Sanierungsfonds Hamburg 2020: „Für Sport, Schulen und die Jugend“ – Realisierung des neuen Sportparks Sachsenweg

Mittwoch, 04.12.2019, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Monika Schaal, Jenspeter Rosenfeldt, Sören Schumacher, Juliane Timmermann, Olaf Steinbiß, Annkathrin Kammeyer, Milan Pein, Marc Schemmel, Güngör Yilmaz, Jasmin Janzen und Fraktion sowie der Abgeordneten Christiane Blömeke, Olaf Duge, René Gögge, Mareike Engels, Dominik Lorenzen (GRÜNE) und Fraktion

In unmittelbarer Nähe zum Gymnasium Ohmoor, der Stadtteilschule Niendorf sowie der Grundschule Sachsenweg befindet sich die bezirkliche Sportanlage Sachsenweg. Als eine der größten Bezirkssportanlagen des Bezirks Eimsbüttel verfügt sie im Bestand derzeit über ein Naturrasenspielfeld mit Rundlaufbahn und leichtathletischen Nebenanlagen, einen Kunstrasenplatz und ein kleines Tennenspielfeld. Auf den Nebenflächen befinden sich ein in die Jahre gekommenes und erneuerungsbedürftiges Kleinspielfeld sowie eine frühere Skater- und Inlinefläche, die kaum noch nutzbar ist. Zudem befindet sich auf dem Gelände eine Dreifeldhalle, welche als Leistungszentrum für Tischtennis fungiert.
Der Niendorfer TSV (NTSV), als einer der größten Stadtteilsportvereine Hamburgs mit über 8.500 Mitgliedern, ist mit seinem Vereinsheim, dem Fitnessstudio Adyton und einer Tennisanlage am Sachsenweg beheimatet. In diesem Jahr feiert der Verein sein 100-jähriges Jubiläum und arbeitet intensiv daran, den Verein in vielen Bereichen für die kommenden Jahrzehnte aufzustellen. Der NTSV verfügt über eine der größten Fußball-Jugendabteilungen Deutschlands, hat aber Probleme, allen Mannschaften ausreichend Trainings- und Spielzeiten zur Verfügung zu stellen. Daher ist der Verein bemüht, eine Umwandlung des bisherigen Tennenkleinspielfeldes in ein Kunstrasenspielfeld mit Normgröße hinzubekommen.
Intensiv genutzt wird die Sportanlage Sachsenweg zudem von den drei angrenzenden Schulen – dem Gymnasium Ohmoor, der Stadtteilschule Niendorf sowie der Grundschule Sachsenweg.
Mit großem Einsatz haben sich Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Niendorf Gedanken dazu gemacht, wie insbesondere auf der bisherigen Skaterfläche wieder attraktivere Angebote für Jugendliche entwickelt werden könnten. Ideen und Wünsche wurden dem Regionalausschuss Lokstedt vorgestellt und fraktionsübergreifend unterstützt. Der Bedarf wurde seitens des Hamburger Skateboard e. V. bestätigt.
Das angrenzende Kleinspielfeld und die weiteren Nebenflächen bedürfen ebenfalls einer Sanierung, damit diese von Schulen, Sport und Öffentlichkeit genutzt werden können. Nach den vorliegenden Schätzungen belaufen sich die Kosten (inkl. Planungskosten) zur Herrichtung eines Kleinspielfeldes/Bolzplatzes (120.000 Euro), der Skateflächen (450.000 Euro) sowie einer Fitnessinsel (66.000 Euro) auf insgesamt 636.000 Euro. Aus dem investiven Quartiersfonds könnte das Bezirksamt dafür 490.000 Euro bereitstellen.
Der NTSV beabsichtigt, aus Eigenmitteln 250.000 Euro beizusteuern. Geplant ist die Bereitstellung von 600.000 Euro aus Mitteln des Zentralen Programms Sportstätten im Einzelplan 1.2. Vorbehaltlich der Zustimmung des Beirats Bezirklicher Sportstättenbau und einer noch durch das Bezirksamt Eimsbüttel zu veranlassenden lärmtechnischen Untersuchung stehen für das Projekt bis zu 850.000 Euro im Jahr 2020 zur Verfügung. Aus diesen Mitteln könnte allerdings nur die Umwandlung des Platzes finanziert werden.
Um die nötigen Platzkapazitäten für den Jugend- und Erwachsenensport zu erhöhen, attraktive Bedingungen für Schulen, Verein und Öffentlichkeit auf der Bezirkssportanlage zu schaffen und dem NTSV bei seinem großen – auch finanziellen – Engagement zu unterstützen, werden für die Realisierung des Gesamtkonzeptes weitere 150.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 bereitgestellt.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. im Hinblick auf die geplante Sanierung der Nebenflächen des Sportparks Sachsenweg die jeweilige Höhe des konsumtiven beziehungsweise investiven Anteils der Maßnahme zu ermitteln und im Haushaltsjahr 2020 – abhängig vom Ergebnis dieser Ermittlung – eine Ermächtigung, Kosten zu verursachen bzw. Auszahlungen zu leisten in Höhe von insgesamt bis zu 150.000 Euro
a. für konsumtive Maßnahmen aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ des Einzelplans 9.2, Produktgruppe 283.02, „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich „Globale Mehrkosten“, auf den Einzelplan 1.4, 215.02 „Sozialraummanagement“ und
b. für investive Maßnahmen aus der „Zentralen Sanierungsreserve Hamburg 2020“ des Einzelplans 9.2, Aufgabenbereich 283 „Zentrale Finanzen“, auf den Einzelplan 1.4, Aufgabenbereich 215 „Soziales, Jugend und Gesundheit“ zu übertragen, und zwar zweckgebunden anteilig für Sanierung der Nebenflächen des Sportparks Sachsenweg in Niendorf, und
c. für die dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 1.b. genannten investiven Maßnahmen – den entsprechenden Kontenbereichen „Kosten aus Abschreibungen“ im Einzelplan, 1.4 aus dem Einzelplan 9.2 (Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, die benötigten Ermächtigungen im Haushaltsjahr 2020 zu übertragen.
2. der Bürgerschaft zeitgerecht über den Sach-, Planungs- und Umsetzungsstand zu berichten.
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