Erweiterte Notbetreuung in Kitas: Schutz der Kinder hat Priorität

Mittwoch, 31.03.2021

Angesichts der schwierigen Pandemielage und der stark steigenden Infektionszahlen hat die rot-grüne Regierungskoalition weitere Maßnahmen zur Pandemieeindämmung beschlossen. Dazu gehört auch, dass Kitas erneut in die erweiterte Notbetreuung zurückkehren.

Dazu Uwe Lohmann, Sprecher für Familie, Kinder und Jugend der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Ich bedaure sehr, dass die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens eine erneute, weitere Einschränkung im Kitabetrieb notwendig macht. Für viele Eltern bedeutet das große Probleme für die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung. Kinder können nicht immer zu Hause gut betreut und gefördert werden. Alle Familien, die dringend auf Unterstützung durch die Kita angewiesen sind, können weiterhin die Betreuung ihrer Kinder in Anspruch nehmen. Wenn es nicht notwendig ist, sollten Eltern in den nächsten Wochen jedoch darauf verzichten, ihre Kinder in die Kita zu geben. Wir müssen es weiterhin schaffen, den Schutz vor Infektionen zu gewährleisten und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Situation für Hamburgs Familien sozialverträglich bleibt und wir die Lebenslagen der Kinder weiter fest im Blick behalten.“

Dazu Britta Herrmann, familienpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend, weil nun auch zunehmend kleinere Kinder von Covid-19 Infektionen betroffen sind. Dennoch ist die Entscheidung, Kitas erneut in den erweiterten Notbetrieb zu schicken, nicht leichtgefallen. Auf der einen Seite ist es wichtig, alles zu tun, um die exponentiell steigenden Infektionszahlen zu senken und die Gesundheit von Kindern, Eltern und Kita-Personal zu schützen. Eine zentrale und wichtige Maßnahme ist hierbei die eingeführte Verpflichtung der Träger, Testmöglichkeiten für die Mitarbeiter*innen zur Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite müssen die Betreuungs- und Bildungsansprüche von Kindern garantiert, das Kindeswohl geschützt sowie die Unterstützung von Eltern höchste Priorität haben. Dafür brauchen wir echte Entlastung für Eltern durch eine erneute Verlängerung der Kinderkrankentage und Freistellungen. Die Arbeitgeber*innen müssen stärker in die Pflicht genommen werden. Homeoffice muss unter den derzeitigen Bedingungen zum Selbstverständnis werden. Klar bleibt aber, dass diese Lösung eine kaum zu vereinbarende Doppelbelastung für Eltern darstellt, die Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen müssen.“

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Uwe Lohmann

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