 2050 circa zehn Millionen Menschen leben, die über 80 Jahre alt sind. Eine zukunftsorientierte, nachhaltige und auch auf Sparsamkeit bedachte Baumaßnahme sollte diese Umstände nicht einfach außer Acht lassen.

Ich frage den Senat:
1. Ist die Baumaßnahme an der U-Bahn-Haltestelle „Uhlandstraße“ insofern noch umgestaltbar, als dass die Barrierefreiheit sofort gewährleistet werden kann?


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