Innovations- und Start-up-Standort Hamburg national und international sichtbarer machen

Dienstag, 11.12.2018, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Arno Münster, Wolfgang Rose, Karl Schwinke, Birte Gutzki-Heitmann, Dorothee Martin, Hansjörg Schmidt, Joachim Seeler, Hauke Wagner und Fraktion sowie der Abgeordneten Farid Müller, Dominik Lorenzen, Martin Bill, René Gögge, Dr. Carola Timm (GRÜNE) und Fraktion

Haushaltsplan-Entwurf 2019/2020
Einzelplan 7

Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) ist die Hauptstadt der Gründerinnen und Gründer – diese innovative Stärke in der Hamburger Wirtschaft soll weiter ausgebaut und vor allem national und international sichtbar gemacht werden.
Die Hamburger Szene junger Gründerinnen und Gründer hat eine sehr positive Entwicklung hinter sich und ist der Garant für innovative Ideen, die die Basis für eine nachhaltig wachsende Wirtschaft in Hamburg sind. Mit 253 Gründerinnen und Gründern pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die FHH deutschlandweit führend vor Berlin (238) und kann knapp 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in insgesamt über 600 Start-ups vorweisen. Zudem nannte das fDi Magazin die Hansestadt kürzlich als eine der weltweit zehn erfolgreichsten Städte bei der Ansiedlung digitaler Unternehmen. Hamburg steht im Finale des diesjährigen European Capital of Innovation (iCapital) Award. Dieser wird jährlich von der Europäischen Union an diejenige Stadt vergeben, die es am besten versteht, technische und digitale Innovationen zur Verbesserung des Lebens ihrer Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln und einzusetzen.
Gerade in den Bereichen Digitalisierung (bspw. 3D-Druck und Blockchain) und intelligenter Mobilität (vor dem Hintergrund des ITS Weltkongresses 2021 in Hamburg) ist die Hansestadt führend und will diese Position halten oder noch ausbauen.
Nur die Sichtbarkeit dieser Erfolge in der Hamburger Innovations- und Startup-Szene ist bislang nicht angemessen. Hamburg war in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit einem eigenen Stand mit Vertreterinnen und Vertretern junger, aufstrebender Start-ups auf der CeBIT vertreten und die Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung machte mit ihrer Reise nach Israel und dem Einblick in die dortige Startup-Szene darauf aufmerksam. Doch nach der Einstellung der CEBIT muss die Präsentation des internationalen Potenzials für innovative junge Unternehmen in Hamburg neu ausgerichtet werden.
Zu diesem Zweck soll die Finanzierung von Hamburg Marketing und Hamburg Invest im Bereich der Vermarktung des Innovations- und Start-up-Standortes Hamburg in Bezug auf die Präsenz bei folgenden Messen, Konferenzen und Events aufgestockt werden: South by Southwest, Hannover Messe, Hamburg on Tour in Tel Aviv.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,

1. für die Konzeption und Präsenz der FHH beim South by Southwest, bei der Hannover Messe und für die Konzeption und Durchführung von „Hamburg on Tour in Tel Aviv“ in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 Kosten aus Transferleistungen im Einzelplan 7, Produktgruppe 271.02 „Wirtschaftsförderung“ in Höhe von insgesamt je 120.000 Euro pro Haushaltsjahr bereitzustellen.

2. Zur hälftigen Finanzierung dessen aus dem Einzelplan 9.2, Produktgruppe 283.02 in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 jeweils 60.000. Euro zu übertragen. Die andere Hälfte soll durch interne Mittelumschichtungen im Einzelplan 7 bereitgestellt werden.

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