Mit der U-Bahn auf den Kleinen Grasbrook: Bereitstellung der Vorplanungsmittel für die U4-Verlängerung von den Elbbrücken auf den Kleinen Grasbrook auf den Weg bringen.

Donnerstag, 31.01.2019, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Dirk Kienscherf, Jenspeter Rosenfeldt, Ole Thorben Buschhüter, Martina Koeppen, Anne Krischok, Christel Oldenburg, Matthias Czech, Gert Kekstadt, Uwe Lohmann, Dorothee Martin, Lars Pochnicht, Frank Schmitt, Michael Weinreich und Fraktion sowie der Abgeordneten Dr. Anjes Tjarks, Martin Bill, Olaf Duge, Dominik Lorenzen, Ulrike Sparr (GRÜNE) und Fraktion

Auf dem nördlichen Teil des Kleinen Grasbrooks wird in den 20er Jahren ein neuer Stadtteil entstehen – ein Ort des Geistes, der Innovation und der Moderne. Der rot-grüne Senat will mit diesem Stadtentwicklungsvorhaben mitten im Herzen Hamburgs neue Quartiere schaffen, die eine gesunde Mischung aus Wohnen, Leben und Arbeiten bieten – inklusive Wohnraum für 6.000 Menschen und einer guten Nahversorgung mit Schulen, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten. Auf dem nördlichen Teil des Grasbrook sollen zwischen 8.000 und 16.000 Arbeitsplätze entstehen.
Für eine solche Perspektive ist es unabdingbar, dass der nördliche Teil des Kleinen Grasbrooks über den öffentlichen Nahverkehr optimal angebunden wird. Die Weiterführung der U-Bahn-Linie 4 zu den Elbbrücken eröffnet die ernsthafte Option für den vielfach erklärten Wunsch eines Sprungs über die Elbe – mit Zwischenhalt auf dem nördlichen Teil des Kleinen Grasbrooks. Eine vorausschauende Prüfung möglicher Trassenverläufe und Berücksichtigung eines solchen U-Bahn-Anschlusses in der Frühphase der Planung hat zudem das Potenzial, Synergien zu schaffen und Mehrkosten zu vermeiden. In den Planungen zum neuen Stadtteil auf dem nördlichen Teil des Kleinen Grasbrooks sollte daher eine langfristig zu realisierende Anbindung an die U4 einbezogen werden, die auch den nördlichen Teil der Veddel erschließen würde. Zudem gilt es, die Vor- und Nachteile möglicher Streckenführungen und Platzierungen einer U-Bahn-Haltestelle auch im Hinblick auf eine mögliche Verlängerung nach Süden zu analysieren.
Die entsprechenden Flächen für die Schienenanbindung sowie ein Korridor, der vorausschauend den Sprung nach Wilhelmsburg ermöglichen würde, sollte freigehalten werden. Ferner sollte ermittelt werden, inwiefern durch eine trägerübergreifende Kooperation bei Bau- und Projektentwicklungsvorhaben Synergien geschaffen und Kosten eingespart werden können.

Vor diesem Hintergrund möge die Bürgerschaft beschließen:
Der Senat wird ersucht:
1. in den weiteren baulichen Planungen zur Entwicklung des nördlichen Teils des Kleinen Grasbrooks eine Schienenanbindung an die Linie U4 zu berücksichtigen, mögliche Trassenverläufe zu prüfen und die entsprechenden Flächen hierfür freizuhalten bzw. zu berücksichtigen;
2. die entsprechenden Vorplanungsmittel zur Verfügung zu stellen;
3. zu ermitteln, welche zusätzliche Wertschöpfung durch eine frühzeitige U-Bahn-Anbindung des nördlichen Teils des Kleinen Grasbrooks entsteht und in welcher Höhe diese ausfiele;
4. im Rahmen der Entwicklung zu ermitteln, auf welchem Weg (Freihafenelbbrücke, mögliche U-Bahn-Brücke) der Radverkehr am besten auf den nördlichen Teil des Kleinen Grasbrooks sowie nach Osten auf die Veddel und weiter nach Süden Richtung Wilhelmsburg/Harburg geführt werden kann, und dies ggfs. bei der U-Bahn-Planung zu berücksichtigen;
5. die Hamburger Hochbahn, die Hamburg Port Authority und die HafenCity Hamburg damit zu beauftragen, durch eine Abstimmung der Planungen der Projekte für die Schienenanbindung des nördlichen Teils des Kleinen Grasbrooks, die Sanierung bzw. den Neubau der Freihafenelbbrücke als auch für das Gesamtvorhaben mögliche Synergien zu nutzen;
6. der Bürgerschaft bis zum 31. Dezember 2019 zu berichten.






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