Stromaufwärts an Elbe und Bille – Fußgänger- und Radfahrerbrücke von der östlichen HafenCity zum Elbpark Entenwerder

Dienstag, 11.12.2018, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Carola Veit, Dirk Kienscherf, Jenspeter Rosenfeldt, Martina Koeppen, Anne Krischok, Christel Oldenburg, Hildegard Jürgens, Uwe Lohmann, Lars Pochnicht, Markus Schreiber, Michael Weinreich und Fraktion sowie der Abgeordneten Martin Bill, Olaf Duge, Dominik Lorenzen, Ulrike Sparr, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

Haushaltsplan-Entwurf 2019/2020
Einzelplan 6.1

Die Anbindung von Rothenburgsort, der Veddel und Hammerbrook an die HafenCity und im weiteren Verlauf an die Hamburger Innenstadt ist von herausragender Bedeutung für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung im Sinne des Stadtentwicklungsraums „Stromaufwärts an Elbe und Bille – Wohnen und urbane Produktion in HamburgOst“. Das Planungsgebiet der östlichen HafenCity mit dem zukünftigen Elbbrückenzentrum und dem Elbtower sowie dem Baakenhafenquartier soll mittels einer neuen Brücke nach Entenwerder und damit nach Rothenburgsort städtebaulich verbunden werden.
Mit diesem Antrag von SPD und GRÜNEN soll der Impuls für die Errichtung der bereits im Masterplan HafenCity von 2000 und im Stadtentwicklungskonzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ von 2014 (Drs. 20/14117) aufgeführten Brücke zum Elbpark Entenwerder gegeben werden. Mit der Planung dieser neuen Wegeverbindung soll spätestens in 2019 begonnen werden, um die Mobilisierung der ohne Frage bestehenden positiven Entwicklungspotenziale für Rothenburgsort, die Veddel, Bill- und Hammerbrook weiter voranbringen zu können.
Die barrierefreie Fußgänger- und Radfahrerbrücke Entenwerder wird die HafenCity mit dem Elbpark Entenwerder auf der östlichen Seite der Elbbrücken zusammenführen. Damit können die etwa 13 Hektar große, 1997 hergerichtete Parkanlage sowie die Freizeitangebote der Elbinsel unkompliziert von der HafenCity aus erreicht werden. Umgekehrt können die Hamburgerinnen und Hamburger aus Rothenburgsort die Brücke nutzen, um zu dem zukünftigen Haltestellenknotenpunkt „Elbbrücken“ der U- und S-Bahn zu kommen oder um die HafenCity fußläufig zu erreichen.
Der Planungsraum Elbbrücken ist aufgrund seiner herausragenden Lage am Eingang zur inneren Stadt von besonderer Bedeutung. Er stellt eine für Hamburg relevante Landmarke dar und wird durch die neue Brücke von Osten kommend ideal erschlossen.
Als Teil des Elberadwegs zwischen Dresden und der Nordsee übernimmt die „Brücke Entenwerder“ eine wichtige übergeordnete Scharnierfunktion und bietet eine attraktive Nutzungsmöglichkeit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Fahrradfahrerinnen und -fahrer. Die Brücke ermöglicht auch die Verbindung mit den Naherholungsräumen der Vier- und Marschenlande und schafft damit einen erheblichen Freizeitwert.
Ferner wird über den Elbufer- und Lohsepark die Hamburger Innenstadt mit der Binnenalster endgültig durch den Brückenbau an eine der wichtigsten überörtlichen Wanderrouten Deutschlands angeschlossen.
Die barrierefreie Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Oberhafen zum Elbpark Entenwerder mit einer Länge von etwa 100 m war bereits im Masterplan HafenCity aus dem Jahr 2000 dargestellt. Bei den Planungen sollen die ökologisch wertvollen Uferbereiche der Elbe berücksichtigt und geschont werden.
Die Brücke wird zukünftig die Fokusräume der Stadtentwicklung HafenCity und Rot-henburgsort, die durch massive Verkehrstrassen voneinander getrennt sind, als Nachbarschaften näher zusammen bringen. Dies ist mit positiven Effekten für beide Stadtteile und die ganze Stadt verbunden.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. zu ermitteln, wann und in welcher Höhe eine Ermächtigung für die Durchführung des Baus einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke von der östlichen HafenCity zum Elbpark Entenwerder erforderlich ist, und
2. darzustellen, wie die Finanzierung zu Lasten des Einzelplans 6.1 sichergestellt werden kann,
3. die Planung hinsichtlich der baulichen Umsetzung und verkehrlichen Anbindung voranzutreiben, und
4. der Bürgerschaft bis Ende April 2019 über den Planungsstand zu berichten.

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