Elektromobilität stärken – blaue Stellflächen für alle Ladestationen

Donnerstag, 23.03.2017, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Andreas Dressel, Ole Thorben Buschhüter, Martina Koeppen, Matthias Czech, Gert Kekstadt, Dorothee Martin, Lars Pochnicht, Frank Schmitt, Henriette von Enckevort und Fraktion sowie Martin Bill, (GRÜNE) und Fraktion

Wenn Diesel- oder Benzin-Autos Stellplätze vor Elektro-Ladestationen besetzen, ist dies für die Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos mehr als nur ein kleines Ärgernis. Im Rahmen eines Feldversuches hat die Stadt Hamburg deshalb an 28 Standorten die Ladeplätze für Elektromobile bzw. E-Mobile mit farbiger Bodenmarkierung versehen. Dies soll die Zahl der dort irrtümlich abgestellten Fahrzeuge reduzieren. Eine Zwischenauswertung durch Stromnetz Hamburg ergab: Der Feldversuch war erfolgreich. Die Fehlbelegung der Ladeplätze ging von 47 Prozent auf 15 Prozent zurück, die Anzahl der Ladevorgänge stieg um mehr als 30 Prozent (siehe Drs. 21/7636).
Die farbige Bodenmarkierung erhöht offenbar deutlich die Signalwirkung, dass ein Ladeplatz für Elektrofahrzeuge vorbehalten ist, und bewirkt, dass wesentlich weniger konventionelle Fahrzeuge (ohne E-Kennzeichen) die Ladeplätze blockieren und somit deren Nutzbarkeit deutlich gesteigert wird. Vor allem wird die Attraktivität und Alltagstauglichkeit der neuen Elektromobilität erheblich verbessert.
Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem Feldversuch sollten künftig an allen Ladeplätzen für Elektrofahrzeuge solche Bodenmarkierungen angebracht werden und damit Fehlbelegungen vermehrt vermieden werden können. Das ist ein kleiner aber wichtiger Baustein für mehr Elektromobilität in unserer Stadt. Es gibt eine große Bereitschaft in der Stadt, den abgasfreien Verkehr zu stärken. Das geht nur, wenn die notwendige Infrastruktur vorhanden ist und auch genutzt werden kann.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
bei allen bestehenden und zukünftigen Standorten für Elektrofahrzeuge die farbige Bodenmarkierung an Ladeplätzen vorzunehmen.



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