Clusterbrücken fördern – Projekt „Co-Learning-Space für Hamburger Cluster“ realisieren

Mittwoch, 11.01.2017, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Arno Münster, Wolfgang Rose, Karl Schwinke, Birte Gutzki-Heitmann, Dorothee Martin, Hansjörg Schmidt, Joachim Seeler, Hauke Wagner und Fraktion

Hamburgs Clusterpolitik ist ein integraler und erfolgreicher Bestandteil der wirtschaftspolitischen Bemühungen in der Hansestadt: In acht Clustern werden die Fundamente für das künftige Wirtschaftswachstum der Stadt gelegt und der Nährboden für künftige Innovationen geschaffen. Die Entwicklung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Hamburg wird hierdurch maßgeblich begünstigt.
Bereits 2014 wurde der Senat auf Antrag der SPD-Bürgerschaftsfraktion damit beauftragt, insbesondere Konzepte für Clusterbrücken zu entwickeln (Drs. 20/13962). Dies entspricht auch der Rolle Hamburgs als Modellregion innerhalb der Europäischen Union – Hamburg war als eine von sechs „Cluster Model Demonstrator Regions“ aus insgesamt 44 Bewerbern durch die europäische Kommission ausgewählt worden. Im Fokus dieser Modellregion steht das „Cross-Clustering“, mit dem der Erkenntnis gefolgt wird, dass sich neue Innovationspotenziale für den Standort zunehmend zwischen den einzelnen Clustern finden lassen. Der Nutzen einer verstärkten Ausrichtung auf Clusterbrücken ist daher einleuchtend.
Das Projekt „Co-Learning Space für Hamburger Cluster“ zielt darauf ab, einen geeigneten Rahmen für einen Austausch der Managements der Cluster in Hamburg zu schaffen. Durch einen lern- und entwicklungsorientierten Austausch soll so kollektives Wissen erarbeitet werden, das schlussendlich in eine Professionalisierung des Clustermanagements umgewandelt werden kann. Zeitgleich soll die clusterübergreifende Zusammenarbeit befördert werden – die Früchte dieser Zusammenarbeit wiederum sollen sich in gesteigerter Innovationskraft niederschlagen.
Organisatorisch verankert werden soll dieses Projekt an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU), von wo aus das Projektmanagement sowie die wissenschaftliche Begleitung geleistet werden sollen. Die dortige Professur für Organisationstheorie mit besonderem Schwerpunkt auf Cluster- und Netzwerkmanagement ist für diesen Zweck besonders geeignet. Zu Begleitung von städtischer Seite ist eine Schnittstelle in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) mit der Wertigkeit eines Vollzeitäquivalents (VZÄ) vorgesehen.
Das Projekt soll über einen Zeitraum von 36 Monaten andauern und entsprechend gefördert werden. Die zu fördernden Gesamtkosten belaufen sich auf 1.031.766,56 Euro.
Eine Realisierung des Projekts „Co-Learning-Space für Hamburger Cluster“ ist eine sinnvolle Ergänzung der Hamburger Cluster-Politik

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. die notwendigen Mittel zur Durchführung des Projekts „Co-Learning-Space für Hamburger Cluster“ einzuwerben,
2. der Bürgerschaft bis zum 2. Quartal 2017 zu berichten.

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