Hochschulzusammenarbeit zwischen HAW, HCU, TUHH und UHH fördern – Kooperationsplattform Informatik umsetzen

Freitag, 16.12.2016, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Gerhard Lein, Gabriele Dobusch, Christel Oldenburg, Annkathrin Kammeyer, Sven Tode, Isabella Vértes-Schütter, Uwe Giffei, Astrid Hennies und Fraktion sowie Dr. Carola Timm, Dr. Stefanie von Berg, René Gögge, Farid Müller, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

Die technologische Entwicklung der Informatik hat die gesellschaftliche Lebens- und Arbeitswelt stark verändert. Das kulturelle Zusammenleben, das gesamte Wirtschaftsleben und die Rechtsbeziehungen sind von den Entwicklungen der Informationsverarbeitung geprägt. Die viel beschriebene „digitale Revolution“ hat auf nahezu jeden gesellschaftlichen Zusammenhang Einfluss.
Im März 2016 hat die Bürgerschaft den Senat gebeten, die Ergebnisse der Studie des Wissenschaftsrates (WR) zu den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hinsichtlich der Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Hochschulen zu prüfen.
So hatte der WR festgestellt, dass die vier evaluierten Hochschulen – Universität Hamburg (UHH), Technische Universität Hamburg-Hamburg (TUHH), Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) sowie HafenCity Universität Hamburg (HCU) – für sich genommen ein exzellentes Angebot in den MINT Fächern vorweisen. Optimierungspotenziale sieht der WR hingegen bei der Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und mit außeruniversitären Einrichtungen. Dementsprechend empfiehlt der WR den Hochschulen, auch im Bereich Lehre regional eine stärkere Vernetzung untereinander anzustreben.
Für die Informatik, deren Bedeutung auf allen gesellschaftlichen Gebieten ebenso stetig steige wie die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen, empfiehlt der WR ganz konkret die Einrichtung einer sogenannten Kooperationsplattform zwischen der UHH, der TUHH, der HCU und der HAW. Hierbei sollten auch außeruniversitäre Institutionen einbezogen werden.
Eine solche Kooperationsplattform Informatik hat das Ziel, vorhandene Potenziale bei Lehre, Forschung, Nachwuchsausbildung und Transfer abzuschöpfen und würde zudem die Sichtbarkeit nach außen erhöhen. Weitergehend bestehen berechtigte Erwartungen, dass eine stärkere Kooperation die Attraktivität der Hamburger Informatik für Industrieprojekte steigert und den Technologietransfer gezielt stärkt. Die Forschung im Bereich der Informatik, ihre Anwendung in der Datenverarbeitung in den einzelnen Disziplinen – von der Medizin über die Ingenieurswissenschaften über die Physik bis hin zur Archäologie – sichert die Grundlage für zukünftige fortschrittliche Forschungsergebnisse.

Die Bürgerschaft möge beschließen,
Der Senat wird ersucht, für die Umsetzung einer Kooperationsplattform Informatik in den Haushaltsjahren 2017/18 im Einzelplan 3.2 der Produktgruppe 246.02 „Grundsatz und Betreuung der Hochschulen“ im Kontenbereich „Kosten für Transferleistungen“ pro Haushaltsjahr jeweils bis zu 2 Millionen Euro per Sollübertragung aus dem Einzelplan 9.2. aus der Produktgruppe 283.01 „Zentrale Ansätze I“ zur Verfügung zu stellen, soweit im Rahmen des Projektfortschritts keine andere Finanzierung möglich ist.
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